Home Allgemein Das Atommüll-Zwischenlager in Niederaichbach

Das Atommüll-Zwischenlager in Niederaichbach

Applaus für mutige Richter!

Während in meiner Verhandlung zur Sicherung des Atommüll-Zwischenlagers Niederaichbach im Jahre 2006 beim Verwaltungsgerichtshof in München die Darstellung von Sicherheitsmängeln nur sehr widerwillig zu Protokoll genommen wurden, und der Ablauf und die Äußerungen der Richter keinen Zweifel daran liessen, wie das Verfahren ausgehen wird, hat das Oberverwaltungsgericht in Schleswig Courage bewiesen und die vorgelegten Fakten der Kläger genauer hinterfragt.

Die Gefahr eines Flugzeugabsturzes wurde in München ebenso belächelt, wie die eines Angriffs mit panzerbrechenden Mitteln (Panzerfaust). Solche Einwirkungen sind bei der Genehmigung durch die Bundesbehörden nicht als Lastfall zugrunde gelegt worden und daher für den Verwaltungsgerichtshof unerheblich hieß es mehrfach lapidar. Eine Sicherheitsdiskussion wurde mit dem Argument des Geheimhaltungsbedürfnisses verhindert. Eine Revision gegen die Entscheidung wurde in einem Streich nicht zugelassen.

Die Wahrscheinlichkeit steigt mit dieser Entscheidung, dass auch in Bayern vernünftige und realistische Argumente obsiegen werden und dann die Betriebsgenehmigung des Atomkraftwerkes Isar 2 gleich mit ins Wanken gerät. Wenn der Entsorgungsnachweis fehlt, dann kann auch der Betrieb nicht mehr verantwortet und geduldet werden.

Es wird Zeit, dass verantwortlich und zukunftsorientiert  gehandelt wird und der Bau von sinnlosen oder sogar gefährlichen Schutzwänden um die Zwischenlager dem Steuerzahler und Stromkunden erspart bleibt.

Rudolf Schnur

Einziger Landshuter Kläger gegen das Zwischenlager in Niederaichbach