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“ATOMKRAFT KANN DIE KLIMAKRISE NICHT LÖSEN” – Kampagne „Don´t nuke the climate!“

Atomkraft kann die Klimakrise nicht lösen

Kampagne gegen den Bau von Atomkraftwerken

 

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg unterstützt derzeit anlässlich der UN-Klimakonferenz vor Ort in Polen eine Kampagne gegen den Neubau von Atomkraftwerken. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), in dem auch die Bürgerinitiative organisiert ist, begrüßt die Aktivitäten. Der BBU teilt die Auffassung, dass der Neubau von Atomkraftwerken keine Klimaprobleme löst, auch nicht in Polen. Atomkraft kann die Klimakrise nicht lösen

Ausführliche Informationen zur internationalen Kampagne „Don´t nuke the climate!“ findet man unter http://www.dont-nuke-the-climate.org. Weitere Informationen unter https://www.bi-luechow-dannenberg.de

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Die COP 24 hat begonnen- wir sind schon da!

Die Weltklimakonferenz in Katowice, mitten im größten Kohlegebiet Polens, hat begonnen und Aktivisten der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) sind schon da. Wie auf den Vorläuferkonferenzen in Paris und Bonn unterstützt die Bürgerinitiative die Kampagne „Don´t nukethe climate!“

„Den Bestrebungen der Atomwirtschaft, sich als CO 2- freie Alternative zur dreckigen Kohle anzubiedern, soll mit Hilfe dieser internationalen Kampagne Einhalt geboten werden“, erklärt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Gerade das Gastgeberland Polen schiele auf die Atomkraft als Alternative zur Kohle. 2009 schlug die polnische Regierung den Ort Gryfino an der Oder für den Bau eines Atomkraftwerks vor. Proteste auf polnischer und deutscher Seite sorgten dafür, dass dieser Standort kippte. Jetzt bringt die Regierung Zarnowiec ins Spiel, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Danzig. Dort war bereits der Bau von vier russischen Reaktoren in den 80er Jahren begonnen worden. Nach der Katastrophe von Tschernobyl wurde der Bau nach heftigen Protesten gestoppt.

Die kommende Dekade wird entscheidend dafür sein, ob die Welt das 1,5-Grad-Limit halten kann. Das zeigt der neue Sonderbericht https://www.de-ipcc.de/256.php des Weltklimarats. Demnach müssten die Emissionen in den nächsten zwölf Jahren um drastische 45 Prozent gegenüber 2010 sinken. Das geht nur durch eine weitest gehende Dekarbonisierung, d.h. einen grundlegenden Wandel unserer Wirtschaftsweise.

Höchste Zeit also, dass in Katowice vom 2. – 14. Dezember die Staaten – allen voran die Industriestaaten – nach dem Warnruf des Weltklimarats viel ambitioniertere Klimaziele und die entsprechenden Maßnahmen auf den Tisch legen, fordert die BI. Ohne Zusage für einen schnellen und ambitionierten Kohleausstieg durch die «Kohlekommission» wird auch Deutschland auf internationaler Bühne erheblich an Glaubwürdigkeit einbüßen. „Aber Atomkraft, das muss klar werden, ist keine Alternative“.

Wolfgang Ehmke

 

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