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Bürgerjournalist

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Landshut, 05. April 2020

An den

Stadtrat der Stadt Landshut

und

den Aufsichtsrat der Klinikum Landshut gGmbH

 

Antrag

Die Mitarbeiter des Klinikum Landshut gGmbH und Mitarbeiter der Stadt Landshut,

die in der Corona-Pandemie unverzichtbare und besondere Leistungen erbracht haben wird

die steuer- und sozialversicherungsfreie einmalige Sonderzahlung gewährt, die der

Bundesfinanzminister seit dem 3. April 2020 eingeführt hat (siehe Anlage).

Rudolf Schnur

Bernd Friedrich

Dr. Thomas Haslinger

Prof. Dr. Thomas Küffner

Hans-Peter Summer


Pressebericht Sonntag, 05. April 2020

Stadtgebiet Landshut

Verkehrsunfallfluchten

LANDSHUT. Am Samstag, in der Zeit von 10:00 bis 13:30 Uhr, beschädigte ein bislang unbekannter Fahrzeugführer einen VW Fox, welcher auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Rennweg 19 abgestellt war. Der Verursacher flüchtete vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen nachzukommen. Am VW entstand Sachschaden im mittleren dreistelligen Eurobereich. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Landshut unter 0871/92520 in Verbindung zu setzen.

LANDSHUT. Am Freitag um 18:35 Uhr beschädigte der Fahrer eines Mercedes Vito die Hausmauer eines Anwohners in der Spitzwegstraße. Am Unfallort waren unbeteiligte Personen anwesend, die beobachten konnten, wie der verantwortliche Fahrzeugführer sich vom Unfallort entfernte, ohne seine gesetzlichen Pflichten nachzukommen. Durch das Anfahren entstand Sachschaden im unteren dreistelligen Eurobereich. Die Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Landshut unter 0871/92520 in Verbindung zu setzen.

 

 

LANDSHUT. Im Zeitraum von Ende März bis Anfang April dieses Jahres beschädigte ein bislang unbekannter Täter mehrere Leuchter auf einem Seitenaltar in der Martinskirche. Diese wurden dadurch aus der Verankerung gelockert. Hierdurch entstand Sachschaden im mittleren dreistelligen Eurobereich. Bereits im Januar entwendete ein ebenfalls bislang unbekannter Täter das Schwert einer Marienstatue. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Landshut unter 0871/92520 entgegen.

Pressemitteilung

München, 04. April 2020

PM 105/GP

Bestmögliche medizinische Versorgung – Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann: Konzept für Corona-Hilfskrankenhäuser steht – Planung und Aufbau organisieren die Katastrophenschutzbehörden vor Ort

Der Freistaat Bayern ist für den Fall einer massiven Zunahme stationär behandlungsbedürftiger Covid-19-Patienten durch Hilfskrankenhäuser in allen Landesteilen gewappnet. Darauf haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann heute hingewiesen.

Gesundheitsministerin Huml erläuterte: “Ein Hilfskrankenhaus soll zusätzliche stationäre Kapazitäten in bevölkerungsreichen Regionen, Regionen mit hoher Zahl Erkrankter oder regionaler Überlastung der Krankenhäuser erschließen. Es soll möglichst in örtlicher Nähe zu einem bestehenden Krankenhaus eingerichtet werden und wird dem jeweils nächstgelegenen Krankenhaus organisatorisch zugeordnet.”

Innenminister Herrmann betonte, dass die Kapazität eines Hilfskrankenhauses mindestens 90 Betten betragen soll. “Grundsätzlich hat die Einrichtung in einem festen Gebäude zu erfolgen, das über ausreichende Infrastruktur mit Strom, Kommunikation, Sanitäranlagen, geeignete Transportwege und eine möglichst hygienegerechte Raumbeschaffenheit verfügt”, erklärte Herrmann. Besonders geeignet sind dafür bestehende Reha-Kliniken und ähnliche Einrichtungen. Die Entscheidung, wo und wann welche Einrichtung in Betrieb genommen werden muss, trifft letztendlich der jeweilige Ärztliche Leiter Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Bereich jeder Integrierten Leitstelle in Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium.

