Home Allgemein Energieeinsparung auf saubere Art

Energieeinsparung auf saubere Art

Presseinformation

04/13-07      Leipfinger-Bader KG

 

Energieeinsparung auf saubere Art

Neue Anlage: Leipfinger-Bader kombiniert Wärmerückgewinnung mit Abluftreinigung

Mit hohen Investitionen in Energie- und Umwelttechnik beschreitet der mittelständische Ziegelhersteller Leipfinger-Bader (Vatersdorf) neue Wege bei der Wärmerückgewinnung. Auf die vormals installierte Zweiturmanlage folgen jetzt eine Dreiturm-Abluftreinigungsanlage und ein zusätzlicher Wärme­tauscher. Dieser gewährleistet, dass einerseits freiwerdende Wärmeenergie in Höhe von etwa 1.200 Kilowatt pro Stunde nutzbar gemacht und andererseits die CO-Emissionen um 2.500 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. In der deutschen Ziegelindustrie stellt diese Koppelung aus Energienutzung und Abluftreinigung ein Novum dar. Deshalb erfolgte die Inbetrieb­nahme am 29. Mai durch den Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber. „Ziel der bayerischen Umweltpolitik ist es, ökologisches Handeln und wirtschaftliche Prosperität in Einklang zu bringen. Investitionen in innovative Produktions­anlagen sind eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende“, betonte Huber. „Wir freuen uns, dass unsere durchdachten Maßnahmen zur Energieeffizienz positiven politischen Anklang finden“, erklärte Thomas Bader, Inhaber der Ziegelwerke Leipfinger-Bader.

Innovative Ideen und deren ständige Weiterentwicklung tragen dazu bei, die ambitionierten Klimaschutzziele in Deutschland realisierbar zu machen. Das niederbayerische Familienunternehmen Leipfinger-Bader (Vatersdorf) hat diesen Zusammenhang verinnerlicht und jetzt eine Kombination aus Wärmerückgewinnung und Abluftreinigungsanlage vorgestellt.

 

Individuelle Energie- und Umwelttechnik

 

Die neue Energie- und Umwelttechnik bei Leipfinger-Bader ist individuell an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst. Während die Abluftreinigung auch zukünftigen Ansprüchen an den Umweltschutz entspricht, liegt die Einzigartigkeit der Anlage in der effektiven Nutzung der Wärmeenergie. Die Wirkungsweise der regenerativen thermischen Oxidationsanlage (RTO) beruht auf dem bewährten Prinzip „Erhitzen und Abkühlen“. Das System besteht aus drei Wärmetauscherblöcken, die übereinander zu einer Einheit kombiniert sind. Durch zyklisches Umschalten werden diese abwechselnd von Roh- beziehungsweise Reingas durchströmt. Die Reinigung des Rohgases erfolgt durch einen Verbrennungsprozess, nachdem die Abluft zuvor erhitzt worden ist. Nach seiner Abkühlung verlässt ausschließlich sauberes Reingas die Anlage. Während des Vorgangs in den ersten beiden Kammern wird der dritte Teil der Abluftreinigungsanlage gespült, um eine gleichbleibend hohe Effizienz zu gewährleisten.

 

Effektive Nutzung von Wärmeenergie

 

Die eigentliche Innovation des Systems besteht in der besonderen Kombination aus Wärmerückgewinnung und Abluftreinigungsanlage. Dank eines zusätzlichen Wärmetauschers kann die Prozesswärme, die durch den Reinigungsvorgang frei wird, nutzbar gemacht werden. Dabei strömt das Reingas durch den Tauscherblock und gibt seine Wärmeenergie an die kalte Frischluft ab, welche durch die Rohre des Wärmetauschers fließt. Diese erzeugte Wärmeenergie wird in der Produktion zum Trocknen der Mauerziegel verwendet. Auf diese Weise gewährleistet die neue Anlage einen doppelten Energiegewinn: Sie benötigt keine fossilen Brennstoffe mehr für den eigenen Betrieb und gibt gleichzeitig Prozesswärme ab, die für den Trocknungsvorgang genutzt werden kann. Leipfinger-Bader rechnet dadurch, alleine am Durchlauftrockner über 90 Prozent Heizöl einsparen zu können. Die Gesamtersparnis an fossilen Brennstoffen entspricht rund 35 Prozent des bisherigen Bedarfs. „Mit der neuen Energie- und Umwelttechnik sind wir bestens für die Zukunft gerüstet und gewinnen gleichzeitig Energie, die sonst ungenutzt bleiben würde. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 90 Prozent kalkulieren wir damit etwa 1.200 Kilowatt Energie pro Stunde zu erhalten“, erklärte Thomas Bader. Das Unternehmen erwartet zudem, die CO₂-Emissionen um 2.500 Tonnen pro Jahr reduzieren zu können.

 

Leipfinger-Bader folgt mit diesem Schritt konsequent seiner eigenen Tradition. Bereits 1994 wurden an den Standorten Vatersdorf und Puttenhausen Abluftreinigungsanlagen installiert, die Pilotprojekte waren. Für diese und weitere ökologische Innovationen wurde das Unternehmen seinerzeit mit der „Umweltmedaille des Freistaates Bayern“ ausgezeichnet. Die neuartige Kombination aus Wärmerückgewinnung und Abluftreinigung gilt nun ebenso als Novum in der deutschen Ziegelindustrie.

ca. 4.600 Zeichen

 

Überblick: Energieeffizienz bei Leipfinger-Bader

–       1.200 Kilowatt Wärmeenergiegewinn pro Stunde (bei einem Wirkungsgrad von 90 Prozent)

–       Über 90 Prozent Heizöl-Einsparung am Durchlauftrockner

–       2.500 Tonnen CO₂-Einsparung pro Jahr
(durch die Einsparung an fossilen Brennstoffen)

–       Gesamtersparnis an fossilen Brennstoffen: rund 35 Prozent

 

 

 

 

 

Hinweis: Dieser Text inklusive Bilder kann auch online abgerufen werden unter www.leipfinger-bader.de (Rubrik Presse) oder www.dako-pr.de (Rubrik Service).

 

Bildunterschriften

[13-07 Inbetriebnahme]

Feierliche Eröffnung: Dr. Marcel Huber (Mitte), bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, nimmt gemeinsam mit Familie Bader – Inhaber der Ziegelwerke Leipfinger-Bader –  die neue Anlage in Vatersdorf in Betrieb.

Foto: Leipfinger-Bader.

 

[13-07 Externer Wärmetauscher]

Der kombinierte Wärmetauscher sorgt für höchste Energieeffizienz: Durch die Nutzung der gewonnenen Wärmeenergie am Durchlauftrockner spart Leipfinger-Bader dort über 90 Prozent Heizöl ein. Der Gesamtbedarf an fossilen Brennstoffen verringert sich dabei um rund 35 Prozent.

Foto: Leipfinger-Bader.

Rückfragen beantwortet gern

 

Ziegelwerke Leipfinger-Bader  dako pr corporate communications

Thomas Bader  Sabrina Bonberg

Tel.: 0 87 62 – 73 30  Tel.: 02 14 – 20 69 1-0

Fax: 0 87 62 – 73 31 10  Fax: 02 14 – 20 69 1-50

Mail: info@leipfinger-bader.de   Mail: s.bonberg@dako-pr.de