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Betreutes Denken durch die Medien?

Zum Bericht in der Vilsbiburger Zeitung am 08.05.2015 über die Veranstaltung „Jetzt red i – Europa“ in Holzhausen:

Betreutes Denken durch die Medien

Am 06.05.2015 wurde die Sendung “Jetzt red i – Europa” Live aus dem Augustinerstadel des Trachtenkulturzentrums Holzhausen übertragen.

Bereits am 25.03.2015 fand in Geisenhausen im Beisein der Moderatoren die Themensammlung zu dieser Sendung statt. Ich war dort anwesend und meldete mich mit der Frage „Was gedenkt Europa zur Lösung der Asylproblematik zu tun?“ zu Wort. Ebenfalls anwesend war Herr Steinig vom „Bunten Miteinander Geisenhausen”. Sein Thema war “Bürokratieabbau in Europa”.

Er wurde eingeladen, mein Thema fiel durchs Raster. In der Live – Sendung erhielt Herr Steinig,  der in Begleitung mehrerer Asylbewerber erschien, zehn Minuten Redezeit. Er nutzte diese, um über die Überbelastung der im Asylbewerberheim Geisenhausen tätigen Ehrenamtlichen zu sprechen und beklagte die seines Erachtens zu geringen finanziellen Mittel.

Abgesehen davon, dass sich die Frage stellt, was das Asylbewerberheim Geisenhausen mit dem Thema Europa zu tun hat, ist der eigentliche Skandal der, dass der Bayerische Rundfunk (wie fast ausnahmslos alle anderen Medien auch) gezielt steuert, aus welchem Blinkwinkel über die Asylproblematik berichtet wird.

Betrachtet man mit kritischem Blick die tägliche Berichterstattung in der Zeitung, im Rundfunk und im Fernsehen, wird einem sehr schnell klar, dass der Medienkonsument schon seit geraumer Zeit Opfer von “betreutem Denken” ist, um einen noch härteren Begriff zu vermeiden.

Dass es in Deutschland in der Politik eine linke Mehrheit gibt, ist Fakt. Noch viel ausgeprägter ist jedoch diese linke Mehrheit in den Medien, und das bekommen wir täglich zu spüren, besonders was die Berichterstattung über die Asylbewerber betrifft.

Haben Sie es schon gemerkt? Allmählich wird der Begriff “Asylant” durch “Flüchtling” ersetzt. Das hört sich besser an und fördert die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Apropos Akzeptanz: Laut Medienberichterstattung ist die Aufnahmebereitschaft für Asylanten bei der hiesigen Bevölkerung im Gegensatz zu früher deutlich gestiegen. Da merke ich in meinem persönlichen Umfeld nichts davon. Handelt es sich bei dieser Meldung um einen weiteren Versuch, unser Denken zu betreuen?  

Auch wird den Medienkonsumenten vorgegaukelt, dass in den Flüchtlingsbooten “Kinder, Frauen und Männer” (wörtlich, in dieser Reihenfolge!) kommen. Die Wahrheit ist, es kommen junge, kräftige Männer, nochmals Männer, dann immer noch Männer und dann vielleicht noch eine Handvoll Frauen und Kinder. Was wird gefilmt? Gefilmt wird neuerdings nur noch das Kleinkind, das von starken Helferhänden an Bord des Rettungsschiffes getragen wird. Die Medien lernen dazu.

Berichterstattung über kriminelle Banden, bestehend aus minderjährigen, unbegleiteten jungen Flüchtlingen? Fehlanzeige. Berichterstattung über zahlreiche Polizeieinsätze in den Asylbewerberheimen? Selten. Wird in den Medien erwähnt, dass die Flüchtlinge ihre Feindschaften mitbringen, die sie hier weiterpflegen? Fehlanzeige. Diese Aufzählung ließe sich beliebig lange fortführen, auch mit Beispielen über die Berichterstattung bezüglich Pegida und AfD.

Ist man sich erst einmal dieses “Betreuten Denkens” beim Medienkonsum bewusst, erschrickt man über das Ausmaß. 

Von dieser Kritik möchte ich ausdrücklich Herrn Fridolin M. Rüb ausnehmen, der in seinen Leitartikeln die Probleme der Zuwanderung benennt und in Teilen auch das Straubinger Tagblatt, welches auch Leserbriefe veröffentlicht, die der Mainstream Berichterstattung widersprechen und diese in Teilen kritisieren.   

 

Elisabeth Rauchensteiner-Holzer 

Hier der Leserbrief, wie er in der LZ Pfingsten 2015 gekürzt abgedruckt wurde:

LB Rauchensteiner-Holzner