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Energiebedarf der EU lässt sich um 2/3 senken!

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Betreff: BMU Pressedienst Nr. 151/12 — Klima/Studie

Studie: Energiebedarf der EU lässt sich um zwei Drittel senken
Reiche: Potenzial für Energieeffizienz größer als erwartet

Mit Energieeffizienz-Maßnahmen kann der Energiebedarf der Europäischen Union
bis zum Jahr 2050 um zwei Drittel gesenkt werden. Das ist das Ergebnis einer
Studie des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
(Fraunhofer ISI) im Auftrag des Bundesumweltministeriums, die heute in
Berlin vorgestellt wurde. „Die Steigerung der Energieeffizienz bietet
enormes Potenzial. Unser Energiebedarf kann hierdurch deutlich gesenkt
werden. Gleichzeitig tragen sich rund 90 Prozent aller Einsparmaßnahmen von
selbst. Durch Energieeffizienz können die Energiekosten deutlich gesenkt und
sogar Einspargewinne erzielt werden,“ sagte die Parlamentarische
Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche.

Damit würde Energieeffizienz entscheidend dazu beitragen, die
Treibhausgas-Emissionen in der Europäischen Union wie geplant bis zum Jahr
2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Würden alle in der Studie beschriebenen
Maßnahmen umgesetzt, ließen sich darüber hinaus jährlich steigende
Milliardenbeträge einsparen; im Jahr 2050 betrüge die Einsparung bereits
rund 500 Milliarden Euro im Jahr, so die Forscher.

Fraunhofer ISI errechnet alleine für die Privathaushalte mögliche
Kosteneinsparungen von 125 Milliarden Euro jährlich, vor allem im Gebäude-
und Heizungsbereich. In der Industrie können bis zum Jahr 2050 die
Energierechnungen um 100 Milliarden Euro jährlich geringer ausfallen, vor
allem durch den Einsatz effizienter Querschnittstechnologien wie etwa
Technologien zur Dampf- und Heißwasserbereitstellung oder bei effizienten
Motoranwendungen. Im Transportsektor können vor allem technologische
Verbesserungen im Straßenverkehr zur Halbierung der Energie-Nachfrage
führen. Durch geringeren Kraftstoffverbrauch könnten rund 200 Milliarden
Euro pro Jahr gespart werden.

Die Broschüre zur Studie kann unter www.bmu.de/49202 heruntergeladen werden.

Die Studie selbst ist elektronisch abrufbar unter: www.isi.fraunhofer.de/isi-en/e/projekte/bmu_eu-energy-roadmap_315192_ei.php.

Unter www.isi.fraunhofer.de/isi-en/x/projekte/314587_bmu-langfristszenarien.php ist zudem eine aktuelle Studie verfügbar, die zeigt, dass langfristig gesteigerte Energieeffizienz gekoppelt mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien ausreicht, um die notwendigen CO2-Einsparungen im Strombereich zu erbringen.

 

World Energy Outlook 2012 der IEA: Energieeffizienz im Mittelpunkt

Datum: 13.11.2012

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurde heute der “World
Energy Outlook 2012” der Internationalen Energieagentur (IEA) durch deren
Chefökonom, Dr. Fatih Birol, vorgestellt. Der Weltenergieausblick zeigt die
energiewirtschaftlichen Trends
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiedaten/energieprognosen.html> bis zum
Jahr 2035 auf. Demnach wird der weltweite Energieverbrauch weiter deutlich
ansteigen, wenn sich die internationale Staatengemeinschaft nicht auf drastische
Maßnahmen insbesondere zur Energieeffizienz
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/energieffizienz-und-einsparung.html>
verständigt.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Stefan
Kapferer: “Der Weltenergieausblick erweitert die oft nur national geführte
energiepolitische Diskussion. Der Blick über den Tellerrand ist außerordentlich
wichtig, um die energie- und klimapolitischen Herausforderungen richtig
einschätzen zu können. Ich begrüße, dass der Weltenergieausblick dabei den
Stellenwert von Energieeinsparung und Energieeffizienz für die Lösung der
langfristigen Energie- und Klimaprobleme hervorhebt. Wir sehen darin eine
Bestätigung für die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/energiewende.html>.”

Nach Einschätzung der IEA werden im Rahmen der bereits geplanten politischen
Maßnahmen zwei Drittel des globalen Energieeffizienzpotenzials nicht
ausgeschöpft. Durch die Realisierung dieser Effizienzpotenziale könnte die
internationale Staatengemeinschaft
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiepolitik/internationale-energiepolitik.html>
jedoch fünf Jahre mehr Zeit gewinnen, um den Umfang der vertretbaren
CO2-Emissionen so zu begrenzen, dass das 2°C-Ziel erreichbar bleibt.

Weiterer Schwerpunkt des Weltenergieausblicks ist die Rolle des Iraks für die
globale Ölversorgung. Die IEA geht davon aus, dass der Irak bis zum Jahr 2035 der
zweitgrößte Ölexporteur der Welt werden könnte.

Thema der Veranstaltung waren zudem die zunehmenden Interdependenzen auf dem
Energiemarkt. So weist die IEA darauf hin, dass durch verstärkte Nutzung der
Fracking-Technologie in den USA zunehmend US-Steinkohle nach Europa exportiert
werde und dort das teurere, aber auch klimafreundlichere Erdgas verdränge. An der
gemeinsamen Veranstaltung von BMWi und BDI nahmen 300 Gäste aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik teil.

Der World Energy Outlook 2012 kann hier <http://www.worldenergyoutlook.org>
eingesehen werden.

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