Ministerin Huml ergänzte: “Um eine Infektionsgefahr möglichst auszuschließen, müssen COVID-19-positiv Erkrankte, Verdachtsfälle und andere Patienten unbedingt voneinander getrennt sein. Das gilt auch für das Personal, das diese drei Patientengruppen betreut. Um zügig arbeitsfähig zu sein, sollen vor Ort bereits vorhandene und verfügbare Strukturen genutzt werden.”

Laut Herrmann ist das Konzept in enger Abstimmung mit den Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und dem THW entstanden: “Damit unterstützen wir die verantwortlichen FüGKs vor Ort, sofern die Notwendigkeit einer entsprechenden Ausweitung der stationären Kapazitäten im Verlauf der COVID-19-Pandemie entstehen sollte.”

Die Landshuter Zeitung bzw. der Redakteur Uli Karg, berichtet heute (3. April 2020) in Ihrem Aufmacher “Hauptsache, es geht jetzt wieder los”  von einem angeblichen Ideenklau.

Der CSU-Fraktion wird in dem Artikel unterstellt, dass sie die Anregung des Stadtratskollegen Prof. Dr. Thomas Küffner (sein Schreiben vom 26.03.2020) vermarktet. Diese Idee wurde aber bereits am 16. März 2020 vom Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion in die Öffentlichkeit getragen. Und zwar nicht als internes Schreiben an den Stadtrat, sondern auf der faktenorientierten Online-Plattform www.klartext.LA. Während die CSU-Fraktion zur Kenntnis nahm, dass das CSU-Mitglied Dr. Küffner diese Initiative übernimmt, meint die Tageszeitung daraus einen geistigen Diebstahl konstruieren zu müssen.
Nachweislich ist der Vorschlag der Landshuter CSU-Fraktion am 17. März 2020 an die   Gemeindezeitung gesandt worden und diese hat ihn in der Ausgabe 7/2020 bereits veröffentlicht.
Am 30. März 2020 schrieb der Stellv. Fraktionsvorsitzende Maxi Götzer einen offenen Brief an den Landesvorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU, Landrat Stefan Rößle. in dem er ihn bat den Vorschlag der Fraktion an die Staatsregierung heranzutragen. Dieser Brief wurde auch der Redaktion der Landshuter Zeitung zugestellt (31. März 2020, 09:43 Uhr). Diesem Brief enthalten war der Bericht von Klartext.LA vom 16. März 2020.

Fazit: Die LZ hat wieder besseren Wissens falsch berichtet und eine unwahre Tatsachenbehauptung vorgenommen (LZ: “Damit hat die CSU Vorschläge von Thomas Küffner aufgenommen, die dieser bereits am 26. März gemacht hat.”)

Zur Sache selbst der Bericht in der Gemeindezeitung (Ausgabe 7/2020):

Die Bayerische Gemeindeordnung, die Digitalisierung und ein update

Mit Blick auf den Schutz vor weiterer Verbreitung des Corona-Virus hat das Bayerische Innenministerium in einem Schreiben an Landratsämter, Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Bezirke Empfehlungen zur Vorgehensweise bei öffentlichen Sitzungen dieser kommunalen Gremien gegeben. Vorangegangen waren ein Schreiben des CSU-Fraktionsvorsitzenden im Landshuter Stadtrat Rudolf Schnur sowie eine Anfrage von KPV-Landesvorsitzendem Landrat Stefan Rößle (Donau-Ries).

Laut Mitteilung des Bayerischen Innenministeriums werden die Gremien gebeten, „Sitzungen dieser kommunalen Gremien bis auf weiteres auf ein Mindestmaß zu beschränken und den rechtlichen Rahmen, den Gemeindeordnung, Landkreisordnung und Bezirksordnung bieten, zu nutzen, um in der derzeitigen Situation entsprechend der örtlichen Gegebenheiten und der weiteren Entwicklung der Lage flexibel entscheiden zu können“.

Den Städten und Gemeinden wird empfohlen, bis zum Ende der Wahlperiode am 30.04.2020 kurzfristig einen Ferienausschuss einzusetzen bzw. die Ferienzeiten eines bestehenden Ferienausschusses hieran anzupassen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation sei dies auch analog für Kreistage anzuwenden.

