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CSU-Stadtratsfraktion diskutiert mit Bauernverbandsvertretern

Pressebericht

CSU-Stadtratsfraktion diskutiert mit Bauernverbandsvertretern

Die CSU-Stadtratsfraktion unter dem Vorsitz und auf Einladung von Rudolf Schnur, Alois Bauer, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes und  Geschäftsführer Alois Schweiger vom Bayerischen Bauernverband trafen sich auf Einladung der CSU-Fraktion zu einem Gesprächstermin im Landshuter Rathaus.

Bei dem Thema Bauleitplanung wurde man sich sehr schnell einig, dass es im Verantwortungsbereich der Stadt und damit des Stadtrates liegt, den StatusQ zu bewahren bzw. durch „Nichtüberplanung“ mit Wohnungs- und Gewerbegebieten landwirtschaftliche Gebiete von der Bebauung frei zu halten. Gleichzeitig können dadurch negative Auswirkungen durch Naturschutzplanungen für die wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebe vermieden werden. Der Flächenverbrauch für die Weiterentwicklung der Stadt Landshut sollte möglichst unter Schonung der landwirtschaftlichen Nutzflächen erfolgen. Auch für infrastrukturelle Maßnahmen wie z.B. die B15 neu im Stadtgebiet von Landshut sahen auch die Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes eine Notwendigkeit zur Umsetzung. Man war sich jedoch darüber einig, dass der Flächenverbrauch möglichst gering sein sollte, insbesondere durch naturschutzfachliche Ausgleichsflächen sollen nicht noch zusätzliche landwirtschaftliche Nutzflächen aus der Produktion genommen werden. Soweit die Stadt Landshut landwirtschaftliche Nutzflächen als Ausgleichsflächen für sonstige Maßnahmen, wie z.B. für den Hochwasserschutz erwerben kann, sollten diese Flächen nicht der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen werden, sondern mit entsprechenden Vereinbarungen an aktive Betriebe zur Bewirtschaftung wieder überlassen werden. Von Seiten der Vertreter des Bauernverbandes wurde der Kauf von Flächen im Wasserschutzgebiet Münchnerau durch die Stadtwerke Landshut mit anschließenden Bewirtschaftungsverträgen als vorbildlich dargestellt. Weiten Raum nahm das Thema landwirtschaftliche Tierhaltung beim gemeinsamen Gespräch ein. Das Thema Antibiotika-Einsatz in der landwirtschaftlichen Tierhaltung wurde sehr kontrovers diskutiert. Die Landwirte konnten jedoch glaubhaft darlegen, dass der Einsatz von Antibiotika in verantwortbaren Rahmen erfolgt und dies durch ein gesetzliches Monitorium auch abgeprüft und letztendlich veröffentlicht wird. Zum Thema Schlachthoferweiterung war man der gleichen Meinung, dass die mit der Erweiterung einhergehenden technischen und veterinärmäßigen Neuerungen insgesamt eine Verbesserung des gegenwärtigen Zustandes insbesondere in Bezug auf den Schlachtvorgang bedeuten.

Der interessante Informationsaustausch gab den Stadträten auch einen Einblick in die Anforderungen moderner landwirtschaftlichen Betriebe in der heutigen Zeit. Die Entwicklung in der Landwirtschaft wird einerseits durch den enormen technischen Fortschritt und zum anderen durch die Anforderungen der Verbraucher an die Nahrungsmittel (immer günstiger, immer mehr, jedoch mit hochwertiger Qualität) bestimmt. Zum Abschluss der Besprechung an dem auch Oberbürgermeister Hans Rampf teilnahm wurde vereinbart, dass solche Gespräche zukünftig regelmäßig durchgeführt werden sollen.