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Feuerwehren befreien Pferd aus Morast

Glückliches Ende einer langen und aufwändigen Rettungsaktion

Mit vereinten Kräften haben rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Niederaichbach und Landshut (Löschzüge Stadt und Achdorf) sowie Landwirte aus dem Raum Niederaichbach ein seit dem schwerem Sturm am Dienstag vermisstes Pferd gerettet. Das Tier wurde am Karfreitag gegen 11:00 Uhr im Morast steckend am Isarhang entdeckt. Es steckte bis oberhalb der Knie fest und war nach mehreren Versuchen, selbst aus dem Morast zu kommen, auch ziemlich entkräftet.

Bevor die eigentliche Rettungsaktion beginnen konnte, musste das Pferd von einem Tierarzt, der die gesamte Rettungsaktion bis zum Ende begleitete, ruhiggestellt werden. Anschließend begannen die Einsatzkräfte damit, das Tier aus dem Morast auszugraben. Parallel wurde eine Rettungsplattform aus Holz, auf der das Pferd anschließend den rund 15 Meter hohen Abhang hinauf gezogen werden sollte, gebaut. Auch den Abhang galt es von sämtlichen Bewuchs zu befreien. Aus Rücksicht auf das verunglückte Tier wurde dies ausschließlich mit Handsägen und nicht mit den sehr lauten Motorsägen durchgeführt. Nachdem der Hang freigeschnitten und die Plattform fertig war, wurde diese bis neben das Pferd hinunter gelassen und Einsatzkräfte des auf Großtierrettungen spezialisierten Löschzuges Achdorf begannen rund um das Pferd das so genannte „Vierbein“ aufzubauen. Über einen Kettenzug wurde das Tier dann vorsichtig aus dem Morast herausgezogen, angehoben und in der Luft hängend mittels Seilwinde auf die neben dem Tier liegende Holzplattform gezogen. Anschließend ging es für das Tier auf der Plattform liegend den Hang hinauf.

Oben wurde unter Anleitung des Tierarztes damit begonnen, das Pferd vorsichtig wieder auf die eigenen Beine zu stellen. Das Tier schaffte dies sogar ohne fremde Hilfe und erholte sich relativ schnell von den Strapazen. Nach rund 40 Minuten stand das Tier wieder sicher auf den eigenen Beinen und konnte vorsichtig gehen.

Die ganze Aktion, die alles in allem über vier Stunden dauerte, wurde von Landwirten und Besitzern tatkräftig mit Traktoren und einem Teleskoplader unterstützt. Erschwerend kam hinzu, dass ein direktes Anfahren der Einsatzstelle für die Feuerwehren nicht möglich war. Durch die gute und reibungslose Zusammenarbeit der Einsatzkräfte mit Landwirten und Besitzern fand die aufwändige und sehr materialintensive Rettungsaktion schließlich ein glückliches Ende.

Wie lange das Pferd vorher bereits in seiner misslichen Lage steckte, ist der Feuerwehr nicht bekannt. Es wurde von den Besitzern selbst, die sich seit Mitte der Woche auf der Suche nach ihrem Tier befanden, selbst entdeckt. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr aus Dingolfing musste nicht eingreifen. Ein Fahrzeug des Rettungsdienstes stand zur Absicherung der Einsatzkräfte bereit.