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FAST 1.000 UNTERSCHRIFTEN FÜR DEN ERHALT DER LANDSHUTER MARTINSSCHULE

Bildtext: Marie Sophie Vogel und Christian Müller (Mitte), Vorstände der neu gegründeten Genossenschaft „Bürgergenossenschaft Landshut eG i.G.“ übergeben die Bewerbung und Unterschriften der BI „Rettet die Martinsschule“

 

Fast 1.000 Unterschriften für den Erhalt der Landshuter Martinsschule

BI gibt fristgerecht Bewerbung um die Martinsschule ab und gründet Genossenschaft für die Umsetzung

 

Landshut:  Fristgerecht am 15. September lieferte eine Abordnung der Bürgerinitiative Landshut „Rettet die Martinsschule“ die Unterlagen für die Teilnahme am Bieterprozess für die Martinschule im Rathaus ab. Gleichzeitig mit den Bewerbungsunterlagen konnte Marie-Sophie Vogel fast tausend Unterschriften von Landshuter Bürger*innen. die sich an der Petition zum Erhalt und bürgernaher Nutzung beteiligten, in den Rathaus-Briefkasten werfen.

Fast tausend Unterschriften und 46 Unterstützergruppen sind es nun bis zum Abgabetermin der Ausschreibung geworden. Gesammelt online und auf Papier in nur fünf Wochen und das noch während und der Ferienzeit sprechen sie für das große Interesse und die breite Zustimmung der Landshuter Bürgerinnen für das Anliegen der Bürgerinitiative „Rettet die Martinsschule“. „Die Liste repräsentiert einen Querschnitt durch die Bürgerschaft Landshuts. Sie zeigt, dass es den Menschen aus unterschiedlichsten Gründen wichtig ist, dass die Martinsschule in der Funktion als kultureller und sozialer Treffpunkt für jung und alt, sowie als leistbares Wohnangebot erhalten bleibt und damit eine wichtige Aufgabe im Stadtleben übernehmen wird“, betont Marie-Sophie Vogel, Initiatorin der BI.

„Wir meinen es ernst“

Noch während die Projektgruppe der BI die Nutzungspläne und Finanzierungskalkulationen für die Martinsschule erarbeitete, wurde für die Umsetzung eine Genossenschaft gegründet: die Bürgergenossenschaft Landshut eG. i.G. „Wir haben in Gesprächen mit Bauunternehmen, Architekten und Politikern festgestellt, dass wir für ein Projekt dieser Größenordnung eine Geschäftsform brauchen, die uns als ernstzunehmenden Geschäftspartner und als vollwertige juristische Person ausweist. Aus diesem Grund, aber auch um zu zeigen, dass es uns ernst mit unserem Anliegen ist, haben wir diese Genossenschaft gegründet“, erklärt Vogel, die auch als Vorstand der Genossenschaft fungiert. Die Wahl dieser Geschäftsform hat konkrete Gründe:

  • Alle Bürger*innen können sich unkompliziert daran beteiligen und sind gleichwertig stimmberechtigt. Denn das Projekt soll von der Bürgerschaft getragen werden.
  • Eine Genossenschaft kann Gemeinnützigkeitsstatus beantragen, so dass Spenden von der Steuer absetzbar sind. Ein Großteil der Finanzierung wird durch Spenden von Stiftungen, Unternehmen und anderen Mäzenen getragen.

„Wir rechnen in den nächsten Tagen mit einem regen Zulauf zur Bürgergenossenschaft Landshut“, so Vogel.

