Home Allgemein Ein Lehrstück für Politikverdrossenheit!

Ein Lehrstück für Politikverdrossenheit!

Während die vier Auloher Stadträte im Namen der Anwohner nachvollziehbare Argumente gegen den Neubau anführten, insbesondere
– Schulwegsicherheit
– Vertrauensschutz für die Bestandsbebauung in der Umgebung
– Fügt sich optisch nicht in Alt-Auloh ein – störendes Gegenstück zur Kirche
– zu nahe an der Straße
– Neubauten in dieser Dimension am Rande von Auloh in Neubaugebieten sinnvoller
– Die Eigentümer innerhalb des bestehenden Bebauungsplanes um die VR-Bank herum haben Vertrauensschutz, sah OB Hans Rampf, der den Nachprüfungsantrag zu dem Beschluss des Bausenates gestellt hat, den Vertrauensschutz auf Seiten des Bauwerbers aus Erding.

Stadtrat Schnur erwiderte ihm, dass dies erst dann der Fall wäre, wenn Baurecht erteilt ist. Vertrauensschutz bestünde vielmehr bei der Bestandsbebauung, da deren Rechtsposition “wohlerworben” ist. Er bezeichnete es als rechtsstaatlich höchst bedenklich, wenn die Stadt eine nachträgliche Verschlechterung in einem bestehenden Wohngebiet durch Änderung des Bebauungsplanes festlegt.

Die Verwaltung verwies mehrfach darauf, dass die Bürger seit 2012 informiert wurden und erst nach Ablauf aller Fristen gegen das Bauvorhaben argumentiert haben.
Dem widersprach Stadtrat Schnur und führte als Beweis an, dass vor geraumer Zeit sogar eine kleine Umplanung durch den Investor aufgrund der Bürgervorbringungen durchgeführt wurde und diese dem Bausenat vorgelegt wurde.
Die Stadträte Graf und Schnur hatten von Anfang an – in Vertretung der Bürger – im Stadtrat gegen das Vorhaben votiert.
Derzeit ist kein Autoher bekannt, der diesem Bau zustimmen würde. 31 Unterschriften liegen aktuelle dagegen der Verwaltung und dem OB vor. Viele Bürger meinen, dass dies ein Lehrstück sei um die Politikverdrossenheit zu heben und die Wahlbeteiligung zu senken, nach dem Motto “Was interessiert uns schon die Meinung der Betroffenen!”.
Andere sprechen von einem Abschiedsgeschenk des scheidenden OB an den Ortsteil. Eine Anwohnerin: “Ich werde jedesmal an ihn denken, wenn ich aus dem Fenster auf das neue Gebäude blicke.” und eine andere “Der Zorn der Auloher ist ihm gewiss”.

Stimmen von Stadträten, die für die Pläne des Investors stimmten:

Stadträtin Anke Humpeneder-Graf (CSU):
Erklärte sich überzeugt, dass sich der Neubau „…sehr positiv auswirkt…“, „…ein kleines Ortszentrum bildet…“ und „…letztlich ein Gewinn für den Ortsteil…“

Hans-Peter Summer (LM):
„Nun schon vier Jahre geplant…“, „…für Auloh als Einfahrt…ich weiß jetzt bin ich in Auloh angekommen…“ Letztlich plädierte er dafür die „…Bauwilligen nicht im Regen stehen zu lassen.“

Norbert Hofmann, FDP, warnte davon “…vor der eigenen Haustüre eine Nachverdichtung abzulehnen…” und stimmte für den Bau.

Margit Napf (zur Zeit parteilos), Vorsitzende des Wallfahrtsfrauenvereins,  ebenfalls für den monströsen Bau gegenüber der katholischen Kirche!

Für die Interessen der betroffenen Bürger stimmten:

Christine Ackermann, Ludwig Graf, Helmut Radlmeier, Rudolf Schnur, Bernd Friedrich, Jutta Widmann, Erwin Schneck, Robert Mader, Klaus Pauli, Dr. Thomas Haslinger, Stefan Gruber

Insgesamt waren 23 Stadträte für die Änderung des Bebauungsplans zu Lasten der Anwohner und 17 dagegen.

Bauvorhaben Neißestr. VR-Bank


 

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