Für diesen Fall hält es das Innenministerium – ungeachtet des für Sitzungen geltenden Öffentlichkeitsgrundsatzes – ausnahmsweise für zulässig, Umlaufbeschlüsse im schriftlichen oder elektronischen Verfahren zu fassen. Ein Umlaufbeschlussverfahren könnte freilich allenfalls von den Gesundheitsbehörden aus infektionsschutzrechtlichen Gründen angeordnet werden.

Der CSU-Fraktionvorsitzende im Landshuter Stadtrat, Rudolf Schnur, hatte sich im Vorfeld wie folgt geäußert:

„Wenn es zu einer Krisensituation kommt, müssen ehrenamtliche Gemeinde- und Stadträte feststellen, dass die Gemeindeordnung seit Jahrzehnten hinsichtlich moderner Sitzungsformen stillsteht.“ Dabei seien Telefon- und Videokonferenzen, zumindest Abstimmungen im Umlaufverfahren durch Telekommunikationsgeräte wie Telefax oder E-Mail, fester Bestandteil im Wirtschaftsleben und zum Teil auch schon in der öffentlichen Verwaltung.

Sicheres Online-Banking ist Schnur zufolge millionenfaches Tagesgeschäft und Standard. Für Entscheidungen in Gemeinde- und Stadträten sei das freilich alles kein Thema. Hier bestehe persönliche Anwesenheitspflicht. Von Übertragung der Stimme mittels Datenleitungen keine Spur.

„Jetzt in Zeiten des Coronavirus entfallen Sitzungen aus Vorsichtsgründen, da die meisten Sitzungen öffentlich durchgeführt werden sollen“, so der Fraktionschef. Sein Appell: „Höchste Zeit für den Ministerpräsidenten, seinen Innenminister und den bayerischen Landtag, der Gemeindeordnung ein update zukommen zu lassen und der modernen Technik Geltung zu verschaffen!“

Kommunale Handlungsfähigkeit aufrechterhalten

In einem Schreiben an Kommunalminister Joachim Herrmann hatte der KPV-Landesvorsitzende, Landrat Stefan Rößle, darauf verwiesen, dass „gerade wir als politische Entscheider in der Verantwortung stehen, der Gesundheit der Bevölkerung, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Ämtern höchste Priorität einzuräumen“. Deshalb würden derzeit vielerorts alle kommunalen Gremiensitzungen abgesagt.

Leider würden dadurch auch essenzielle Beschlüsse wie Haushaltsverabschiedungen, die entscheidend für die kommunale Arbeitsfähigkeit sind, lange hinausgezögert, betonte Rößle. Wichtige Projekte könnten so nicht weiterverfolgt bzw. dieses Jahr noch umgesetzt werden.

Aus diesem Grund hatte der Landrat Minister Herrmann gebeten, prüfen zu lassen, ob in Ausnahmefällen eine Beschlussfassung der kommunalen Gremien im Umlaufverfahren ggf. über eine Gesetzesänderung ermöglicht werden könnte. Damit sei die Handlungsfähigkeit der Kommunen in diesen schwierigen Zeiten noch wirksamer aufrechtzuerhalten.

DK

https://www.klartext.la/die-bayerische-gemeindeordnung-die-digitalisierung-und-ein-update/

 

Die Bayerische Gemeindeordnung, die Digitalisierung und ein update

·         Massive Verkehrs- und Ertragsrückgänge infolge der Corona-Krise

·         Sofortige Einführung von Kurzarbeit in allen Bereichen

·         Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern

Airport Management und Betriebsrat haben sich auf die sofortige Einführung von Kurzarbeit bei der Flughafen München GmbH (FMG) und ihrer Abfertigungstochter AeroGround verständigt. Damit reagiert der Flughafen München auf die massiven Verkehrsrückgänge und Ertragsverluste infolge der Corona-Krise. Die Kurzarbeit betrifft mehrere Tausend Mitarbeiter aus allen Betriebsbereichen von FMG und AeroGround. Der jeweilige Umfang der Kurzarbeit, der bis zu 100 Prozent betragen kann, hängt vom Volumen des wegfallenden Arbeitsaufkommens ab und wird in den verschiedenen Bereichen individuell festgelegt. Durch die Einführung der Kurzarbeit sollen die Arbeitsplätze bei FMG und AeroGround in der Krisenzeit gesichert werden.

