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Ein kräftiges Prost dem Dultsenat!

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Ui – da sage noch einer, der Landshuter Stadtrat fälle keine wirklich wichtigen Entscheidungen. Da lächele noch einer über die teilweise doch etwas chaotischen Zustände in der Bürgervertretung (Wird leider oft vergessen, für wen die 44 Volksvertreter ja eigentlich gewählt wurden.)Getreu dem Motto “Bäumchen-wechsel-Dich” vergaßen einige ihre Herkunft und wandten sich anderen “Partnern” zu oder gründeten gleich eine ganz neue “Gemeinschaft”.

Aber: Sie können entscheiden – und dies ganz im Sinne derer, für die sie da sein sollten. Zumindest der Dultsenat und seine zehn Mitglieder kann dies, und stellte es in seiner jüngsten Sitzung kräftig, entscheidungsfreudig, konsequent unter Beweis. Ein Blick in den (Termin)Kalender des nächsten Jahres reichte. War also ganz einfach. Also, die Frühjahresdult beginnt zwei Tage früher! Sie wird nicht zwei Tage früher wieder beendet! Nein! Sie dauert zwei Tage länger! Wenn das Grund für einen kräftigen Schluck aus dem Maßkrug ist. Der Grund ist ausgerechnet der “Tag der Arbeit”, der 1. Mai. Dieser fällt 2014 auf den Donnerstag – demnach vor dem Freitag, an dem eigentlich die Dult beginnen sollte. Damit aber jeder sich dem Vergnügen auch am Feiertag hingeben möge, sticht der OB nun das erste Fass flugs an dem Mittwoch, 30. April, an.

Alles ohne größere Diskussion und: Einstimmig! So viel Eintracht war selten.

Und einmal so richtig in Entscheidungslaune, folgte gleich der nächste Clou: Auch der Christkindlmarkt wird verlängert! Zwar “nur” um einen Tag, aber immerhin. Erneut: Einstimmig! Also Glühwein schon am Donnerstag. Der Grund diesmal: Der OB konnte halt freitags nicht immer den beliebten Markt in der Freyung eröffnen. Am Donnerstag geht’s scheinbar, immer. Nun ist er aber in der Pflicht, anzutreten, immer, den ersten Gühweinkessel zu erhitzen. Hoffentlich können auch die anderen Freibier- und Glühwein-Gesichter dann auch donnerstags.

Das Ganze fand immerhin unter Vorsitz des OBs statt. Wer erhebt schon seine Stimme oder Hand, wenn der so Berücksichtige und auf seinen Terminkalender Achtende persönlich anwesend ist?

Nicht überliefert ist, ob eine oder gar beide Landshuter Brauereien dem Gremium bei seiner Sitzung reichlich Freibier kredenzte oder in der Ecke ein Kochtopf mit Glühwein stand.

Egal – im Sinne der beiden richtungsweisenden Entscheidungen: Ein kräftiges Prost! Passt ja in beiden Fällen!

Rüdiger Abel