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ANNA SPUDAL FEIERT JAHRHUNDERT-GEBURTSTAG — 100 bunte Rosen, OB Putz und Besuch aus Paraguay

100 bunte Rosen, OB Putz und Besuch aus Paraguay

Anna Spudat feiert Jahrhundert-Geburtstag

Was sind schon 11.000 Kilometer Luftlinien-Entfernung, wenn die Oma ihren 100. Geburtstag feiert. Anna Spudats Familie jedenfalls ist kein Weg zu weit, vor allem an diesem besonderen Tag: Enkel Michael mit seiner Frau Maren und Urenkelin Tanja reisten extra aus Paraguay, in Südamerika, an, um bei ihrer geliebten Oma und Uroma zu sein. Für eine große Überraschung und Freudentränchen sorgte aber auch ein weiterer Gast, nämlich aus dem Rathaus: „Ich freue mich sehr über ihren Besuch”, begrüßte Anna Spudat Oberbürgermeister Alexander Putz im festlich dekorierten Speisezimmer der Seniorenresidenz Curanum. Der Rathauschef beglückwünschte die Jubilarin und überbrachte ihr zudem im Auftrag des Ministerpräsidenten ein Glückwunschschreiben. Als ihr der Oberbürgermeister persönlich daraus vorlas, zeigte sich Anna Spudat sichtlich gerührt, worauf ihre vielen Gratulanten sie mit einem langanhaltenden Applaus würdigten und auf ihr Wohl anstießen. „Fesch sehen Sie aus”, machte Putz der adrett gekleideten Jubilarin ein Kompliment, was auch Spudats ehemalige Wohn-Nachbarn Cornelia und Peter unterstrichen: „Sie war und ist bis heute eine sehr gepflegte Frau und immer hübsch gekleidet.” Seit drei Jahren erst ist sie im Curanum an der Nikolastraße beheimatet. Wie ihre Tochter Edda, von der sie täglich liebevoll umsorgt wird, sagte, habe sie ihren Haushalt zuvor komplett eigenständig gemeistert; auch der Treppenaufgang zu ihrer Wohnung im zweiten Stock sei für die damals 97-Jährige kein Problem gewesen. Geboren ist Anna Spudat, die im Alter von 25 Jahren heiratete, im ostpreußischen Königsberg, der heutigen Oblast Kaliningrad. Zum Kriegsende 1944 fand die damals von Vertreibung und Flucht geprägte 27-Jährige in Landshut eine neue Heimat. Zur ihren Hobbys zählten die Gartenarbeit und ausgedehnte Wald-Spaziergänge. „Und sie liebt Blumen”, sagte Spudats Tochter Edda, die ihrer Mama mit farbenprächtigen Rosen – 100 an der Zahl – eine große Freude bereitete. Und auch heute noch macht die naturverbundene 100-Jährige regelmäßig Ausflüge in die Flutmulde, um dort Enten zu füttern. Das hohe Alter führt Tochter Edda auf verschiedene Gründe zurück: Sie habe das Leben stets im rechten Maß genossen. „Um sich fit zu halten, nahm sie gern Ginseng für den Kopf – und hin und wieder gab’s auch mal ein kleines Schnapserl vorm Zubettgehen.” Im Curanum fühlt sich die Jubilarin laut ihrer Tochter vor allem aufgrund der „hervorragenden Pflege und des herzlichen Personals” sehr wohl.

Foto:

Stadt Landshut (Abdruck mit Quellenangabe honorarfrei)