„Wir können heute noch nicht abschätzen, wann sich der Luftverkehr wieder regenerieren wird. Die Kurzarbeit wird uns aber dabei helfen, den Schaden für das Unternehmen und die Mitarbeiter zu begrenzen“, erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der FMG.

Auch andere Tochtergesellschaften der FMG wie die Handelsgesellschaft Eurotrade, die Restaurationsgesellschaft Allresto oder die Sicherheitsgesellschaft CAP haben bereits Kurzarbeit eingeführt und dafür jeweils eigene Regelungen mit ihren Arbeitnehmervertretungen getroffen. Die entsprechenden Vereinbarungen basieren auf den unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der jeweiligen Branchenzugehörigkeit der Tochtergesellschaften. Seitens des Arbeitgebers wird das gesetzliche Kurzarbeitergeld der Beschäftigten – abhängig vom jeweiligen Unternehmen– auf bis zu 90 Prozent des durch Kurzarbeit entfallenen Nettoentgelts aufgestockt. Für FMG und AeroGround wurde überdies eine soziale Komponente vereinbart, derzufolge Mitarbeitern aus den unteren bis mittleren Lohngruppen eine höhere Aufstockung ausgezahlt wird.

„In dieser schwierigen Lage sind alle Konzernbeschäftigten gefordert. Der Teamgeist war am Flughafen München schon immer der entscheidende Erfolgsfaktor. Ich freue mich, dass wir auch in der Krise alle an einem Strang ziehen“, erklärte Flughafenchef Lammers.

 Foto: FMG

Außenminister Maas zur zweiten Lieferung von Hilfsgütern an China zur Bekämpfung der Corona-Epidemie

Auswärtiges Amt der BRD vom 18.02.2020 – Pressemitteilung

Außenminister Maas sagte heute (18.02.) anlässlich der zweiten Lieferung von Hilfsgütern an China zur Bekämpfung der Corona-Epidemie:

Wir wollen China weiter nach Kräften bei der Bekämpfung des Corona-Virus unterstützen. Heute geht eine weitere Hilfslieferung von 8,7 Tonnen mit einem Wert von mehr als 150.000 Euro auf den Weg, um schnell und unbürokratisch zu helfen. Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie fest an Chinas Seite und arbeitet mit den chinesischen Behörden eng und vertrauensvoll zusammen. Wir haben dabei allergrößten Respekt vor den Anstrengungen, die China bereits unternommen hat. Mein Dank gilt auch den Spendern, die sich an der Hilfslieferung beteiligen.

Hintergrund:

Die zweite Hilfslieferung umfasst Schutzmaterial des Deutschen Roten Kreuzes an das Rote Kreuz Wuhan, persönliche Schutzausrüstung und Sprühgeräte für Desinfektionsmittel der Firma Scholz-Recycling GmbH für das Chinesische Rote Kreuz Chongqing, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel der Firma Beiersdorf sowie Schutzanzüge der sächsischen Staatskanzlei (DRK Sachsen). Bei der Rückführung deutscher Staatsangehöriger aus Wuhan mit einem Flugzeug der Luftwaffe wurden am 01.02.2020 insgesamt 5,4 Tonnen Verbrauchsmaterial nach China gebracht (Schutzanzüge, Gummistiefel, Handschuhe, Masken, Schutzbrillen, OP-Hauben, Handschuhe sowie Spenden der Firma Beiersdorf).

Foto: klartext.LA (Beispielbild für Schutzmaske)

Ab heute gilt folgende Regelung in Sachen Soforthilfe Corona im Bundesland Bayern:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Höchstsummen der Zuschüsse wurden angepasst. Es gilt nun folgende Staffelung:

