Home Allgemein Erfolgreicher Stadtratsantrag ist Vortragsthema in der Hochschule Landshut

Erfolgreicher Stadtratsantrag ist Vortragsthema in der Hochschule Landshut

Ein erfolgreicher Stadtratsantrag aus dem Jahre 2010 ist am kommenden Montag Grundlage für einen Vortrag in der Reihe “Landshuter Energiegespräche” am Montag, den 13. Januar 2014 um 18.30 Uhr. Er findet im Raum ZH 013 statt. Einladung_Vortrag_Schreff_web

Referent ist der durch Stadtratsbeschluss mit der Umsetzung beauftragte Inhaber des Ingenieurbüros Schreff, Dr.-Ing. Dieter Schreff.

Nach jahrelangen Anregungen bezüglich der Möglichkeit den Energiebedarf zu senken und damit die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, entschloss sich Stadtrat Rudolf Schnur im Oktober 2010, ermuntert durch den Physiker und Energie-Fachmann Max Winkler aus Simbach am Inn zu seinem Antrag Nr. 637: “Überprüfung der Wirtschaftlichkeit von elektrischen Aggregaten im Stadtbad und in der Kläranlage”.

Im Werksenat vom 24.02.2011 und 22.11.2011 wurde dann einstimmig der Einstieg in diese Verbesserungsmaßnahme beschlossen.

WS 2011 Beschluss-133      Kläranlage Beschluss-134

Dabei überzeugten auch die Skeptiker die Verbrauchszahlen beim Strom. Diese lagen damals über 6.000.000 kWh/a!

Sitzungsvorlage-152

Nachdem der erste Antrag auf Einsparungen beim Stadtbad durch energetische Maßnahmen aus dem Jahre 2009 Stadtratsantrag-Nr_0392  nicht angemessen verfolgt worden war, musste nun im zweiten Anlauf auch dieser Bereich in die Betrachtung sorgfältig einbezogen werden.

Fazit: Das Politik das Bohren dicker Bretter bedeutet hat sich wieder einmal bewahrheitet. Kurz: Erfolg braucht Ausdauer und hat viele Väter!

 

Rudolf Schnur                                                                        Landshut, 28.10.2010

 

An den Stadtrat der Stadt Landshut

Rathaus

84028 Landshut

Antrag

Der Stadtrat möge beschliessen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, welche Pumpen / elektrische Antriebe im Einflussbereich der Stadt und den Stadtwerken im Einsatz sind, welche durch hochenergieeffiziente Modelle oder Umrüstungen ersetzbar wären und welche Wirtschaftlichkeit (Einsparpotential / Fördermittel) sich daraus ergäbe.

Aufbauend auf das Ergebnis sind ggf. die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen.

Auf Grund hoher Laufzeit haben Motoren und Antriebe (z.B. Pumpen, Lüftungen, Ventilation, Klimatechnik, Druckluft, Fördertechnik) bezogen auf Ihre Lebenszykluskosten meistens nur geringe Anschaffungskosten. Der Großteil der Kosten entfällt dabei auf die Betriebskosten und dabei besonders auf die Energiekosten.

Der Austausch oder die Nachrüstung durch einen Frequenzumrichter mit bedarfsgeführter Steuerung  von elektrischen Antrieben kann daher schon bei geringer Effizienzsteigerung hohe Kostensenkungspotentiale haben und äußerst wirtschaftlich sein.

Fakten:

1. Nach Angaben des Umweltbundesamtes zufolge ließen sich in den rund 10.000 kommunalen Kläranlagen in Deutschland durch effizientere Belüftung, verbesserte Steuerung der Aggregate und den Einsatz von Motoren und Pumpen mit höchster Energieeffizienz durchschnittlich 20 % der dortigen Energieverbräuche einsparen. Dies allein entspräche der Jahresleistung eines Großkraftwerkes (Kohle oder Atom).

2. Die jährlichen Stromkosten einer Pumpe im Dauerbetrieb kann höhere Stromkosten bedingen, als der gesamte Anschaffungswert beträgt.

3. Einsparungen mit einer Amortisationszeit von weniger als 2 Jahre wurden für das Stadtbad Landshut im Februar 2010 (von Max Winkler) errechnet.

4. In Bayern erhalten z.B. Kläranlagenbetreiber bis zu 10.000 Euro Fördermittel für eine Energieanalyse durch das Umweltministerium.

SIMILAR ARTICLES