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“Arbeitsstab Hochwasser” im Umweltministerium

Pressemitteilung

München, 31. Mai 2013

PM 167/13

Umweltministerium richtet „Arbeitsstab Hochwasser“ ein / Vorsorgliche Schutzmaßnahmen vor dem Wochenende gestartet

 

Aufgrund der anhaltenden Regenfälle in ganz Bayern hat das Bayerische Umweltministerium einen „Arbeitsstab Hochwasser“ eingerichtet und verfolgt laufend die aktuellen Wetterprognosen und die Entwicklungen an den Gewässern aufmerksam. Für das Wochenende sind weiterhin starke Regenfälle vor allem am Alpenrand und im südlichen Alpenvorland vorhergesagt. Stärkere Überschwemmungen können dort nicht ausgeschlossen werden. Deshalb hat das Ministerium jetzt neben den laufenden Hochwasserschutzmaßnahmen vorsorglich zusätzliche Schritte in die Wege geleitet. So werden sowohl in Oberbayern als auch im Allgäu Vorabsenkungen der Stauseen durchgeführt. Das heißt, dass zum Beispiel am Sylvensteinsee mehr Wasser abgegeben wird, als zufließt. So kann noch mehr Platz (zusätzlich rund 3 Millionen Kubikmeter) für die Samstagnacht erwartete große Welle geschaffen werden. Damit können auch die Deiche unterhalb entlastet werden. Im Seifener Becken im Allgäu laufen die Vorbereitungen für den Einstau. Hier können im Fall des Falles rund 6,5 Millionen Kubikmeter Hochwasser aus der Iller zurückgehalten werden.

Der Hochwassernachrichtendienst des Bayerischen Landesamts für Umwelt und der örtlichen Wasserwirtschaftsämter steht mit den Kommunen und ihren Rettungskräften in engem Kontakt, um schnellstmöglich auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und vor Ort geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Hochwasserkarten und Prognosen werden laufend aktualisiert und ins Internet eingestellt.

Das Hochwasser in Franken läuft dank der Schutzmaßnahmen bislang ohne größere Schäden ab. Alle Talsperren dort sind in Betrieb und helfen, die Wassermassen zwischenzuspeichern.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt seit Jahren konsequent den Hochwasserschutz in Bayern. Insgesamt werden im Freistaat bis 2020
2,3 Milliarden Euro in das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm investiert. Bisher wurden über 1,6 Milliarden Euro aufgewendet.

Weiterführende Informationen und Warndienste

Der Hochwasser-Nachrichtendienst des Bayerischen Landesamts für Umwelt liefert unterwww.hnd.bayern.de aktuelle Lageberichte. Für Smartphones gibt eine aktuelle App unterm.hnd.bayern.de Auskunft.

Übersicht Meldestufen:

Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen.

• Meldestufe 2: Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.

• Meldestufe 3: Einzelne bebaute Grundstücke überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr.

• Meldestufe 4: Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.

Alle Warn- und Informationsdienste über Naturgefahren in Bayern sind im Internet über das Portalwww.naturgefahren.bayern.de/ erreichbar.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wasser.bayern.de.