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BUNDESVERDIENSTKREUZ AM BANDE FÜR EVA MITTERMEIER — MdB Oßner dankt Ergoldsbacherin für Einsatz für Familien mit behinderten Kindern

Bundesverdienstkreuz am Bande für Eva Mittermeier

MdB Oßner dankt Ergoldsbacherin für Einsatz für Familien mit behinderten Kindern

 

Eva Mittermeier ist bei einem Festakt in Berlin mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Bundessozialministerin Andrea Nahles überreichte der Ergoldsbacherin das Verdienstkreuz am Bande, das ihr vom Bundespräsidenten verliehen wurde. Die Mitgründerin der Kontaktgruppe Sorgenkinder erhielt die Ehrung für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Familien mit körperlich oder geistig behinderten Kindern.

Eva Mittermeier und ihre Mitstreiter helfen Müttern und Vätern von entwicklungsauffälligen, geistig und/oder körperlich behinderten Kindern, die für die Pflege und Erziehung einen wesentlich höheren Aufwand haben und dabei oft an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit sowie von Partnerschaft, Ehe und Familie stoßen. Die Kontaktgruppe steht den Eltern unterstützend zur Seite. Eva Mittermeier bietet stets ein offenes Ohr. „Denn manche Probleme werden schon kleiner, wenn man sie einmal besprechen kann“, sagte sie. „Es hilft viel, wenn man das Gefühl vermittelt bekommt, dass man nicht alleine ist.“

Eva Mittermeier ist in Ergoldsbach geboren und aufgewachsen und seit ihrer Jugend Mitglied der Kolpingfamilie. Sie war 16 Jahre im Pfarrgemeinderat tätig, von 1997 bis 1998 als dessen Vorsitzende. Anschließend war sie 13 Jahre Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Ergoldsbach. Um sich mehr Wissen für ihre ehrenamtliche Arbeit anzueignen und Anregungen zu holen, studiert sie Soziale Arbeit an der Hochschule Landshut.

„Keiner lebt nur für sich alleine. Jeder trägt Verantwortung für andere.“

Durch die Behinderung der Tochter ihrer besten Freundin wurde sie hautnah mit den Problemen und Nöten von Eltern mit Kindern mit Behinderungen konfrontiert. „Das war der endgültige Auslöser für mich, den betroffenen Familien zu helfen“, erklärte Eva Mittermeier. So entstand 1997 die Kontaktgruppe Sorgenkinder. „Keiner lebt nur für sich alleine. Sondern jeder trägt auch Verantwortung für andere. Man muss den Mitmenschen helfen, die kein so einfaches Leben haben.“

Die Kontaktgruppe trifft sich monatlich zum Erfahrungsaustausch, vermittelt Kontakte an zuständige und kompetente Stellen und besucht regelmäßig Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Wohnheime und Werkstätten, damit Eltern Informationen und einen Überblick über Hilfsangebote erhalten. Es werden Spenden und Zuschüsse für Hilfsmittel, Spielsachen und Literatur gesammelt. Auch Veranstaltungen wie Ausflüge und Konzerte werden für die Eltern und ihre Kinder organisiert.

Bindeglied zwischen Eltern und Behörden

Die Kontaktgruppe hat sich in einem Einzugsbereich von 40 Kilometern um Ergoldsbach inzwischen fest etabliert. Das Team für organisatorische Arbeiten besteht mittlerweile aus vier Frauen. Eva Mittermeier selbst bleibt dabei die Seele des Ganzen und kümmert sich vor allem um Öffentlichkeitsarbeit und den Austausch mit Behörden und Organisationen. Außerdem vertritt sie die Kontaktgruppe bei offiziellen Anlässen. „Darum habe ich die Auszeichnung nicht für mich, sondern nur stellvertretend für das ganze Team in Empfang genommen.“

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner gratulierte Eva Mittermeier vor Ort: „Deutschland ist eine starke Solidargemeinschaft, aber es braucht trotzdem Menschen, die dort helfen, wo die Hilfe des Staates schlichtweg überfordert wäre. Eva Mittermeier und ihre Kontaktgruppe entlasten Eltern und sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche in unserer Heimatregion mit Behinderung gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“ Da Mittermeier eine von nur 13 Ausgezeichneten in Deutschland sowie die Einzige aus Bayern ist, ließ Oßner nicht unerwähnt: „Eva Mittermeier ist nicht nur für die Region Landshut, sondern für ganz Bayern und Deutschland ein großes Vorbild.“

 

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Eva Mittermeier nahm bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes in Berlin die Glückwünsche von Bundestagsabgeordnetem Florian Oßner entgegen. Der Abgeordnete lobte sie als „Vorbild nicht nur für die Region Landshut, sondern für ganz Bayern und Deutschland.“

 

Foto: Büro Oßner