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Beeinflusst eine Windkraftanlage das historische Stadtbild?

 

Pressemitteilung 25.04.2013

Beeinflusst eine Windkraftanlage das historische Stadtbild?

Stadtwerke Landshut visualisieren mit Ballon die Nabenhöhe

Landshut. Ab Freitagmittag schwebt während des Wochenendes tagsüber ein Ballon auf 140 Metern bei Weihbüchl. Die Firma CargoLift fixiert dort mit Seilen einen Ballon mit einem Durchmesser von acht Metern im Auftrag der Stadtwerke. Er symbolisiert die Nabenhöhe einer Windkraftanlage, die an diesem Standort möglich wäre.

Seit Mitte 2012 untersuchen die Stadtwerke die Rentabilität eines Windrads. Auch mit zwei Co-Investoren und der Nachbargemeinde Kumhausen führten die Stadtwerke in den vergangenen Monaten Gespräche. Der Öffentlichkeit stellten Werkleiter Armin Bardelle und PGA-Geschäftsführer Harald Zwander den Status quo des Projekts in diversen Vorträgen vor. Und auf der Umweltmesse konnten sich Interessierte über den Verlauf informieren. „Generell stellen wir fest, dass die Menschen in und um Landshut dem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen sind“, sagt Bardelle. „Rentabel und naturverträglich muss es sein!“

Die Stadtwerke führen in 2013 noch weitere Windmessungen am geplanten Standort durch. Sobald die Daten komplett ausgewertet sind, aktualisieren die Stadtwerke damit die Wirtschaftlichkeitsberechnung. „Die ersten Erkenntnisse aus den Messungen sind positiv und weisen nach wie vor auf einen guten Ertrag hin“, erläutert Bardelle. Auch bei der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung, die noch bis zum Herbst läuft, gebe es bisher keine Einwände.

Bevor die Ergebnisse den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden, wollen die Stadtwerke an diesem Wochenende mit dem Ballon die Nabenhöhe der Windkraftanlage symbolisieren und aus verschiedenen Perspektiven fotografieren. „Wir haben ja mittels einer Computer-Animation schon festgehalten, dass die Windkraftanlage im Stadtgebiet aus relativ wenigen Blickwinkeln zu sehen sein würde. Das historische Stadtbild sehen wir gewahrt. Mit dem Ballon an diesem Wochenende möchten wir alle Interessierten aus Landshut und Umgebung einladen, sich selbst ein Bild davon zu machen“, sagt Bardelle. „Ich bin überzeugt, dass der Peiler in Stallwang und das Kernkraftwerk in Niederaichbach im Landschaftsbild wesentlich dominanter sind, als eine Windkraftanlage bei Weihbüchl.“

Im Stadtgebiet von Landshut gibt es nur einen möglichen Standort für eine Windkraftanlage, nämlich an der Gemeindegrenze zu Kumhausen. Etwa 5 bis 5,5 Mio. Euro würde das Windrad kosten, das eine Nabenhöhe von etwa 140 Metern und Rotorblätter von etwa 60 Metern länge hat. Bei

einem jährlichen Ertrag von 6 bis 7 Mio. kWh, von dem ausgegangen wird, könnten bei einem Verbrauch von 3.500 kWh rein rechnerisch zwischen 1.700 und 2.000 Haushalte mit regenerativem Strom erzeugt werden.

Bild 1: Skizze des CargoLifter Ballons.

Bildquelle: Cargo Lifter.

Kontakt für weitere Informationen:

Susanne Franck

Unternehmenskommunikation

Stadtwerke Landshut

Telefon: (0871) 1436 2222

Mobil: (0172) 991 63 43

s.franck@stadtwerke-landshut.de