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ERFOLGREICHE SPÜRNASEN FÜR MEHR SICHERHEIT

Bildtext: Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (Dritter von rechts) begleitete die Landshuter City-Streife mit (von links) Anas Al Rifai, LWS-Betriebsleiter Daniel Fuchs, LWS-Geschäftsführer Peter Loder sen., Teamleiter Patrick Ebenhöh und Diensthundeführer Tobias Wagner.

 

 

Erfolgreiche Spürnasen für mehr Sicherheit

MdB Florian Oßner begleitet Diensthundestaffel von LWS bei Training und City-Streife

 

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) hat sich am Dienstag bei der LWS security Landshuter Wach- und Schließ GmbH über den Einsatz der Diensthundestaffel informiert. Der Abgeordnete begleitete eine Trainingseinheit zum Aufspüren von Personen und Sprengstoffen im ehemaligen B15-Park in Ergoldsbach sowie die nächtliche City-Streife in der Landshuter Altstadt.

Die LWS-Diensthundestaffel wurde 1980 gegründet und nach einer Pause vor fünf Jahren wieder aktiviert. „Einer der Hauptgründe war die Eigensicherung unserer unbewaffneten Mitarbeiter der Landshuter City-Streife“, erklärte LWS-Inhaberin Andrea Loder. „Außerdem können wir so Menschen in Gefahr noch besser schützen.“

Laut Sebastian Moosmaier, LWS-Betriebsleiter und Ausbildungsleiter der Diensthundestaffel, wirken die Hunde oft schon durch ihre Präsenz deeskalierend. „Die Diensthunde entscheiden jedoch zu keinem Zeitpunkt eigenständig, sondern werden ausschließlich durch die Diensthundeführer aktiviert.“ Neben der Arbeit als Schutzhund werden die Hunde ebenfalls zur Suche nach Personen, zum Beispiel nach einem Einbruchsalarm und für das Aufspüren von Sprengstoffen eingesetzt. „Die Landshuter Polizei greift bei Bedarf immer wieder auf unsere Teams zurück. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, sagte Moosmaier.

 

Enge Zusammenarbeit mit Polizei

Die Sprengstoffspürhunde der LWS-Diensthundestaffel sind auf alle bekannten Sprengstoffe ausgebildet. Somit erfüllen sie den Standard von nationalen sowie internationalen diensthundeführenden Behörden. In der Ausbildung kommen ausschließlich Echtstoffe zum Einsatz. Ersatzstoffe, sogenannte Socks, lehnt Moosmaier ab: „Durch die Ausbildung mit Ersatzstoffen kann definitiv nicht sichergestellt werden, dass der eingesetzte Diensthund Echtstoffe anzeigen wird“. Nach der Stoffeingabe, bei der der Hund die Gerüche der verschiedenen Sprengstoffe kennen lernt, erfolgt das Praxistraining auf Kleinstmengen von 3 Gramm bis hin zu Großmengen. „Für unsere Kunden prüfen wir zum Beispiel Ware auf Sprengstoff, bevor die Lieferung für den Weitertransport zum Flughafen München geht“, sagte Loder.

Die LWS setze für die Hundestaffel vor allem auf belgische Schäferhunde, weil sie leichter, robuster und leistungsfähiger als Deutsche Schäferhunde seien, wie Moosmaier erläuterte. Ihre Ausbildung und Pflege sei langwierig und teuer, weil die Hunde frühestens mit Vollendung des 18. Lebensmonats die Einsatzprüfung auf Basis der Polizeibehörden absolvierten. Die Tiere leben mit den Hundeführern zu Hause. „Nur so schaffen wir die enge Bindung, die für eine optimale Arbeit notwendig ist.“

Der Aufwand lohnt sich: Wie gut die Teams aus Mensch und Hund bei der LWS funktionieren, erlebte MdB Oßner bei der Übung im B15-Park. In der ehemaligen Diskothek, die von der LWS regelmäßig für Trainingseinheiten genutzt wird, spürten die Hunde Sprengstoffe auf und sie stellten versteckte Einbrecher. Angriffe auf den Diensthundeführer wurden nachgestellt, die der Diensthund nach mehrfacher Ansprache des Angreifers schließlich vereitelte. Für dieses Training, bei dem die Hunde aktiv zupacken sollen, setzten die Ausbilder einen Beißanzug zum Schutz vor Verletzungen ein. In der Nacht ging es für Oßner mit auf einen Rundgang der City-Streife in der Landshuter Altstadt.

 

City-Streife sorgt für Ordnung in Altstadt

„Die Leistungen der Hundestaffel für die Sicherheit im öffentlichen Raum verdienen höchsten Respekt und sind tief beeindruckend“, so Oßner. Die LWS-Teams seien keine schwarzen Sheriffs mit Haudrauf-Charakter, ganz im Gegenteil: Es sei absolut lobenswert, dass sie bei Wind und Wetter zu jeder Jahreszeit auch in der Landshuter Altstadt unterwegs sind. Und das nicht nur, um nächtliche Schlägereien oder Sachbeschädigungen zu verhindern, sondern auch, um Touristen den Weg zu zeigen, Schutzbedürftige zum Auto zu begleiten oder wenn nötig Erste Hilfe zu leisten und Rettungskräfte zu alarmieren.

„Die City-Streife ist deshalb seit ihrer Gründung 2010 nie politisch in Frage gestellt worden und auch in der Bevölkerung und bei der Polizei anerkannt“, so Oßner. In den vergangenen zehn Jahren sind nach LWS-Daten die Ruhestörungen in der Landshuter Innenstadt um 50 Prozent, die Vandalismus-Fälle um 75 Prozent und die Zahl der Wild-Urinierer um 80 Prozent zurückgegangen. Zivile Dienstleister wie die LWS seien eine optimale Ergänzung zu den staatlichen Sicherheitsbehörden, betonte Oßner und ergänzte: „Die Polizeibeamten werden entlastet und das so wichtige Sicherheitsbedürfnis der Menschen wird gesteigert.“

 

 Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (Mitte) begleitete die Landshuter City-Streife mit (von links) Anas Al Rifai, LWS-Betriebsleiter Daniel Fuchs, LWS-Geschäftsführer Peter Loder sen., Teamleiter Patrick Ebenhöh, Schutzhundestaffel-Ausbildungsleiter Sebastian Moosmaier und Diensthundeführer Tobias Wagner.

 

Fotos: M. Bragulla