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Arbeitskreis für Schlafstörungen in Niederbayern gegründet

v.l. Fritz Doppelmayer, Straubing,Helmut Dendl,Landshut, Johannes Vullings,Deggendorf, Rolf Lienemann,Pfarrkirchen

 

Niederbayerische Selbsthilfegruppen-Leiter gründen Arbeitskreis für Schlafstörungen.

Der neu gegründete niederbayerische Arbeitskreis hat sich vorgenommen, sich nicht nur um Schlafstörungen wie Schlafapnoe und das Restless-legs-Syndrom  zu kümmern: Es gibt sehr viel mehr Erkrankungen, die den lebenswichtigen erholsamen Schlaf verhindern!

Bei der Narkolepsie beispielsweise handelt es sich um eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Dieses Krankheitsbild ist charakterisiert durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit und plötzliche Einschlafattacken. Die Insomnie ist dagegen eine weit verbreitete Ein- und Durchschlafstörung. Ursachen können äußere Faktoren wie nächtlicher Lärm, aber auch psychische und physische Probleme des Organismus sein.

Wenn der Schlaf nicht erholsam ist, wird die Leistungsfähigkeit des Menschen über kurz oder lang beeinträchtigt. Vor allem das Immunsystem leidet darunter, was zahlreichen Krankheiten Tür und Tor öffnet.

Ein bedeutender Teil unserer Arbeit wird es sein, dass wir über die Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe berichten und die Problematik der von den Krankenkassen zunehmend restriktiver gehandhabten Versorgung dieser Patienten im Auge behalten. In Deutschland leben mehr als 5 Millionen Menschen mit einem Schlafapnoe-Syndrom. Schlafapnoe-Betroffene leiden unter krankhaftem Schnarchen mit nächtlichen Atemaussetzern, die zu einer gefährlichen Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen. Die Folgen sind verheerend: Im Straßenverkehr und an Maschinen kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen durch den Sekundenschlaf. In den kommenden Jahren werden die Kosten bei Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungsträgern steigen, da immer mehr unbehandelte Schlafapnoe-Patienten früher in Rente gehen müssen. Eine unbehandelte Schlafapnoe führt nachweislich zu Herz-Kreislauf-Leiden, zu Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes.

Eine Schlafapnoe zu diagnostizieren und zu behandeln ist heute kein Problem mehr. Dies ist eine der bedeutsamsten präventiven Maßnahmen. Freilich kostet dies Geld, erspart aber dafür in den kommenden Jahren ein Vermögen an Folgekosten. Unverständlich ist es deshalb, dass manche Krankenkassen an der Diagnostik und vor allem an einer wirksamen Behandlung unvernünftig sparen.

Doch wir Patienten brauchen dieser bürokratischen Ignoranz nicht tatenlos zuschauen! Wir müssen unsere Rechte einfordern. Nehmen sie Kontakt auf mit dem niederbayerischen Arbeitskreis. Die Kontaktadresse: Helmut Dendl in Landshut, Tel. 0871-65277, Fax 0871-1437628 oder E-Mail helmut.dendl@t-online.de.

 

 

 

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