o   Unternehmen mit bis zu 5 Erwerbstätige bekommen maximal 9.000 Euro

o   Unternehmen mit bis zu 10 Erwerbstätigen bekommen maximal 15.000 Euro

o   Unternehmen mit bis zu 50 Erwerbstätigen bekommen maximal 30.000 Euro

o   Unternehmen mit bis zu 250 Erwerbstätigen bekommen maximal 50.000 Euro

  • Das Antragsverfahren wurde geändert: Die Antragsstellung erfolgt nun ausschließlich digital über einen Online-Antrag unter https://soforthilfe-corona.bayern/. So soll eine schnellere Bearbeitung garantiert werden.
  • Wer bereits einen Antrag für die Bayerische Soforthilfe gestellt hatte, kann nun auch noch weitere Liquidität im Rahmen des neuen, abgestimmten Soforthilfeprogramms von Bund und Freistaat beantragen. Dies gilt es im digitalen Antrag zu vermerken.
  • Neue Definition des „Liquiditätsengpasses“ (private, liquide Mittel müssen nicht zuvor ausgeschöpft werden): Eine existenz-bedrohende Lage liegt dann vor, wenn die Einnahmen nicht mehr ausreichen, um die laufenden Betriebskosten zu decken.

Alle Informationen zu der Neuregelung sowie den Link zum neuen, digitalen Antragsformular finden Sie auf unserer aktuellen Seite zur Corona-Pandemie: https://www.csu.de/partei/parteiarbeit/arbeitsgemeinschaften/mu/corona-pandemie/

 

Maximilian Götzer, Englbergweg 81, 84036 Landshut

An den

Landesvorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung

Stefan Rößle

Pflegstr. 2

86609 Donauwörth

Per E-Mail

Landshut, 30.03.2020

Sehr geehrter Herr Rößle,

in Zeiten der Corona Krise wird speziell kommunalen Verantwortungsträgern deutlich, wie viel Handlungsbedarf bei einer (grundlegenden) Überarbeitung der Bayerischen Gemeindeordnung besteht.

Besonders die Handlungsfähigkeit von Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten ist momentan enorm eingeschränkt bzw. gänzlich zum Erliegen gekommen.

Aus diesem Grund wende ich mich mit einer Initiative meines Fraktionsvorsitzenden im Landshuter Stadtrat, Rudolf Schnur, an Sie. Die Digitalisierung, die nicht nur seit Jahren in aller Munde ist, sondern auch jüngst von BM Scheuer als großes Ziel für die Zeit nach der Corona-Krise ausgerufen wurde, sollte nicht aufgrund veralteter Normen auf kommunaler Ebene Halt machen.

In den Kommunen ist eine Fortführung der Gremienarbeit elementar, da die
Mandatsträger -was den Informationsaustausch angeht – in Krisenzeiten allein auf das Wohlwollen bzw. die Informationsfreudigkeit der Oberbürgermeister, 1.Bürgermeister und Landräte angewiesen sind.

Daher bitten wir Sie, dieses Thema auch aufgrund seiner Aktualität möglichst schnell aufzugreifen und im Parteivorstand bzw. bei der Staatsregierung anzusprechen. Eine Anpassung der Gemeindeordnung an das 21. Jahrhundert ist überfällig.

Im Anhang der Kommentar des CSU-Fraktionsvorsitzenden im Landshuter Stadtrat.

Viele Grüße und eine hoffentlich gesunde Zukunft

Ihr

Maximilian Götzer

Stadtrat

Kreisvorsitzender der KPV Landshut

Die Bayerische Gemeindeordnung, die Digitalisierung und ein update

März 16, 2020

In Bayern wird seit geraumer Zeit in Sonntagsreden und in der Eigendarstellung von “Laptop und Lederhose” geworben. Der Ministerpräsident schwärmt von Hightech, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.

Wenn es dann zu einer Krisensituation kommt müssen ehrenamtliche Gemeinde- und Stadträte feststellen, dass die Gemeindeordnung seit Jahrzehnten hinsichtlich moderner Sitzungsformen still steht. Telefon- und Videokonferenzen, zumindest Abstimmungen im Umlaufverfahren durch Telekommunikationsgeräte wie Telefax oder E-Mail sind fester Bestandteil im Wirtschaftsleben und zum Teil auch schon in der öffentlichen Verwaltung.

Sicheres Online-Banking ist millionenfaches Tagesgeschäft und Standard.

Für Entscheidungen in Gemeinde- und Stadträten ist das alles kein Thema.

Da besteht persönliche Anwesenheitspflicht. Keine Übertragung der Stimme mittels Datenleitungen!

