Home Authors Posts by Markus Förster

Markus Förster

64 POSTS 0 COMMENTS

Foto: Leipfinger-Bader
Geschlossener Wertstoffkreislauf: In der neuen Recyclinganlage in Puttenhausen (Niederbayern) werden Ziegelbruch und Dämmstoffe sauber getrennt. Während Mineral- und Holzfasern wieder in die Ziegelproduktion eingehen, lassen sich die keramischen Bestandteile als Substrat etwa für die Dachbegrünung aufbereiten.

Als erster deutscher Hersteller gewährleisten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Niederbayern) ab sofort einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für ihre massiven Mauerziegel. Bereits seit vielen Jahren verfolgt das Familienunternehmen das Ziel, den auf Baustellen anfallenden Ziegelbruch wieder in die Wertschöpfungskette zurückzuführen. Eine eigens hierfür entwickelte Recyclinganlage am Standort Puttenhausen vollbringt nun diese Leistung: Dabei werden Ziegelbruch und Dämmstoffe zunächst sauber voneinander getrennt und anschließend wiederverwertet. Während der Ziegelbruch etwa bei Dachbegrünungen erneut zum Einsatz kommt, werden die Dämmstoffe wieder der Produktion zugeführt. „Wir sehen den Mauerziegel auch über seine erste Lebensphase hinaus als wertvolle Materialressource an. Mit der Entwicklung unserer speziellen Recyclinganlage freuen wir uns als Baustoffproduzent über einen umwelttechnischen Durchbruch“, erläutert Firmenchef Thomas Bader.

Die Debatten rund um nachhaltiges Wirtschaften machen auch vor der Baubranche nicht halt – im Gegenteil: Jährlich fallen in Deutschland etwa 58,5 Millionen Tonnen Bauschutt an. Davon gehen wiederum etwa 10 Millionen Tonnen auf Abbruchziegel oder ziegelreiche Stoffgemische zurück. Geschlossene Wertstoffkreisläufe könnten Abhilfe schaffen, um Ressourcen zu schützen und Abfallaufkommen zu reduzieren. Hier beschreitet das Familienunternehmen Leipfinger-Baderseit September offiziell neue Wege: „Aus unserer Sicht sind auch Schnittreste von der Baustelle eine wertvolle Ressource, die nicht ungenutzt bleiben sollte“, erklärt Geschäftsführer Thomas Bader. „Zu diesem Zwecke haben wir eigens eine neue Recyclinganlage in Puttenhausen errichtet. So bieten wir als erstes Ziegelwerk in Deutschland einen vollständig geschlossenen Wertstoffkreislauf an.“ In Zukunft soll auch Material aus Abbrüchen für das Recycling angenommen werden. Ein besonderer Service ist dabei die kostenfreie Abholung des Ziegelbruchs auf der Baustelle. Dazu werden „Big Bags“ zur Verfügung gestellt, in denen das Material fachgerecht verpackt und sicher abtransportiert werden kann.

Foto: Leipfinger-Bader
Wiederverwertung von Bauabfällen: In sogenannten Big Bags gelangt der Ziegelbruch von der Baustelle zum Recycling-Standort. Hier wird er der Recyclinganlage zugeführt und wiederaufbereitet.

Recycling erfordert innovative Technik

Die Idee einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft haben die Ziegelwerke auf Grundlage jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit verwirklicht. Dabei bestand die Herausforderung darin, den Ziegelbruch mit Dämmstoff-Anteil zunächst wieder in seine einzelnen Bestandteile zu zerlegen. Die Lösung lag in einem alten mechanischen Trennverfahren, das sich Gravitation, Masse und Fliehkräfte zunutze macht – der Windsichtung. Dieses bildet das Herzstück der Recyclinganlage. Bekannt aus der Landwirtschaft ist es in der Lage, nicht nur sprichwörtlich die Spreu vom Weizen zu trennen. So gelangen die mithilfe einer Separator-Schaufel vorgebrochenen Baureste in einen Windkanal, der zwei Wege eröffnet: Leichte Dämmstoffpartikel werden nach oben hin abgesaugt, während der schwere Ziegelbruch nach unten fällt. Über einen Zyklonabschneider abgeschieden und anschließend fein ausgesiebt, ist der Dämmstoff dann wieder als solcher einsatzbereit. Das Prinzip funktioniert sowohl bei Mineral- als auch Holzfasern, die bei Leipfinger-Bader als Füllung jeweils in hochwärmedämmenden CORISO- oder SILVACOR-Ziegeln zum Einsatz kommen. Daneben wird der keramische Ziegelbruch weiter zerkleinert und in unterschiedlichen Körnungsstärken als Substrat zur Dachbegrünung oder für den Wegebau wiederverwendet.

