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Endlagersuche – wer trägt die Kosten?

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Pressemitteilung  15.08.13

Wer zahlt die Endlagersuche?
BI pocht auf öffentlich-rechtlichen Fonds

Die Branche jammert: Allen voran der Energieriese RWE. Von den rund 2
Milliarden Euro, die eine vergleichende Endlagersuche voraussichtlich
kosten wird, nachdem in Gorleben bereits 1,6 Milliarden – im wahrsten
Sinne des Wortes – “verbaut” wurden, kommen auf den Konzern 1,1
Milliarden Euro zu.
“Dass eine vergleichende Endlagersuche internationalem Standard
entspricht, hat sich bei den Atomstromprofiteuren und
Abfallverursachern offensichtlich nicht herum gesprochen”, kontert die
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Laut
Spiegel-Online prüft die Konzernzentrale eine Klage gegen das
Standortauswahlgesetz (StandAG).

“Unterschlagen wird, dass die vier Energiekonzerne Vattenfall, Eon,
EnBW und RWE rund 30 Milliarden Euro für die Atommüllentsorgung
rückgestellt haben, und zwar steuerfrei”, erinnert BI-Sprecher Wolfgang
Ehmke. Es sei überfällig, dass dieses Geld in einen
öffentlich-rechtlichen Fonds überführt wird, um zu verhindern, dass
sich die Atommüllverursacher aus der finanziellen Verantwortung ziehen.
Die Ankündigung, dass RWE die steuerfreien Rückstellungen jetzt um 400
Mio. Euro aufstocken will, sei ein geschickter Schachzug, der zeigt,
dass es dem Konzern nicht um Verantwortung, sondern allein um Geld gehe.

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06