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„Es geht weiter aufwärts“

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Bildunterschrift: Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und der Vorsitzende der Geschäftsführung Dr. Sascha Zirra tauschten sich über die neuesten Arbeitsmarktzahlen der Region Landshut aus. Helmut Radlmeier im Austausch mit dem Leiter der Agentur für Arbeit

Über positive Entwicklungen und künftige Herausforderungen auf dem Landshuter Arbeitsmarkt diskutierten Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und der Leiter der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, Dr. Sascha Zirra.

Zirra stellte die neuesten Arbeitsmarktzahlen vor: Sowohl im Landkreis als auch in der Stadt Landshut seien die Arbeitslosenquoten im Vergleich zum Vormonat gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf knapp 169.000 im Agenturbezirk – 4.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. „Es geht weiter aufwärts“, waren sich Radlmeier und Zirra einig.

Fachkräfte zu bekommen werde jedoch in der Region Landshut immer schwieriger – vor allem in der Produktion und im Bereich Lager Logistik. Aber auch Fachkräfte in Sozial- und Pflegeberufen seien immer schwerer zu bekommen. Dieser Engpass zeige sich inzwischen bereits am Ausbildungsmarkt: Erfreulich sei zwar die im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent leicht gestiegene Anzahl an Bewerbern. Gleichzeitig sei auch die Nachfrage der Unternehmen nach Auszubildenden weitaus größer als im letzten Jahr. Somit blieben in der Region der Agentur Landshut-Pfarrkirchen rund 500 Lehrstellen zum Ausbildungsstart in diesen Herbst unbesetzt. Gerade Bäcker oder Fleischer, jedoch zunehmend auch Gesundheitsberufe suchten noch Auszubildende.

Schwerpunkt für das kommende Jahr sei die Integration und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und Geflüchteten, so Zirra. Außerdem wolle man gemeinsam mit Arbeitgebern an der Fachkräftegewinnung arbeiten. Der Bedarf sei auch durch anerkannte Flüchtlinge nicht zu decken, weil die Nachfrage das Angebot überwiege. Zum anderen aber auch, weil ihnen häufig die für Arbeitgeber in Deutschland wichtige formale Qualifikation fehle. Hier setze die Agentur derzeit verstärkt an. Als Beispiel nannte Zirra die Zusammenarbeit mit einem Bildungsträger in Altdorf: Begleitet von Deutschunterricht erlernen die Teilnehmer in einem Zeitraum von drei Monaten in Theorie und Praxis Grundkenntnisse in verschiedenen Tätigkeiten, wie etwa Metallbau, Küche, Maurer- oder Malerarbeiten. Dadurch finde man die Stärken jedes Einzelnen heraus, um im Anschluss gezielt Angebote auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Der Agentur für Arbeit und den Jobcentern stehen im kommenden Jahr für inländische Kunden und Zuwanderer mehr Mittel bereit. Hand in Hand mit den jeweiligen Partnern, Unternehmen und der Politik werde man noch mehr Menschen in der Region in Arbeit bringen, waren Abgeordneter Radlmeier und Agentur-Leiter Zirra überzeugt.