Foto: Leipfinger-Bader
Ziegel-Recycling in Puttenhausen: Bei der Wiederaufbereitung wird der Ziegelbruch in unterschiedliche Körnungsgrade zerkleinert. Im Anschluss ist er als Substrat zur Dachbegrünung oder beim Wegebau wieder für eine neue Anwendung einsetzbar.

Nachhaltige Unternehmensführung als Maxime

Im Sinne der Nachhaltigkeit optimieren die Ziegelwerke Leipfinger-Bader sämtliche internen Prozesse und Produkte kontinuierlich entlang ihrer Wertschöpfungskette. Das vollständige Recycling eigener Mauerziegel-Abfälle bildet hier einen Höhepunkt. Aber schon beim Abbau der Rohstoffe greift der Umweltgedanke: So werden ehemalige Lehmgruben stets aufwendig renaturiert und auf dem Betriebsgelände Biotope angelegt. Als Teilnehmer am Emissionshandel leistet das Unternehmen zudem einen Ausgleich für den CO2-Ausstoß, der bei der Ziegelproduktion entsteht. Weniger fossile Brennstoffe heißt weniger CO2: Daher sind bei der Produktion eine Rauchgasreinigungsanlage mit Wärmetauscher und ein hochmoderner Brennofen im Einsatz. Die für die Betriebsführung notwendige Energie stammt aus dem hauseigenen Solarpark und dem Zukauf von Ökostrom. Jeglicher Optimierungsbedarf der letzten Jahre konnte über das Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 genau ermittelt werden. „Alle Maßnahmen sind darauf ausgelegt, unseren Energiebedarf in sämtlichen Unternehmensbereichen zu reduzieren. Aber auch unsere Unipor-Mauerziegel selbst tragen dazu bei: Denn ihr hoher Wärmeschutz macht sie zu effizienten Energiesparern – jetzt auch gefüllt mit recyceltem Dämmstoff“, erklärt Bader.

Nähere Informationen zum Recycling- und Energiemanagement von Leipfinger-Bader erhalten interessierte Bauherren und Fachleute direkt beim Unternehmen per Telefon (08762-7330) oder E-Mail (info@leipfinger-bader.de).

Foto: Leipfinger-Bader
Hat die Idee des vollständigen Mauerziegel-Recyclings jahrelang verfolgt und jetzt offiziell die deutschlandweit erste Recyclinganlage dieser Art in Betrieb genommen: Thomas Bader, Geschäftsführer der Ziegelwerke Leipfinger-Bader.

