Home Allgemein Der Erfolg hat viele Väter…: Das neue Schwesternwohnheim am Klinikum

Der Erfolg hat viele Väter…: Das neue Schwesternwohnheim am Klinikum

Kommentar zur Pressemitteilung des Klinikum Landshut vom 17. Mai 2018

Alles begann mit einem Besuch der CSU-Fraktion vor Ort und einem Antrag – 2011!
Seit dem hieß es dicke Bretter bohren, ständig nachfragen und anschieben.
Jetzt, nach fast sieben Jahren steht das neue “Schwesternwohnheim” am Klinikum Landshut und bei der Eröffnung gab es nur strahlende Gesichter.
Natürlich auch von denen, die nichts oder nur sehr wenig dazu beigetragen haben, dass dieses Gebäude errichtet wird und dringend benötigten Pflegekräften ein günstiger und angemessener Wohnraum bereit gestellt werden kann. Manche waren sogar von der Notwendigkeit eines solchen Gebäudes nicht überzeugt.
Aber spätestens bei der Einweihungsfeier sind alle schon immer dafür gewesen und haben alles dafür getan…
Dieses Verhalten ist menschlich und in der Politik besonders ausgeprägt.
Wieso es aber die “neutrale” Pressestelle des Klinikum Landshut unterlässt auf den Antrag, also den “geschriebenen” Grundstein des Bauwerks hinzuweisen, werden wir wohl nie erfahren.

Dieser Kommentar steht für alle, die von Anfang an – hauptsächlich im Ehrenamt und in ihrer Freizeit – für dieses soziale Bauwerk eingetreten sind und sich dafür nicht immer nur Entgegenkommen und Unterstützung einhandelten. Und vor allem für alle Bediensteten, die lange und sehnsüchtig darauf warten mussten und nun hoffentlich eine gute Zeit darin verbringen dürfen.

Rudolf Schnur

„Hier lässt es sich wohnen!“

Die neuen Klinikum-Apartments wurden am Donnerstag feierlich eröffnet

Wie sehen die neuen Klinikum-Apartments aus? Diese spannende Frage wurde am Donnerstag bei der offiziellen Eröffnungsfeier beantwortet. Insgesamt 111 helle und hochwertig ausgestattete Wohnungen fasst das farbenfroh gestaltete Gebäude an der Prof.-Buchner-Straße, das in den vergangenen Monaten schon viele neugierige Blicke auf sich zog. Einen Eindruck davon konnten sich die Gäste der Feier bei einer Besichtigung machen. „Hier lässt es sich wohnen“, war von vielen zu hören. „Schön ist es geworden, ich würde gleich einziehen.“  Besonders viel Zuspruch erhielt die Gestaltung, innen wie außen.

Im Februar 2017 war mit dem Neubau begonnen worden. Zeitgleich erfolgte der Abriss des alten Personalwohnheims. Das Richtfest wurde im November gefeiert. Die ersten Mieter – Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflege – konnten im April in die neuen Wohnungen einziehen. Am Donnerstag war es nun auch offiziell soweit: Geschäftsführer Nicolas von Oppen freute sich, die Gäste, darunter viele am Projekt Beteiligte, Mitarbeiter, als auch die Nachbarn der Prof.-Buchner-Straße, zur Eröffnungsfeier begrüßen zu dürfen. Der neue Wohnraum mache das Klinikum als Arbeitgeber noch attraktiver und sei besonders wichtig für die Suche nach Nachwuchs in der Pflege. „Wir wollen damit nicht nur Arbeit-, sondern auch Wohnraumgeber sein.“ Die Nähe zum Arbeitsplatz erspare viel Zeit, die Pendler oftmals auf der Strecke ließen. „Landshut ist mehr als attraktiv. Wohnraum ist knapp.  Mit den 111 Wohnungen wollen wir Abhilfe schaffen und kurze Wege für unserer Mitarbeiter ermöglichen.“ Die Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen sind voll möbliert. „Das heißt, unsere Mitarbeiter müssen nur noch mit ihrem Koffer einziehen“, so von Oppen. Von Oppen dankte allen Unterstützern des Projekts, insbesondere Klinikum-Verwaltungsdirektor André Naumann, der Stadt und Alt-Oberbürgermeister Hans Rampf sowie der Firma Reisch für die verlässliche Partnerschaft bei der Umsetzung des qualitätsvollen Bauprojekts. Von Oppen zeigte sich vom Ergebnis überaus überzeugt und ist stolz darauf. Er lud die Gäste ein, sich vom hohen Wohnkomfort der neuen Klinikum-Apartments am besten selbst einen Eindruck zu verschaffen.

Oberbürgermeister Alexander Putz betonte in seinen Grußworten die Bedeutung der Wohnungen, um Mitarbeiter zu akquirieren und zu halten, zumal „das Klinikum zur Stadt gehört“. Dass sei gerade im Hinblick auf die schwierigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für eine Krankenhaus wichtig. Zudem werde durch das neue Haus der Wohnungsmarkt entlastet. Putz dankte von Oppen und seinem Team im Namen des Stadt- und Aufsichtsrats und gratulierte ihnen zu der „sehr gelungenen Baumaßnahme. Das Farbkonzept ist sehr ansprechend“.

