Home Allgemein EINE GEMEINDE DARF AUCH MAL NEIN ZU ALDI UND CO. SAGEN

EINE GEMEINDE DARF AUCH MAL NEIN ZU ALDI UND CO. SAGEN

Florian Oßner

Mitglied des Bundestages:

Immer mehr inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte müssen aufgeben, weil die Konkurrenz der Ketten und Filialisten zu groß wird – das ist nicht nur eine Herausforderung für die Innenstädte, sondern vor allem für die kleineren Gemeinden. Was Bürgermeister und Gemeinderäte tun können, um die Nahversorgung und die heimische Wirtschaft gleichzeitig zustärken, hat der Vorstand der CSU im Landkreis Landshut mit Niederaichbachs Bürgermeister Josef Klaus diskutiert. „Die Menschen vor Ort haben es selbst in der Hand“, sagte Klaus. „Wenn unsere Einwohner in unseren Geschäften einkaufen, dann halten sich die Läden auch.“ Außerdem könne eine Gemeindedie Entwicklung durchaus steuern. „Der Gemeinderat muss nicht jede Anfrage von Aldi und Co. mit der passenden Bauleitplanung unterstützen, sondern darf auch mal Nein sagen.“

In Niederaichbach wird derzeit der Edeka auf insgesamt rund 1000 Quadratmeter erweitert. Er ist auch für ältere Menschen gut erreichbar, weil er zentral liegt und soll laut Klaus durch die Vergrößerung langfristig im Ort gehalten werden, weil in der Nachbarschaft in Wörth gerade ein neuer Edeka-Markt gebaut wird. Seit Sommer ergänzt eine Apotheke im Ortskern das Gesundheitsangebot mit einer Allgemein- und einer Zahnarztpraxis. Daneben gibt es in der Geschäftsstraße der Gemeinde noch einen Bäcker, Metzger, eine Bank und einen Schreibwarenladen mit Postagentur. „Alle Unternehmer leben nur miteinander gut, weil nur das Gesamtangebot die Menschen anzieht“, stellte Klaus fest. „Das ist der richtige Ansatz für eine florierende und belebte Ortsmitte“, bekräftigte Bundestagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Florian Oßner.

Der Bund investiert heuer laut Oßner rund 700 Millionen Euro in die Städtebauförderung. Das Geld fließt in Städte und Gemeinden aller Größenordnungen: In Metropolen genauso wie in kleine Gemeinden im ländlichen Raum. Die Förderung des Bundes löst hohe städtebauliche Gesamtinvestitionen aus, allein im aktuellen Förderjahr 2015 rund zehn Milliarden Euro.

Pressemitteilung

„Eine Gemeinde darf auch mal Nein zu Aldi und Co. sagen“

CSU-Kreisvorstandschaft berät über öffentliche Nahversorgung Folgeinvestitionen von Land, Kommunen und privaten Unternehmen. Sie ist damit ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für dieRegionen. Von den Aufträgen profitieren vor allem das lokale Handwerk und Gewerbe. „In dieser Legislaturperiode investiert der Bund so viel wie noch nie in die Städtebauförderung“, erläuterte Oßner. „So profitieren auch die Geschäfte vor Ort inNiederaichbach von der insgesamt besseren Kundenfrequenz“, waren sich die CSU-Vorstandsmitglieder einig.

Bildtext:

Vor dem Erweiterungsbau des Edeka-Markts sprachen Niederaichbachs Bürgermeister Josef Klaus (Mitte) und der CSUKreisvorstand um Vorsitzenden und MdB Florian Oßner (Sechster von rechts) über die richtigen Impulse für funktionierende Nahversorgungskonzepte in Gemeinden.

-hjl-

 

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