Bildquelle: Pixabay

Informationsabend für werdende Eltern am 8. Oktober in Achdorf

Landkreis Landshut. Am Donnerstag, 8. Oktober um 19 Uhr lädt die Frauenklinik des Krankenhauses Landshut-Achdorf zum Informationsabend für werdende Eltern in den Sitzungssaal des Landratsamtes (graues Gebäude zwischen Landratsamt und Ärztehaus) ein. Im Rahmen der Veranstaltung stellt das Team der Frauenklinik die Geburtshilfe am Krankenhaus Landshut-Achdorf vor, informiert über die Abläufe in den Entbindungszimmern sowie auf der Wochenstation und beantwortet die persönlichen Fragen der werdenden Eltern.
Um den Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten zu können, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. An der Veranstaltung können nur Personen teilnehmen, die sich per E-Mail an elternschule@lakumed.de<mailto:elternschule@lakumed.de> angemeldet und eine Anmeldebestätigung sowie eine Screening-Checkliste erhalten haben. Bitte bringen Sie zum Infoabend zusätzlich zur ausgefüllten Screening-Checkliste auch einen Mund-Nasen-Schutz mit. Personen mit Erkältungssymptomen und Personen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.
Aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation durch das Coronavirus sind Führung durch den Kreißsaal nicht möglich. Auf www.lakumed.de<http://www.lakumed.de> finden Sie einen virtuellen Kreißsaal-Rundgang, der einen Einblick in die geburtshilfliche Abteilung am Krankenhaus Landshut-Achdorf ermöglicht.
Der nächste Infoabend für werdende Eltern findet am Donnerstag, 22. Oktober am Krankenhaus Landshut-Achdorf statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.LAKUMED.de<http://www.LAKUMED.de>.

LAKUMED Kliniken
Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung AdöR
Achdorfer Weg 3
84036 Landshut

Telefon:        0871/404-0      E-Mail: info@lakumed.de
FAX:    0871/404-1662   Internet:       http://www.lakumed.de
USt-ID: DE 219735954
Vertretungsberechtigt: Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender J. Fuchs

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (v. l.), Kreisbäuerin Irene Waas, BBV-Geschäftsführerin (Landau-Straubing-Deggendorf) Ingrid Ecker, Bezirksrätin Monika Maier und Kreisobmann Friedhelm Dickow.

Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

Von der Schweinepest bis zum Solarpark

Vertreter des Bezirks informierten sich über aktuelle landwirtschaftliche Themen

 

Landau. Die Großen werden größer, die Kleinen geben immer häufiger auf. Und je größer die Betriebe (nicht zuletzt wegen staatlicher Zuschüsse) werden, desto mehr Verordnungen erlässt der Staat, deren Umsetzung wiederum für die kleinen Landwirte am schwierigsten ist und sie noch öfter zum Aufhören zwingt. Über diese Spirale ging es beim Gespräch von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Monika Maier mit der Geschäftsführerin des Bayerischen Bauernverbandes Landau-Straubing-Deggendorf, Ingrid Ecker, Kreisbäuerin Irene Waas und Kreisobmann Friedhelm Dickow.

 

Gerade kleine Betriebe können von Grünlandbewirtschaftung nicht leben und machen nur mit der Tierhaltung Gewinn. Wenn man künftig weniger Tiere halten darf, dann gibt es für den Betrieb nur zwei Möglichkeiten: investieren oder zusperren. Hohe Investitionen mit langen Laufzeiten stellen aber ein hohes Risiko dar, da die Landwirte ihre künftigen Absatzpreise nicht kennen. Bei der Afrikanischen Schweinepest wird das aktuell sehr deutlich: „Obwohl wir in Bayern noch keinen einzigen Fall haben, fallen die Preise“, sagt Friedhelm Dickow, der deshalb für eine Gebietsdifferenzierung innerhalb Deutschlands plädiert, so wie sie auch innerhalb Europas gilt. „Zumindest auf Ebene der Bundesländer.“

Ganz allgemein sieht Dickow bei den Fleischpreisen ein Problem: „Wie will die Politik den Preis anheben, ohne dass wir den Markt verlieren? Wir haben ja keinen Außenschutz. Wenn deutsches Fleisch teurer wird, wissen wir Bauern genau was passiert: Es wird einfach anderes Fleisch gekauft, bei dem nicht die hohen Produktionsvorschriften eingehalten werden, wie wir sie haben“, so der Kreisobmann, der darauf hinweist, dass man dieses Problem seit Jahren auch bei der Milch nicht lösen könne. Ein Grund sei auch die mangelnde Kennzeichnungspflicht, denn der Verbraucher könne nicht gut genug erkennen, woher das Produkt stammt, das er kauft. „Die Gurken aus Indien oder der Türkei werden hier verarbeitet und schon kommen sie offiziell aus Deutschland.“

 

