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BI “LA-Ost-staufrei” zur Entscheidung von Ergolding

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Stellungnahme der Bürgerinitiative „LA-Ost-staufrei“ zum Ergebnis der Gemeinderatssitzung des Marktes Ergolding am 08.11.2012:

Mit ihrer eindeutigen Entscheidung, grundsätzlichen Überlegungen zur Planung und einem eventuellen Bau einer Entlastungsstraße Ost nicht zuzustimmen, hat der Gemeinderat des Marktes Ergolding nicht nur der Stadt Landshut und allen betroffenen Bürgern eine klare Abfuhr erteilt, sondern auch eine historische Chance vertan. Aus Sicht der Bürgerinitiative „LA-Ost-staufrei“ wäre es endlich einmal an der Zeit gewesen, über den Tellerrand hinauszuschauen und dem Nachbarn wirklich partnerschaftlich zur Seite zu stehen.

Stattdessen wurde gebetsmühlenartig darauf verwiesen, dass nur die B15n die allein glückseligmachende Entlastung bringen wird. Dem ist zwar, was den Fernverkehr – und damit auch den Schwerlastverkehr – betrifft, zuzustimmen. Leider wurde in der gesamten Diskussion jedoch vollständig übersehen, dass die Entlastung, die die BI fordert in eine ganz andere Richtung geht. Diese Forderung zielt auf einen weiteren Isarübergang im Stadtgebiet, der eine Verteilung des Ziel- und Quellverkehrs regelt. Konkret bedeutet dies, Erreichbarkeit der Wohngebiete Auloh und Schönbrunn sowie der Hochschule, der beruflichen Schulen, der Behörden, Firmen und nicht zuletzt des Messegeländes einerseits sowie der BAB 92 und des Industriegebietes (auch des Ergoldinger) andererseits. Ob eine B15n diese innerörtliche Erschließung ersetzen kann, darf bezweifelt werden. Aus Sicht der BI wurde dieser Punkt aber von Seiten der Stadt Landshut auch zu wenig kommuniziert. Gleichwohl ist die demokratische Entscheidung der gewählten Ergoldinger Volksvertreter zu akzeptieren, auch wenn sich vielleicht mancher betroffene Ergoldinger im Bereich Piflas darüber wundern mag. Für die BI „LA-Ost-staufrei“ ergibt sich darauf auf jeden Fall die Konsequenz, dass die Sammlung der Unterschriften in dieser Form zunächst eingestellt wird. Die Initiative selbst wird sich deshalb aber nicht auflösen, sondern die mit dem Problem allein gelassene Stadt Landshut weiter auffordern, nach Möglichkeiten und Lösungen für eine Entlastung des Landshuter Ostens zu suchen. Ferner setzt sich die BI, die ihre Tätigkeit nunmehr auf den Schwerpunkt „LA-Ost-staufrei“ ausrichtet,  verstärkt für den Weiterbau der B15n bis zur B299 nach Geisenhausen ein, betont aber explizit, dass ein Weiterbau über die Isar mit vorläufigem Endpunkt  LA 14 bei Dirnau für sie nicht in Frage kommt. Genau hier wird nämlich das Dilemma sichtbar, denn entsprechend dem Sankt-Florians-Prinzip hat dann der Landshuter Osten den Verkehr, vor dem die Ergoldinger solche Angst haben.

Harald Böhm, 84036 Landshut

Sprecher BI „LA-Ost-staufrei“