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Ein Windkraftrad im Stadtosten?

Diese Frage wurde heute Abend im Saal des Hotels Schönbrunn behandelt. Auf Einladung der CSU-Stadtratsfraktion war der Leiter der Stadtwerke Landshut, Herr Armin Bardelle mit einem Mitarbeiter, der Pressebeauftragten Susanne Franck  und Herrn Harald Zwander vom Büro PGA gekommen um Herrn Zwander mittels Power-Point-Vortrag die bisherigen Vorarbeiten darstellen zu lassen. Die Fraktionsvorsitzende, Frau Dr. Anna-Maria Moratscheck, begrüßte die Bürger und stellte klar, dass es bei der Veranstaltung um eine frühest mögliche Information der Bürger handelt. Entscheidung sei also noch keine gefallen. Es gehe darum, die Fragen und Anregungen der Bürgerschaft mit in die Beratungen im Stadtrat einzubeziehen. Sie bedankte sich bei den beiden Organisatoren der Veranstaltung, den Stadträten Dr. Thomas Küffner und Rudolf Schnur. Letzterer hatte auch den Arbeitskreis Umwelt und die Stadtteilgruppe Ost einbezogen.
Die CSU-Fraktion hatte in den vergangenen Jahren (auch vor der Abschaltung von Isar 1) bereits mehrfach die unvoreingenommene Prüfung der Nutzung von Windkraft in Landshut beantragt.

Bei der anschliessenden Diskussion beantworteten sowohl der Werkleiter, als der von der Stadt beauftragte Energie-Koordinator die Fragen der überaus zahlreich erschienen Bürger. Der Saal war so überfüllt, dass die Besucher teilweise in den Nebenraum ausweichen mussten und durch die Türöffnung zuhörten. Dies gelang nicht immer, da eine Lautsprecheranlage fehlte. Überdies waren alle im Erdgeschoss verfügbaren Stühle heran geschafft worden.
Ernüchternd nahmen die interessierten Bürger  den Deckungsgrad der angedachten Windkraftanlage am Energiebedarf der Stadt zur Kenntnis der bei nur 1,5 % liegen würde. Dem steht ein Aufwand von mindestens 5,5 Mio. Euro gegenüber. Die Rentabilität ergibt sich laut Herrn Zwander durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), nachdem die Einspeisevergütung auf 20 Jahre garantiert sei.

Die städtebauliche Wirkung scheint das geringste Problem für die Bürger zu sein. Vor allem die Wirtschaftlichkeit bei unberechenbarem Windaufkommen und unsicherem Strompreis in der Zukunft war für die Bürger ein Thema. Auch Fragen nach der Haftung für eine mögliche Unwirtschaftlichkeit und nach einer Bürgerbeteiligung wurden geäußert.

Die CSU ist nun in der Pflicht, die Anregungen und Skepsis in die Beratungen im Stadtrat einzubringen.

 

 

 

 

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