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Eine Kommune in Aufbruchsstimmung

Ruth Müller, MdL trifft Weihmichls Bürgermeister Hans-Peter Deifel zum Informationsgespräch

Die Gemeinde Weihmichl hat sich viel vorgenommen. Das wird beim Antrittsbesuch der Pfeffenhausener Landtagsabgeordneten Ruth Müller bei Bürgermeister Hans-Peter Deifel schnell klar. Nicht nur hatte der ehemals dritte Bürgermeister der Kommune aufgrund der Corona-Pandemie, wie viele seine Kolleginnen und Kollegen, einen eher ungewöhnlichen Start ins Amt. Auch sonst steht viel an in der Kommune. Die aktuelle laufende Sanierung zweier Brücken und eines Fahrbahnabschnitts zwischen Unterneuhausen und Weihmichl laufe planmäßig, so Deifel. Einzig der Umleitungsverkehr, der sich teilweise „Schleichwege“ durch die Siedlung suche, dabei jedoch oft die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachte, generiere hier Probleme. In Sachen Ortsumgehung der Bundesstraße B299, für deren Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Straßenverkehrswegeplans die Gemeinde, die Bürger*innen, sowie die Politik über 40 Jahre lang gekämpft hatten, wie Ruth Müller betont, geht ebenfalls vieles voran. „Wir werden den Erörterungstermin für den ersten Bauabschnitt voraussichtlich noch in diesem Jahr durchführen können“ gibt sich Hans-Peter Deifel zuversichtlich. Der Zeitpunkt der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts solle dabei zeitlich mit der fertigen Planung für den zweiten Abschnitt überlappen, damit nahtlos weitergebaut werden könne und die Bevölkerung endlich vom Schwerlastverkehr entlastet werden kann. „Die Zustimmung der Bevölkerung zur Ortsumgehung um Weihmichl, Arth und Unterneuhausen ist daran erkennbar, dass sie eines der wenigen solchen Projekte ist, bei dem sich nur eine einzige – und zwar unterstützende – Bürgerinitiative formiert hat“, betont Ruth Müller die Bedeutung der nun endlich anlaufenden Maßnahmen in Sachen Ortsumgehung.

 

Doch auch sonst ist viel in Bewegung. Mit der kürzlich erfolgten Eröffnung eines Discountmarktes habe sich die Kommune ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, da der nächste Discounter erst wieder entweder in Pfeffenhausen oder Altdorf zu finden sei, so Hans-Peter Deifel. Auch der Dorfmarkt, ein eigenes Projekt der Gemeinde, laufe sehr gut und habe vor allem große Bedeutung als sozialer Treffpunkt bei Kaffee und Kuchen. Eine neue Kneippanlage mit einem flachen Bachzugang und extra Kneippbecken entlang des Radweges bestehe seit Kurzem, konnte aber aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht offiziell eingeweiht werden. Ein weiteres großes Projekt, um die Kinderbetreuung zu optimieren sei der Bau einer neuen Kindertagesstätte in Unterneuhausen. Um die Betreuung der Kinder schon möglichst zeitnah sicherzustellen, lässt die Gemeinde als Interimslösung demnächst Container auf dem Sportplatzgelände in Unterneuhausen aufstellen. Bei diesem Projekt würde sich Hans-Peter Deifel lediglich mehr Planungssicherheit von der Staatsregierung wünschen, da viel Unklarheit darüber herrsche, zu welchem Zeitpunkt der Antragsstellung welche Förderung in welcher Höhe zu erhalten sei.

 

Ein Projekt für dessen weitere Umsetzung der Bürgermeister auf jeden Fall noch in der Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause grünes Licht für eine schnell umzusetzende Kleinkuppel erteilen will, ist die Sternwarte, die als europäisches LEADER-Projekt gefördert wird und mit großem Engagement seitens des Maristen-Gymnasiums und der Sternenfreunde Furth e.V. getragen wird. „Das Thema Astronomie stößt auf reges Interesse, nicht nur in der ansässigen Bevölkerung. Es werden immer wieder Vorträge organisiert, für die die Leute teilweise bis von München zu uns nach Niederbayern kommen“ lobt Ruth Müller das außergewöhnliche Projekt in Hans-Peter Deifels Gemeinde.