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“ES WIRD KEINEN BESSEREN ZEITPUNKT GEBEN” — Alt-Landräte Eppeneder und Neumeier unterstützen Landrat Dreier bei seinen Bestrebungen, das Landratsamt zu verlagern

„Es wird keinen besseren Zeitpunkt geben“

Alt-Landräte Eppeneder und Neumeier unterstützen Landrat Dreier bei seinen Bestrebungen, das Landratsamt zu verlagern

 

Der Kreisausschuss hat sich unter Vorbehalt weiterer Prüfungen bereits einstimmig für eine Verlagerung mit Neubau des Landratsamtes ausgesprochen. Nun steht am Montag das Votum des Kreistages zu dieser Grundsatzentscheidung an. Auch die Alt-Landräte Josef Eppeneder und Josef Neumeier setzen sich für eine Verlagerung, weg vom bisherigen Standort in Landshut-Achdorf, ein.

 

„Der Zeitpunkt war nie besser: Die Zinsen sind niedrig, die Raum- und Platzproblematik im Landratsamt und bei LAKUMED bleiben auch nach dem Auszug des Kreisjugendamtes nach Altdorf akut. Es gibt keinerlei Möglichkeiten mehr, am Standort in vertretbarer Weise zu erweitern – eine Verlagerung ist die einzige Option“, macht Eppeneder deutlich, der auch im Kreistag für die Verlagerung stimmen wird.

 

Alt-Landrat Josef Neumeier kann sich noch gut an eine Verlagerung erinnern, als das Landratsamt 1978 aus der Landshuter Altstadt an den jetzigen Standort in Achdorf zog: „Die Probleme sind heute wie damals dieselben: Die Aufgaben des Landkreises werden immer umfangreicher bei gleichzeitig steigender Bevölkerung. Dies bedeutet natürlich mehr Verwaltungsaufwand und höheren Bedarf an Mitarbeitern, um den Service für unsere Bürgerinnen und Bürger weiter hoch zu halten.“

 

Für Landrat Peter Dreier ist klar, dass nur ein Neubau an anderer Stelle die hausinternen Probleme lösen kann: „Der Auszug des Jugendamtes hat gezeigt, dass dies nur eine Interims-Lösung sein kann. Neben den Mietkosten müssen wir zusätzliche Pfortenkräfte beschäftigen und auch alltägliche Prozesse wie Postlauf, Vermittlung und Fuhrparkverwaltung werden durch die Distanz deutlich erschwert. Es geht auch viel Zeit auf der Straße verloren, da die Aufgaben des Landkreises größtenteils gleich mehrere verschiedene Sachgebiete beanspruchen. Trotz aller Digitalisierung können Telefon und E-Mail das persönliche Gespräch oftmals nicht vollständig ersetzen – also pendeln unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ständig zwischen Altdorf und Achdorf hin und her. Weiteres Flickwerk würde diese Situation noch deutlich verschlimmern, vor allem zu Lasten der Bevölkerung“, erklärt Dreier. Auch Heimarbeitsplätze können seiner Aussage nach nur in geringem Umfang angeboten werden, da der regelmäßige Parteiverkehr am Landratsamt Vorrang habe.

 

Deshalb fordert der Landrat von den Kreisräten, am Montag eine klare Entscheidung zu treffen. „Es ist absehbar, dass wir bereits zum Jahresende wieder vor extremen Platzproblemen in Achdorf, aber auch am Landratsamt II in Altdorf stehen werden. Wir müssen nun die Weichen für eine weitreichende Entscheidung stellen – auch, um die positive Entwicklung der LAKUMED-Kliniken nicht zu gefährden. Denn klar ist: Stillstand bedeutet Rückschritt. Weiterentwicklung wird nur durch Erweiterung möglich sein – sowohl in der Landkreisverwaltung als auch bei LAKUMED.“