Errichtet wurde das Gebäude durch das Bauunternehmen Georg Reisch GmbH & Co. KG aus Bad Saulgau/Baden-Württemberg. Geschäftsführer Andreas Reisch ließ es sich bei der Eröffnungsfeier natürlich nicht nehmen, ebenfalls einige Worte zu sprechen. In seiner Rede zog er eine ehrliche Bilanz und reflektierte darüber, was bei diesem Projekt gut, aber auch schlecht gelaufen ist – vom ersten Kennenlern-Termin, zu dem man verspätet erschienen war, bis hin zum letzten Feinschliff der Anlage, der noch erfolgen wird. Zunächst erinnerte er sich aber an sein Studium vor 20 Jahren zurück und seine damalige Studentenwohnung  – die „einfach und etwas schmuddelig“ war. Kein Vergleich zu den hochwertigen Klinikum-Apartments. Das Ergebnis sei ein ökologisch vorbildliches Haus von hoher Qualität, das hoffentlich auch die Nutzer schätzten. Auf der positiven Seite nannte Reisch unter anderem die Zusammenarbeit mit Firmen aus der Region, aber auch mit dem Klinikum selbst. „Das Haus hat uns große Freude bereitet. Ich bedanke mich bei den Architekten, Ingenieuren und dem Bauleiter und den Mitarbeitern des Klinikums für das Vertrauen und das Miteinander.“ Abschließend überreichte Reisch noch zwei Geschenke zur Eröffnung: 111 schwäbische Zöpfe in Form eines Schlüssels und 11 sogenannte „Bofas“, Sitzgelegenheiten aus Beton. Außerdem wurden an den Wänden Fotografien angebracht, zwei davon sind Bilder mit Fahrrädern, ein Hinweis auf die Zertifizierung des Klinikums als fahrradfreundlicher Betrieb.

Freuten sich das Gebäude offiziell eröffnen zu können (von links): Gregor Tuma, Technischer Leiter am Klinikum, Andreas Reisch, Geschäftsführer des Bauunternehmens, mit Tochter Johanna, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Stephan Holmer, Klinikum-Geschäftsführer Nicolas von Oppen, Oberbürgermeister Alexander Putz, Verwaltungsdirektor André Naumann,  Betriebsratsvorsitzender Joachim Oberndorfer, Pflegedirektorin Angelika Alke, Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Aufsichtsrätin Dr. Maria E. Fick.      Foto: Klinikum Landshut

Im Anschluss wurde das Gebäude für alle Bewohner und Besucher durch Pfarrer Harmut Grosch und Diakon Reinhold Lechinger gesegnet, ehe die Besichtigungen der Wohnungen beginnen konnten. Über vier Stockwerke verteilen sich 90 Ein-Zimmer-Wohnungen mit circa 24 bis 32 Quadratmetern, 15 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit rund 50 Quadratmetern und sechs Drei-Zimmer-Wohnungen mit 85 beziehungsweise 90 Quadratmetern. Aufgeteilt sind die modernen Apartments in Bad, Wohnbereich mit Küchenzeile, teilweise Flur und je nach Größe ein bis zwei Schlafzimmer. Alle Wohnungen sind mit einer Einbauküche ausgestattet, die Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments sind vollmöbliert.  Von der hochwertigen Ausstattung konnten sich die Gäste der Feier selbst überzeugen – Eichenstäbchenparkett, bodentiefe Fenster mit elektrischen Jalousien, dezentrale Lüftungsanlagen und eine helle moderne Einrichtung. Das Gebäude selbst wurde nach Energiestandard kfw 40 errichtet und wird mit Energie durch das hauseigene Biomasseheizkraftwerk des Klinikums betrieben. Zwischen dem Klinikum und dem neuen Gebäude entsteht außerdem ein breiter Grüngürtel mit vielen Bäumen, um eine Erholungszone für Patienten und Mitarbeiter zu schaffen. Die Außenanlagen werden zeitnah in den kommenden Wochen fertiggestellt.

Ein Teil der Wohnungen ist bereits vermietet, viele Anfragen von Interessenten werden derzeit bearbeitet. Noch sind aber Wohnungen frei. Mitarbeiter, vor allem die Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule,  erhalten bevorzugt eine Wohnung. Solange Wohnungen verfügbar sind, werden sie auch extern vermietet. Die Mietpreise orientieren sich intern an den Gehaltsstufen der Mitarbeiter. So beträgt die Kaltmiete für ein möbliertes Ein-Zimmer-Appartement beispielsweise für einen Auszubildenden je nach Größe ab 315 Euro.

Musikalisch begleitet wurde die Feier durch das Duo Stefan Amannsberger und Richard Köll.

Das Einzimmer-ApartmentDas Zwei-Zimmer-Apartment

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