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Eibl fordert flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur

München. Die EU-Kommission hat am Mittwoch ein ehrgeiziges Klimaschutzprogramm vorgelegt: Mit „Fit for 55“ will die Europäische Union bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 1990 mindestens 55 Prozent CO2-Treibhausgase einsparen. „Grundsätzlich ist dieses Vorhaben zu begrüßen. Es gilt allerdings, die hierfür vorgesehenen Maßnahmen zu diskutieren“, betont Manfred Eibl, verkehrs- und wirtschaftspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. 

Um dieses Ziel zu erreichen, will die EU die Zulassung von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 verbieten. „Dieses rigide Vorgehen und die Fokussierung auf einen strikt festgelegten Zeitpunkt empfinde ich als äußerst problematisch. Wir FREIE WÄHLER haben uns im Bayerischen Landtag stets für eine umfassende Technologieoffenheit ausgesprochen. Mit ihrem geplanten Verbot von Verbrennungsautos zwingt die EU-Kommission die Industrie mit Gewalt auf einen von ihr vorgeschriebenen Weg – und das ohne großen zeitlichen Spielraum. CO2-neutrale Flüssigkraftstoffe und Wasserstoff finden dabei keinerlei Berücksichtigung, obwohl diese ebenfalls wichtige Treibstoffe bilden“, kritisiert Eibl. Dies beschneide internationale Marktchancen gerade des Automobilstandorts Bayern. 

Um eine Fokussierung auf den batterieelektrischen Antrieb überhaupt erst zu ermöglichen, fordert der Abgeordnete aus dem niederbayerischen Perlesreut zunächst einen parallel laufenden, flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur – und dies nicht nur im Freistaat. „Wir müssen sicherstellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger in Bayern über einen verlässlichen Zugang zu Ladestationen verfügen. Erst dann können wir uns der Elektromobilität nach und nach verstärkt zuwenden“, so Eibl abschließend.

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