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EIN AMT FÜR ALLE LEBENSLAGEN — SPD-Landtagsabgeordnete informierten sich beim Zentrum Bayern Familie und Soziales

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Ein Amt für alle Lebenslagen

SPD-Landtagsabgeordnete informierten sich beim Zentrum Bayern Familie und Soziales

 

„Das alte „Versorgungsamt“ hat nicht nur einen neuen Namen, sondern auch neue Aufgaben bekommen“, stellten die SPD-Abgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer und Ruth Müller bei ihrem Besuch im „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ (ZBFS) in Landshut fest. Dr. Thomas Keyßner, der Leiter der niederbayerischen Regionalstelle führte die beiden Landtagsabgeordneten durch das Haus, um ihnen einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben des Hauses zu vermitteln. „Wir kennen jedes niederbayerische Kind“, stellte Keyßner scherzhaft fest. Denn am ZBFS werden die Anträge der Familien für Elterngeld, für die Elternzeit, für das Landeserziehungsgeld und das Betreuungsgeld bearbeitet. Hier machte Keyßner allerdings darauf aufmerksam, dass die Einführung des „Elterngeld Plus“ – das zwar eine gute Sache sei, um Familienarbeit gleichmäßig auf Mütter und Väter zu verteilen – zu deutlich mehr Arbeitsbelastung geführt habe. Das Personal sei leider nicht aufgestockt worden. Denn auch das ZBFS habe den Auftrag des 30prozentigen Personalabbaus im Öffentlichen Dienst zu erfüllen, was 2005 von der Staatsregierung beschlossen wurde.

 

190 Beschäftigte sind bei der Regionalstelle Niederbayern des ZBFS tätig, um die Menschen zu beraten und zu betreuen, die Blindengeld beantragen, noch unter die Kriegsopferversorgung fallen oder die eine Behinderung feststellen lassen müssen. „Von den 1,2 Millionen Einwohnern in Niederbayern sind in etwa 115.000 Menschen schwerbehindert“, fasste Dr. Keyßner die Aufgaben in Zahlen. Im Rahmen der Umsetzung der Inklusion sei es auch eine wichtige Aufgabe, die Integration von Schwerbehinderten ins Berufsleben zu organisieren und zu begleiten. Hier führte Dr. Thomas Keyßner einige positive Beispiele von Unternehmen und Behörden an, die mittlerweile erkannt haben, dass eine Behinderung kein Grund ist, sich nicht aktiv in das Erwerbsleben einzubringen.

 

Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten sind auch jeweils die stellvertretenden Vorsitzenden des Maßregelvollzugsbeirats. Johanna Werner-Muggendorfer ist für das Bezirkskrankenhaus (BKH) Deggendorf zuständig, während Ruth Müller für die forensische Unterbringung im BKH Straubing die Ansprechpartnerin ist. Hier wolle man sich stärker mit den anderen Beiräten der Maßregelvollzugseinrichtungen vernetzen, damit die Angehörigen der Patienten ihre Sorgen und Nöte einbringen können, aber auch das Personal bei seiner schwierigen Arbeit Unterstützung erfährt.

 

Bild: v.l. MdL Ruth Müller, Dr. Thomas Keyßner, MdL Johanna Werner-Muggendorfer