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Eike Hallitzky und sein leeres Wortgeklingel

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PNP über Neuwahl und Halitzky dazu

 

Leserbrief:

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Die, im Artikel der PNP zitierte, Aussage des Landtagsabgeordneten der Grünen Eike Hallitzky, dass der CSU-Arbeitskreis Umwelt und Landesentwicklung für die Reaktivierung des Ölkraftwerkes Pleinting eintritt ist unzutreffend. Somit entbehren auch die darauf aufbauenden Aussagen der Grundlage.

Richtig ist, daß der Arbeitskreis Umwelt gemeinsam mit dem Arbeitskreis Energiewende eine Pilotanlage für die Umwandlung von überschüssigen Strom aus Solar- und Windanlagen in Wasserstoff und dessen Speicherung gefordert hat.

Der Vorschlag des Arbeitskreises diese, auch „Power-to-Gas“ genannte, Stromspeichertechnik in Pleinting zu pilotieren ist auf dem CSU-Parteitag im Oktober mit grosser Mehrheit positiv entschieden worden. Die Landesgruppe im Bundestag unter der Leitung von Gerda Hasselfeldt unterstützt die Idee. Die Landtagsfraktion und der bayerische Umweltminister Marcel Huber sind ebenfalls eingebunden. Gespräche mit EON, dem Eigentümer des Standortes, finden statt. Es wird also umfassend gehandelt.

Soviel zur Richtigstellung, aber was ist mit den verbleibenden Aussagen in dem Artikel?

Gut kann man die Einsicht von Herrn Hallitzky in dem Artikel finden, dass Solar- und Windstrom nicht grundlastfähig ist.

Nervös sollte man aber möglicherweise werden, wenn man die Sätze „Deshalb brauchen wir finanzielle Anreize für den Bau und Betrieb moderner Gaskraftwerke“ und „Gesetzesinitiative zur Schaffung von Kapazitätsmärkten“ ebendort liest.

Wird Strom dann noch teuer, was besonders Familien mit Kindern und Rentner trifft?

Im nächsten Jahr beläuft sich der durch gesetzliche Regelungen bestimmte Kostenanteil für die Förderung von Solarstrom, anderer regenerativer Energien, Netzentgelte und Steuern auf ca. 14,3 ct pro kWh. Bei durchschnittlich 28 ct Strompreis pro 1 kWh sind das mehr als 50% per Gesetz, die wir Bürger berappen müssen. Zum Vergleich: im benachbarten Österreich (Tirol) kostet die kWh aktuell 16 ct.

Und dann noch eine Umlage zur Förderung „moderner Gaskraftwerke“ und ein „staatlich regulierter Kapazitätsmarkt“ oben drauf?

Da solche Ideen eher früher denn später für uns alle unbezahlbar werden, setzen der Arbeitskreis Umwelt und der Arbeitskreis Energiewende im besonderen auf die Verringerung des Stromverbrauchs durch Stromeinsparung. Jede eingesparte kWh muss nicht produziert werden.

Dies ist der beste Beitrag zum Umweltschutz, ist wahrlich ökologisch, CO2-neutral und schont den Geldbeutel.

Dr. rer. nat. Stefan Kluge

(Dipl. Chem. univ.)

84032 Landshut

Mitglied des Bezirksvorstandes Niederbayern

  • ·         des Arbeitskreises Umweltschutz und Landesentwicklung
  • ·         des Arbeitskreises Energiewende