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Alles im Fluss

Bildunterschrift: Der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes, Constantin Sadgorski (l.) und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) sprachen über den Hochwasserschutz und die neuen Kneippanlagen in der Region Landshut. 

Abgeordneter Radlmeier beim Wasserwirtschaftsamt

Landshut. Über den Hochwasserschutz in Landshut und den Bau von Kneipp-Anlagen sprach Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) mit dem Leiter des Wasserwirtschaftsamt Landshut, Constantin Sadgorski.

Passend zum 200. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp werden an vielen Orten in Bayern Kneippanlagen gebaut. So auch im Landkreis Landshut: Am Mühlkanal in Pfettrach wird eine Anlage realisiert. Auf Höhe des Sportheims des SC Pfettrach wird dafür das Bachbett umgestaltet. Außerdem kann man künftig in der Landshuter Flutmulde kneippen. Schon im Juli soll die dortige Anlage eingeweiht werden.

Mehr Mittel für Förderprogramm

Mitausgelöst hat den regen Ausbau der Kneippanlagen ein eigens aufgelegtes Förderprogramm des Freistaats. „Der Andrang war so groß, dass die Mittel zunächst nicht ausreichten“, schilderte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier. Deshalb starteten die Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag eine Initiative und stellten zusätzliche Mittel für den diesjährigen Haushalt bereit. Dadurch konnte beispielsweise auch die Anlage in Altdorf doch noch realisiert werden. „Der Auf- und Ausbau von Kneippanlagen ist ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge. Ich freue mich, dass auch in der Region die Gelder dafür verwendet werden. Dass außerdem das Wasserwirtschaftsamt mit eigenen Mitteln die Anlage in der Flutmulde realisiert, begrüße ich sehr“, so Radlmeier, der selbst Mitglied im Landshuter Kneippverein ist. 

Untersuchung der Isar

Zur Sprache kam auch der Hochwasserschutz im Stadtgebiet Landshut. Seit Jahren macht Radlmeier hier besonders auf die Situation in Mitterwöhr aufmerksam: „Das Hochwasser 2013 ist dort vielen noch in schlechter Erinnerung. Die Anwohner der Isar befürchten weitere Hochwasser in den kommenden Jahren“, berichtete der Abgeordnete.

Das Wasserwirtschaftsamt könne diese Bedenken sehr nachvollziehen, betonte dessen Leiter Constantin Sadgorski. Deshalb beobachte man gerade die Große Isar sehr genau, um auf Veränderungen reagieren zu können. Zum Jahresende 2020 habe man etwa die Gewässersohle erneut untersucht. „Wir wollen herausfinden, ob sich am Grund des Flusses etwas verändert hat – Stichwort Auflandungen“, so Sadgorski. Aktuell liefen hier noch die Analysen.

„Außerdem vermessen wir das Ufer neu. Das läuft auf den Zentimeter genau “, erläuterte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes. Durch die Vermessung wolle man feststellen, ob und wie sich die Ufer der Großen Isar durch die Ertüchtigung der Wege oder den Bau des Marshallstegs in den letzten Jahren verändert haben. „Sobald alle Daten vorliegen und ausgewertet sind, werden wir darüber umfassend informieren“, hielt Sadgorski fest. „Diese umfangreiche Aktualisierung der Datenlage ist ein guter Schritt. Dank der umfänglichen Daten wird man sehen, inwiefern Handlungsbedarf besteht“, so Radlmeier. Sollte sich zeigen, dass die Hochwasser-Gefahr durch eine oder mehrere Maßnahmen verringert werden könne, so müsse man rasch handeln.

Foto: Josef Amann 

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