Jetzt in Zeiten des Coronavirus entfallen Sitzungen aus Vorsichtsgründen, da die meisten Sitzungen öffentlich durchgeführt werden sollen.

Höchste Zeit für den Ministerpräsidenten, seinen Innenminister und den bayerischen Landtag der Gemeindeordnung ein update zu kommen zu lassen und der modernen Technik Geltung zu verschaffen.

Rudolf Schnur, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Landshuter Stadtrat

Art. 47 der Bayerischen Gemeindeordnung

Sitzungszwang; Beschlußfähigkeit

(1) Der Gemeinderat beschließt in Sitzungen.

(2) Er ist beschlußfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist.

(3) 1Wird der Gemeinderat zum zweiten Mal zur Verhandlung über denselben Gegenstand zusammengerufen, so ist er ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlußfähig. 2Bei der zweiten Einladung muß auf diese Bestimmung hingewiesen werden.

Das Tragen von Schutzmasken im Einsatzdienst dient dem Eigenschutz

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut zum vergangenen Wochenende die eigenen Schutzmaßnahmen weiter erhöht. Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und zum Schutz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte tragen die Feuerwehrfrauen und -Männer bei Einsätzen ab sofort Schutzmasken. 
Auf Grund der rasant steigenden Infektionszahlen in und um Landshut soll damit eine mögliche Ansteckung der eigenen Mannschaft durch unwissentlich infizierte Personen bzw. Kontaktpersonen – auch aus den eigenen Reihen – verhindert werden. Für Einsätze im Zusammenhang mit potentiellen Corona-Patienten bzw. Corona-Verdachtsfällen hält die Landshuter Feuerwehr ohnehin bereits seit drei Wochen bei allen Löschzügen eine gesonderte Schutzausstattung vor. 
Stadtbrandrat Gerhard Nemela: „Wir können auf Grund der stetig steigenden Zahlen in unserer Region nicht mehr sicher sein, dass nicht doch auch Mitglieder unserer Wehr unwissentlich und ohne Symptome mit dem Virus infiziert sind und weiter ausrücken. Damit wäre vor allem in den Fahrzeugen und Wachen ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko der gesamten Mannschaft gegeben, dies wollen wir soweit es geht minimieren. Die Bevölkerung muss sich somit keine Sorgen machen, wenn Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Schutzmasken zur Hilfe anrücken – dies dient rein dem Eigenschutz.”
 
Zudem wurden als weitere Sicherheitsmaßnahme die Sitzplätze in den Fahrzeugen minimal reduziert, um hier immer entsprechende Abstände zwischen den Einsatzkräften gewährleisten zu können. Eine Verminderung der Einsatzbereit geht damit nicht einher. Bei Fahrzeugen mit einer so genannten Staffelbesatzung (sechs Feuerwehrdienstleistende) ändert sich nichts – hier sind die Sitzabstände ausreichend, Fahrzeuge mit einer Gruppenbesatzung (neun Feuerwehrdienstleistende) werden vorübergehend auf eine Staffelbesatzung reduziert. Das vor Ort benötigte Personal wird die Einsatzstellen dann mit zusätzlichen Einsatzfahrzeugen anfahren, so dass aus dieser Maßnahme keine Personalknappheit hervorgeht. 
 
Für alle Einsatzkräfte der Landshuter Feuerwehr gelten darüber hinaus weiter die bereits bekannten gesonderten Regelungen: Wer in einem Risikogebiet war, darf 14 Tage nicht am Feuerwehrdienst teilnehmen. Auch wer als Kontaktperson einer infizierten Person ausgemacht wurde, darf bis zu einem negativen Testergebnis nicht am Einsatzdienst teilnehmen. Der Übungs-, Schulungs- und Lehrgangsbetrieb sowie alle anderen Aktivitäten wie Besprechungen und Kameradschaftsabende in den Feuerwachen – mit Ausnahme des Einsatzgeschehens – sind ebenfalls weiter auf Eis gelegt. Aktuell ist innerhalb der Landshuter Feuerwehr glücklicherweise kein positiver Corona-Fall bekannt. In allen acht Feuerwachen steht aktuell ausreichend Personal zur Abarbeitung der Einsätze zur Verfügung. 
 
Foto: Feuerwehr Landshut – Beispielbild für Maskenträger