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AG SPD & Linke/mut im Austausch mit dem Stadtjugendring

Junge Menschen unterstützen und eine Stimme geben

Am vergangenen Freitag trafen sich die Mitglieder der Ausschussgemeinschaft SPD & Linke/mut mit Vorstandsmitgliedern des Stadtjugendrings, um sich über deren Arbeit zu informieren. „Gerade jetzt während und nach der Corona-Krise, ist die Kinder- und Jugendarbeit sehr wichtig. Deshalb ist dieses Thema eines der ersten, das wir aufgreifen wollen.“, so die Fraktionsvorsitzende Anja König. Florian Schwing, Vorsitzender des SJR begrüßte die Stadträt*innen und freute sich, dass die Ausschussgemeinschaft als erste das Gesprächsangebot angenommen hat. Zu Beginn ging er auf die allgemeine Arbeit des SJR ein und erklärte: „Wir sehen uns nicht nur als Dachorganisation aller im Stadtgebiet tätigen Jugendorganisationen. Wir sind viel mehr und vertreten tausende Kinder und Jugendliche der Stadt Landshut.“ Die Zusammenarbeit mit der Stadt lobte er. Die Einstellung einer pädagogischen Fachkraft sei eine große Unterstützung für die Arbeit. „Unsere Angebote in Form von Gruppenstunden, Festen, Ausflügen und auch die politische Bildungsarbeit mussten wir wie alle anderen auf fast Null heruntersetzen. Wir wissen aber, wie wichtig für Kinder und Jugendliche gemeinsame Aktivitäten sind.“ Das zeigt sich besonders in der Stadtteilarbeit in der Porschestraße, die ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des SJR ist. „Für diese Familien, die eh schon sozial benachteiligt sind, ist es ganz besonders wichtig, dass die Kinder außerhalb der elterlichen Wohnung Angebote erhalten. Meist wohnen sie in beengten Verhältnissen und aus finanziellen Gründen können sie eben nicht auf digitale Angebote ausweichen. Wir sind froh, dass wir die Gruppenarbeit in der kommenden Woche wieder aufnehmen können.“, so Schwing weiter. Während der Corona-Zeit habe man versucht, diesen Kindern mit kleinen Beschäftigungspäckchen etwas Abwechslung nach Hause zu bringen. Für viele Familien sei die Sommerferienzeit äußerst schwierig, in diesem Jahr sind die Urlaubstage oft aufgebraucht, die Kinder müssen aber beaufsichtigt und beschäftigt werden. Deshalb wünsche man sich, dass das Ferienprogramm der Stadt zwar in abgespeckter Form, aber trotzdem stattfinden sollte. Stadtrat Falk Bräcklein ist sich sicher: „Dies würde eine große Entlastung für die Familien darstellen und ist auch ganz in unserem Sinne.“

Den Kindern und Jugendlichen auch eine eigene Stimme geben, beziehungsweise diese selbst für sich sprechen lassen, ist ein dringender Wunsch der Anwesenden: „Es würde sich positiv auswirken, wenn die jungen Menschen so auch frühzeitig an die Kommunalpolitik herangeführt werden und das Interesse dafür geweckt würde.“ Ganz spontan brachte Anja König den Vorschlag für eine Kinder- und Jugendsprechstunde ein. Stadtrat Gerd Steinberger ergänzte: „Das kann man gut im jeweiligen Stadtteil in Zusammenarbeit mit den Schulen umsetzen.“ Patricia Steinberger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, ergänzte: „Seit einiger Zeit machen wir uns bereits Gedanken dazu und fragen uns, warum wir noch keinen Jugendbeirat, ähnlich wie den Seniorenbeirat, haben. Wir werden das weiter diskutieren und entsprechende Vorschläge als Anträge in den Stadtrat einbringen.“

Foto: SPD-Stadtratsfraktion