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Ein Toter beim CASTOR-Transport

CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK):

Trittin wirkt wie “Frankenstein im Kinderzimmer” http://www.castor.de/presse/sonst/2005/cdak0507.html

Unter den Augen von Ex-STALIN-BART-TRÄGER JÜRGEN TRITTIN  und der Regierung Schröder/Fischer gab es für BÜNDNIS 90/DIE LÜGEN nur „gute Castor-Transporte“ und 2004 beim Castor-Transport nach Gorleben einen Toten:

War das Mord ??
Geht die Atomindustrie mittlerweile über Leichen?

Der Castor-Zug überrollte in Frankreich einen 21-jährigen Demonstranten und verletzte ihn tödlich. Wir trauern um einen jungen Menschen, der sein Leben eingesetzt hat für unser aller körperliche Unversehrtheit und für die Zukunft unserer Kinder. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Aber wir stellen auch Fragen: In der sicherheitspolitischen Diskussion haben uns Atomindustrie und Staat immer erzählt, die Castortransporte seien absolut sicher. Niemand könne sich einem Castorzug unbemerkt nähern, um z.B. einen Sprengsatz zu legen. Die Sprengung von nur einem Castorbehälter würde die 40-fache Menge der Radioaktivität der Hiroshima-Bombe freisetzen und große Landstriche unbewohnbar machen. Diese Möglichkeit wäre jedoch hunderprozentig durch die Überwachung der Strecke ausgeschlossen. Wenn dies jedoch richtig ist – dann hat der Atomzug bewußt und vorsätzlich einen Demonstranten überfahren, der sich nicht mehr schnell genug in Sicherheit bringen konnte. Das ist Mord!!

Diese Schlußfolgerung ist nur dann nicht richtig, wenn die Sicherheitsorgane behaupten, sie hätten die Gleisbesetzer mit ihrem Gerät und ihren Ketten, um sich an die Schienen anzuschließen, nicht bemerkt.

Und genau das behaupten die Sicherheitsorgane in der Tat: Die Demonstranten hätten die Dummheit besessen, ihr Gerät und ihre Ketten unter dem Gleisschotter zu verstecken. Aber würde nicht auch eine Bombe unter Schotter versteckt sein??? Wie man es auch dreht und wendet – entweder wußten die Sicherheitsorgane von den an die Gleise geketteten Demonstranten. Dann war es Mord! Oder die Sicherheitsorgane wußten nichts von den Gleisbesetzern – dann war es der sicherheitspolitische Offenbarungseid und die Atomtransporte müßten sofort gestoppt werden.

Prof. Dr. Rolf Bertram,
Dr.Axel Bust-Bartels
(wissenschaftliche Beiräte von Attac Deutschland)
Quelle:
http://www.castor.de/material/gorlebenrundschau/2004/quartal4/ausg10_11.html#Mord