Bezirkstagspräsident Heinrich beschäftigte die Frage, wie man es schaffen könne, dass für Lebensmittel vernünftige Preise gezahlt werden – in anderen Ländern gelinge dies teilweise auch. Kreisbäuerin Irene Waas verwies dabei auf den Vorschlag der Landfrauen, ein Unterrichtsfach „Alltagskompetenzen“ einzuführen. Über 90.000 Unterschriften wurden dafür gesammelt. Jüngst hatte die Staatsregierung ein Zugeständnis dazu gemacht und eine Projektwoche genehmigt. „Eine Woche innerhalb von vier Jahrgängen, jeweils für die erste bis vierte und für die fünfte bis neunte Jahrgangsstufe. Das ist nicht viel und es gibt für die Umsetzung zu wenig Geld, nur 300 Euro für eine ganze Woche.“

Dem BBV sei daran gelegen, auch Landwirte als Referenten für die Schüler mit ins Boot zu holen, aber die möchte man dafür natürlich auch entlohnen können. „In der Praxis wird es dann so sein, dass sich Organisationen, die – weil gerade im Trend und mit vielen Spenden bedacht – mit ihren kostengünstigen Angeboten behaupten“, vermutet Ingrid Ecker. Und Irene Waas hatte einige Bespiele auf Lager, bei denen Landwirte öffentlich von Tier- und Umweltschützern angeprangert werden, die ihrerseits von Landwirtschaft zu wenig Ahnung hätten. „Wenn Hühner aus einem Stall gestohlen werden, weil sie keine Federn mehr haben, was scheinbar ein Hinweis auf Quälerei sei, dann wissen diese Menschen schlichtweg nicht, dass sich Hühner mausern und das ganz natürlich ist.“

 

Letztlich sei es wichtig, so meinte auch Bezirksrätin Monika Maier, dass der Bürger wieder mehr über die Landwirtschaft wisse. „Im Gegensatz zu vor zwei Jahren ist aber die Nachfrage nach Lehrstellen gesunken“, wusste der Kreisobmann zu berichten. Auch Olaf Heinrich sieht die Notwendigkeit, dass die Bevölkerung wieder mehr Einblick in die tatsächliche landwirtschaftliche Arbeit bekommt und damit auch die regional produzierten Lebensmittel wertschätzt.

Zuletzt sprach man noch über die zunehmende Zahl an Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen. „Hier hat die Gemeinde die Planungshoheit und kann gezielt örtliche Investoren unterstützen.“ Wenn dann solle dies vom jeweiligen Landwirt selbst oder zusammen mit den Bürgern betrieben werden, damit das Geld in der Region bleibt, waren sich alle einig.

Es gibt also viel zu tun, damit die niederbayerische Landwirtschaft und damit auch die Kulturlandschaft erhalten bleibt. Einen Beitrag versucht der Bezirk mit der Genussregion Niederbayern zu leisten, die seit Juli läuft und im kommenden Jahr womöglich auch durch eine Vereinsgründung an Fahrt aufnehmen soll.

 

– ml –

Am 24. September 2020 um 16 Uhr war es soweit: Der erste auf VOLL-Elektro umgerüstete Dieselbus der Stadtwerke Landshut wurde vorgestellt und zum Linienbetrieb übernommen.
Vor drei Jahren fand das erste Gespräch in den Stadtwerken Landshut mit einer Idee auf einem Laptop statt. Nun ist die Idee serienreif auf der Straße…
Als Veranstalter der Landshuter Umweltmessen und im Umweltschutz seit Jahrzehnten aktiver Stadtrat wurde Rudolf Schnur 2017 aus dem Bundesverband Elektromobilität (BEM) e.V. angefragt, ob es grundsätzlich denkbar wäre, dass ein Verkehrsunternehmen im Raum Landshut ein Pilotprojekt mit einem Startup-Unternehmen durchführen würde. Aus dem Kennenlernen mit Vorstellen einer Idee wurde Zusammenarbeit und daraus nun ein Linienbus für Landshuter Fahrgäste:


Fotos und Film: Klartext.LA