Home Allgemein “Ausgeburt der Hässlichkeit” oder “Gewöhnungsbedürftig”?

“Ausgeburt der Hässlichkeit” oder “Gewöhnungsbedürftig”?

Kommentar:

So sah das Gelände an der Seligenthaler Straße viele Jahre lang aus…

nun tritt ein Wandel ein und sofort setzt Kritik ein.

Der erste Ausspruch stammt von der Stadträtin März-Granda, den diese im Bausenat am 28.09.2017 zum neuen Anbau an die seit Jahren leer stehende ehemalige Papierfabrik in der Schillerstraße widmete.

Die zweite Äußerung tätigte Frau Oberpriller vom Sachgebiet Sanierungsstelle des Baureferates der Stadt Landshut.

Während der gewählten Stadträtin ihre Meinungsäußerung jederzeit zusteht und es dem Bürger überlassen bleibt, wie er “seine” Vertreterin dazu bewertet, stellt sich bei einer verbeamteten “Dienerin der Stadt” schon die Frage, ob es nicht besser wäre eine neutrale Sprache zu wählen und tendenziöse Aussagen zu unterlassen. Insbesondere deswegen, weil es ja gerade ihr Amt ist, dass die Bauangelegenheit von Anfang an begleitet hat und auch die erforderlichen Genehmigungen, sowie die Aufsicht inne hatte. Und auch deswegen weil das was geleistet wird ebenso im Interesse der Sanierungsstelle und der “Sozialen Stadt Nikola” sein sollte.

Über Geschmack und Baustil lässt sich bekanntlich trefflich streiten. Fakt ist, dass ein wirklich hässlicher und langanhaltender Leerstand und Verfall nun einer sinnvollen Nutzung und einem eher neutralen Aussehen mit dem heute so beliebten Flachdach gewichen ist.
Fakt ist auch, dass es nicht investorenfreundlich ist, wenn Sanierungen und Neubauten mit negativen Äußerungen “belohnt” werden.
Vielleicht sollten gerade die Kritiker einmal versuchen selbst konstruktiv zu sein und auf eigene Kosten, mit eigener Arbeit und auf eigenes Risiko eine “Ausgeburt der Schönheit” erstellen.

Rudolf Schnur, Herausgeber