Zitate von Unterzeichnern:

„Ich finde, dass zu viele Neubauten nur denen nützen, die es sich leisten können. Wenn die Stadt auch etwas für die Landshuter tun würde, wäre dies sehr zu begrüßen. Wir brauchen Investoren mit Herz, die wissen was soziale Verantwortung bedeutet und es auch leben“ – Anonym

„Ich denke, das könnte auch ein Ort der Pflege und der generationenübergreifenden Begegnung werden“, Prof. Dr. Christian Rester, Dekan der Fakultät Angewandte Pflegewissenschaften der TH Deggendorf

„Eine großartige Chance, die Stadt Landshut lebendig und attraktiv in die Zukunft zu führen. Künstlerleben mitten in der Stadt! Ein Ort wie gemacht für eine urbane Kultivierung, für die Entwicklung einer jungen Landshuter Kultur, letztlich für eine vielfältige attraktive Innenstadt“, Rheinhard Gromotka Geschäftsführer vom Tagwerk Biomarkt Frisch und Fein:

„Ich unterstütze schon seit Jahren mit meiner ehrenamtlichen Arbeit, dem Verein “MUT-Musik und Tun e.V.” und dem Verband “Bühne Landshut” die kulturellen Aktivitäten in Landshut. Ein Haus der Bürger und der Künste im Herzen Landshuts ist eine fantastische Idee und die Martinsschule das geeignete Objekt dafür“, Antonio D’Auria.

„Als Stadtsoziologin kann ich es nicht gutheißen oder hinnehmen, wenn sanierbarer städtischer Gebäude-Bestand nicht genutzt bzw. keiner zukunftsfesten Widmung zugeführt wird“, Angelica Schieder. „Wohnungen für gehandycapte Menschen zu schaffen, das wäre eine tolle Sache. […].“ – Uschi Radius

Weitere Unterzeichner sind etwa Jhonny Walza, Landesjugendreferent der Baptisten Bayern und Pastor, Günther Noreal, letzter Rektor der Martinsschule und Schwester Petra, Äbtissin vom Kloster Seligenthal. Außerdem erhält die BI Unterstützung von vielen Gruppen, darunter die Narhalla Landshut, die Kreisgruppe Landshut des Bund Naturschutz, zahlreiche Theatergruppen, wie das Theater Nikola und die Bühne am Schardthof, die Nachbarschaftshilfe, die Life Diakonie und viele andere mehr.

 

Über die Genossenschaft Bürgerinitiative Landshut eG. i.G.

Die Bürgergenossenschaft Landshut hat es sich zum Ziel gesetzt die historische Martinsschule am Rande der Landshuter Altstadt vor dem Abriss zu bewahren. Anstatt ein weiterer Wohnblock oder Bürokomplexzu werden würden wir den historischen Bau verwenden um den zahlreichen landshuter Vereinen Raum zum Ausüben ihrer Tätigkeiten zu geben. Wir wollen Räume der Begegnungen für alle schaffen und Mietern bezahlbaren Wohnraum nahe am Zentrum bieten und noch vieles mehr…

Die Martingsschule soll von einer Genossenschaft – bestehend aus Landshuter Bürger*innen – gekauft oder gepachtet werden. Diese kommt für die erste große Sanierung auf. Mit dem Betrieb wird die Bürgergenossenschaft Landshut beauftragt. http://www.bg-landshut.de

Über die Bürgerinitiative „Rettet die Martinsschule“

Die Bürgerinitiative zur Rettung der Martinsschule entstand aus dem Wunsch heraus, den Verkauf des Gebäudes zu stoppen und die Schule von Bürgern für Bürger zu nutzen. Wir leben in Stadt und Landkreis Landshut, kommen aus allen Generationen und Schichten. Einige Mitglieder der BI machen sich seit ca. 30 Jahren für ein soziokulturelles Zentrum in Landshut stark. Andere sind noch ganz neu auf dem Gebiet.

Aufgabe der BI ist es, alles vorzubereiten. Wir haben bereits ein Konzept ausgearbeitet und uns informiert, wie man eine Genossenschaft gründet. Wir suchen Stifter und halten Kontakt zu allen Beteiligten. Wir erstellen Finanzierungspläne für Kauf, Sanierung und Betrieb. Und wir kümmern uns vor allem um die Bewerbung bei der Stadt.

http://rettet-die-martinsschule.de/

 

Bildmaterial: Hartmut Göbel – https://backoffice.om7sense.com/nextcloud/index.php/s/45zA2SD2SBQNFYG

 

 

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