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Deutscher Atommüll in Weiss-/Russland

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In diesen Tagen informieren drei Umweltschützerinnen aus Russland und Weißrussland über die Atompolitik beider Länder, die Umweltschutzbewegungen vor Ort und darüber, wie Umweltbewegungen weltweit zusammenarbeiten können. Zum Hintergrund des Besuchs in Gronau: In den letzten Jahren wurden rund 30.000 Tonnen Uranmüll von Gronau nach Russ­land gebracht. Anti-Atomkraft-Initiativen aus der Bundesrepublik, aus den Niederlanden und aus Russland haben sich gemeinsam dagegen gewehrt.

Im Rahmen dieser bundesweiten Informationsreise möchten wir die drei Damen vorstellen:

Ihre Gesprächspartnerinnen:

Svetlana Slobina, Journalistin, Angarsk. Angarsk ist eine der Städte, in die deutscher Atommüll gelie­fert wurde. Die Kinderkrebsraten in Angarsk liegen um das Zweifache über den im benachbarten Ir­kutsk. Swetlana Slobina wird daher auch auf die medizinische Situation in Angarsk eingehen.

Olga Podosenova von der Gruppe „Ecodefense“ aus Ekaterinburg arbeitet zu deutschem Atommüll im benachbarten Nowouralsk. Auch Nowouralsk war Bestimmungsort von abgereichertem Uran aus Gronau.

Tanya Novikova aus Belarus ist die führende weißrussische Umweltaktivistin im Kampf gegen den ge­planten Bau eines Atomkraftwerkes in Belarus. Im Rahmen ihres Kampfes gegen das AKW wurde sie auch kürzlich verhaftet und musste eine 5-tägige Arreststrafe absitzen.

Außerdem wird kurz über den aktuellen Stand bei der Gronauer Urananreicherungsanlage (Zwischenlagerbau, ungelöste Entsorgung, ständige Urantransporte usw. informiert.

Gastgeber der international engagierten Atomkraftgegnerinnen sind der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und der Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) e. V. in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Udo Buchholz

AKU Gronau / BBU-Vorstandsmitglied

uaanee@web.de

02562-23125

 

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