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Das intelligente Klassenzimmer

Auf dem Bild von rechts nach links: Die drei Vertreter der Schulleitung des Hans-Carossa-Gymnasium, Schulleiter Bernhard O’Connor und seine beiden Stellvertreter Markus Heber und Ludwig Zellner, sowie Stadtrat Rudolf Schnur waren begeistert von den Leistungen und dem Engagement der Schüler und deren Betreuer.

 

Armin Hagnhofer (Autor und Fotograf):

Eine gelungene Kooperation zwischen dem Hans-Carossa-Gymnasium, SYSPA® und ansässigen Betrieben

„Gebäude goes Internet!“ war eines der Schlagworte im Praxisseminar der Oberstufenklasse von Lehrer Jürgen Bauer am Hans-Carossa-Gymnasium. Die Schüler werkelten, installierten, montierten und programmierten anderthalb Jahre lang. Im Juni 2014 machen diese Schüler ihr Abitur – doch durch ihr Engagement, technische Finesse und ausgefuchste Programmierung hinterlassen sie der Schule das Intelligente Klassenzimmer.

In den sogenannten P-Seminaren blicken die jungen Leute am Ende ihrer Gymnasialzeit einmal über den Tellerrand ihrer Schule hinaus und in das Arbeitsleben hinein. In diesem Fall gewannen sie dabei einen tiefen Einblick in die moderne Gebäudesystemtechnik.

„Das Besondere ist, dass wir mit Stefan Eben, dem Geschäftsführer der Firma SYSPA Gebäudesystemtechnik aus Ohu, einen echten Partner aus der Wirtschaft hatten, sodass wir wirklich die Grundidee der Praxisseminare geschafft haben – die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft“, sagt Jürgen Bauer. Und so stand Stefan Eben den Schülern jede Woche ehrenamtlich in zwei Unterrichtsstunden mit Rat und Tat zur Seite. Nach und nach fand sich auch eine ganze Reihe anderer Firmen aus Stadt und Landkreis ein, die die neue Raumausstattung sponserten: Josef Aschenbrenner GmbH Heizung-Lüftung-Sanitär,    Firma Hagemeyer, IWS Lichttechnik GmbH, Malermeister Dietmar Kießlich, MDV Maristen Druck & Verlag, MIPA, Siemens, SYSPA®  und Elektro Unterreithmayr e.K.

Jetzt schaltet ein Bewegungssensor das Licht im Klassenzimmer automatisch ein und wieder aus, wenn alle den Raum verlassen. Er passt die Lichtintensität auch der Tageszeit an. Die Schüler wählten neue, energiesparende Leuchten mit Licht, das die Lernatmosphäre fördert, und montierten sie so, dass sie nicht mehr blenden. Spezielle Regler sorgen mit ihrer Programmierung dafür, dass die Heizung von selbst herunterfährt, wenn das Klassenzimmer nicht genutzt wird oder etwa die Fenster zum Lüften geöffnet werden. Ein Messgerät für den Kohlendioxidgehalt meldet, wenn den Schülern die Köpfe rauchen und der Raum gelüftet werden muss. Dann klappt’s auch mit der Konzentration! Geplant wurde zudem eine Wetterstation an der Außenwand, die Windgeschwindigkeit und Helligkeit messen kann. Sie wird zu gegebener Zeit steuern, wie weit sich Jalousien schließen und in welchem Winkel ihre Lamellen stehen.

Und noch ein Schmankerl lag den Schülern besonders am Herzen: Die Lichtschalter können nun – wenn der Lehrer das möchte – sogar über das Smartphone betätigt werden. Schlechte Zeiten allerdings für Diebe: Wenn Unbefugte Fenster öffnen, dann ruft das Klassenzimmer beim Hausmeister an und meldet den Eindringling.

Wie immer so gilt auch beim Projekt Intelligentes Klassenzimmer: Die Konkurrenz schläft nicht! Und so hat sich das Hans-Leinberger-Gymnasium bereits die ehrenamtliche Beratung von Stefan Eben für ein eigenes P-Seminar gesichert. Wird man dort die Leistungen der Humanisten noch übertrumpfen?

Weitere Infos zum Intelligenten Klassenzimmer gibt es in Kürze auf der Homepage des HCG und auf www.syspa.de

von Armin Hagnhofer, Autor und Fotograf

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