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CSU will zügigen Ausbau Bahnstrecke Passau-München

Auf dem Bild von links: Staatssekretär Bernd Silber, Europaabgeordneter Manfred Weber, Landtagsabgeordnete Reserl Sem und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner

„Fast 2 ½ Stunden Fahrzeit unzumutbar“ – CSU-Bezirksvorstand diskutiert auch Flüchtlingspolitik und Strukturstärkung Niederbayerns

Niederbayerns CSU forciert den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Passau und München. Bei einer Sitzung in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) am Samstag beschloss der Bezirksvorstand einstimmig die Forderung nach einer Aufnahme des zweigleisigen Ausbaus des Streckenabschnitts zwischen Landshut und Plattling in die höchstmögliche Priorisierung des neuen Bundesverkehrswegeplans. „Die langen Fahr- und Wartezeiten für Pendler sind unzumubar“, betonte der Bezirksvorsitzende Manfred Weber. Bisher ist der Abschnitt nur eingleisig. Beim Ausbau dieser zentralen Achse für Pendler sei genauso mehr Einsatz der Deutschen Bahn notwendig. „Wir wollen eine faire Mittelverteilung beim Bahnausbau. Wenn die Verkehrsinfrastruktur verbessert wird, dann nicht nur in München“, sagte Weber.

Der Landshuter Bundestagsabgeordnete Florian Oßner ergänzte, bei den jetzt geplanten Sanierungsmaßnahmen auf der gesamten Strecke sei eine Berücksichtung des zweigleisigen Ausbaus bereits notwendig. Ebenso sei die Maßnahme auch aufgrund des Baus der „Neufahrner Kurve“ zum Flughafen zeitnah sinnvoll. „Fast 2 ½ Stunden Fahrzeit von Passau nach München sind nicht mehr zeitgemäß. Wenn die Bahn ein gleichwertiger Verkehrsträger sein soll, dann muss jetzt etwas passieren“, forderte Oßner.

Neben der Verkehrspolitik diskutierte der Bezirksvorstand auch die wachsenden Flüchtlingsströme. Manfred Weber hob heraus, dass in der Bevölkerung viel Solidarität vorhanden sei. Aufgrund der zu erwartenden Steigerung der Flüchtlingszahlen, müssten abgelehnte Asylbewerber aber auch schnell in ihre Heimatländer rückgeführt werden. „Dazu erwarten wir ein klares Bekenntnis der Politik in Bund und Land.“ Wenn es nicht gelinge, zwischen der Aufnahme Schutzbedürftiger und nicht-schutzbedürftigen Flüchtlingen zu unterscheiden, sei die „Bereitschaft zur Solidarität und Aufnahme in der Bevölkerung gefährdet“, sagte der Europaabgeordnete und EVP-Fraktionsvorsitzende.

Staatssekretär Bernd Sibler betonte, dass die Bayerische Staatsregierung derzeit eine ganze Reihe an Maßnahmen anstoße, von denen Niederbayern profitiere. Beispielhaft nannte er das Ziel, mehr Studenten in die Hochschulstadt Straubing zu holen, den Aufbau der Europahochschule Rottal Inn oder die Behördenverlagerungen in den Regierungsbezirk. Sibler: „Unser Ziel ist, dass alle Regionen Niederbayerns vergleichbare Zukunftschancen haben.“ Die Stellvertretende Bezirksvorsitzende Reserl Sem verwies auf eine anstehende Mitgliederbefragung der CSU, in der beispielsweise Zukunftsthemen für Niederbayern abgefragt würden.

 

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