Home Allgemein 25 Jahre Mauerfall – eine Gedenkstunde im Landshuter Stadtosten

25 Jahre Mauerfall – eine Gedenkstunde im Landshuter Stadtosten

25 Jahre Mauerfall – eine Gedenkstunde im Landshuter Stadtosten
Lichtbildervortrag:  Mauerfall ohne Sound
In der Feierstunde, die durch den Ortsvorsitzenden Landshut-Ost, Stadtrat Rudolf Schnur, eingeleitet wurde, gelang es in außergewöhnlicher würdiger Weise dem Glücksfall der Geschichte zu begehen.
 
Die Feierstunde wurde vom Ortsverband Landshut-Ost der CSU und der Jungen Union Landshut-Stadt gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.
 
Das Schlusswort oblag daher Stadtrat Thomas Haslinger, dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union Landshut-Stadt. Er ging unter anderem auf den Mut der Bürger des Jahres 1989 ein und bestärkte gerade die jungen Teilnehmer kritisch nachzufragen. Gleichzeitig forderte er dazu auf, in der CSU mehr sachbezogene Diskussionen durchzuführen und sich wieder klar zu den Werten zu bekennen.
 
Besonders emotional wurde es, als Klaus Würpel, ehem. Bürger der DDR aus dem Raum Magdeburg seine Eindrücke, Erlebnisse und die Entwicklung des Volksaufstandes Revue passieren lies. Er schloss mit der Feststellung stolz zu sein, dass der Mauerfall friedlich und ohne Blutvergießen verlaufen ist.
 
Unter anderem wurde eine damalige Äußerung von Dr. Peter Gauweiler zitiert, der in den Tagen nach der Grenzöffnungen die künftige wirtschaftliche Situation beschrieb: “Karl-Marx geht und Ludwig Erhard kommt!”.

Vor 25 Jahren ist die Mauer gefallen. Ein Fest für Deutschland! Und alle feiern mit – die Linken, die Sozis, die Christdemokraten, die Grünen, die Kirchen, die Medien, die Bürger. Ein Fest für Deutschland? Alle waren schließlich immer für die Wiedervereinigung…

Niemand will sich heute mehr erinnern, daß Sozis aller Schattierungen, allen voran ein gewisser Egon Bahr, Oskar Lafontaine und ehemalige Bundeskanzler der Sozialdemokratie, Willy Brandt, noch kurz vor dem Mauerfall vor der „Illusion Wiedervereinigung“ und der “Lebenslüge der BRD” warnten und den „Realismus von zwei deutschen Staaten“ praktizierten. Kein Wort davon, daß „die Träume von der Wiedervereinigung“ bei den Grünen als längst überholt bezeichnet wurden. 

Heute – in einer völligen Verdrehung der Tatsachen – ist alles „rechtsradikal“, was der Erhaltung Deutschlands als „Vaterland“, eines gesunden Patriotismus, einer Verantwortung gegenüber dem Deutschen Volk, seiner tradierten Werte und seiner ethischen Identität und einer sozialverantwortungsbewußten Wirtschaftspolitik dient. 

 

Die Linken feiern mit, weil sie die größten Profiteure des Mauerfalls sind. Ohne sie und die  Verbrechen ihrer Parteiväter hätte das Volk des Arbeiter- und Bauernstaates nicht in Scharen „rübergemacht“. Hier, im Westen, dürfen die Bonzen von einst die „Wohltaten des Kapitalismus“ genießen, aber weiterhin ihren alten Träumen nachhängen. Möglich dass sie in Thüringen beginnen diese Träume wieder in Realität umzusetzen…

Viele von ihnen, besonders in Führungspositionen, wurden von der westdeutschen Administration übernommen, ihre Renten können sie ungekürzt genießen. Und setzen gerade an, die Regierung eines der  Unter Totalverlust von Hab und Gut, unter schmerzlicher Trennung von Familie, Freunden und Nachbarn haben Sie die Mauer überwunden und mußten hier, im freien Deutschland, sehen, wie sie  zurechtkommen konnten. Während die Funktionäre dieses Systems nach der Wiedervereinigung bestens belohnt wurden, erhielten diese Flüchtlinge zum „Lohn“ eine Kürzung ihres Rentenanspruches – ohne Gesetzesgrundlage, ohne vorherige Information, ohne Behördenbescheid. Ausgeführt von Beamten im Sozialministerium, die früher in ähnlichen Positionen in ostdeutschen Ministerien tätig waren. Die, gegen die sie protestiert hatten und wegen derer sie unter Einsatz ihres Lebens die „DDR“ verlassen hatten, entschieden jetzt über ihre Renten. Mit dem Segen des Deutschen Bundestages. Ob ihnen jetzt nach feiern zumute ist, darf man füglich bezweifeln.    

 

Versuchen wir wenigstens, uns ein klares Bild von der DDR zu machen:

– Ein System, das nur scheinbar alle in Ruhe ließ, die klaglos mitgemacht haben.

– Ein System, das rücksichtslos gegen den leisesten Widerspruch vorgegangen ist.

– Ein System, das gnadenlos gegen alle war, die offen sagten, was ihnen am sogenannten Arbeiter- und  Bauernstaat nicht gefiel.

– Ein System, deren Führungsclique sich gegenseitig beobachten lies.

– Ein System, das seinen eigenen Bürgerinnen und Bürgern nicht über den Weg getraut hat.

– Ein System, das das Wort „demokratisch“ wie zum Hohn in seinem Staatsnamen geführt hat.

Erinnern wir uns stets daran, was ein Unrechtssystem anrichtet! Das ist die Lehre aus dem Mauerfall.

Am Tage des Mauerfalls dürfen wir das Wort vom „Unrechtsstaat“ frei benutzen, auch wenn gerade in diesen Tagen (siehe Thüringen) manche versuchen, sich daran vorbeizudrücken. Diese Wahrheit aber müssen die Funktionäre ertragen: Die DDR war ein Unrechtsstaat! Jedes, aber auch wirklich jedes „Recht“, das es in diesem System gab, konnte verbogen, geleugnet, mißbraucht werden oder existierte erst gar nicht. Zu jeder Zeit und ohne jede wirkliche einklagbare Begründung. 

Wieso werden diejenigen, die dieses Unrecht unterstützten bis heute vor einer Veröffentlichung geschützt? Wieso ist bis heute nicht bekannt, wer in der Region Landshut für die Staatssicherheit tätig war? Jedes Mitglied der NSDAP ist heute bekannt und manche werden auch über den Tod hinaus öffentlich angeklagt. Über den Mitarbeiter der Stasi im Westen liegt eine schützende Hand. Auch die sonst so wackeren Medien sparen dieses Thema seit 25 Jahren aus.

 

Der Fall der Mauer war ein epochales Ereignis, ein Geschenk für unsere Nation. Aber nur wenigsten, die sich nun den Verdienstorden ans Revers heften, waren die wirklichen Helden dieses histroischen Vorganges. Üer die wahren Helden spricht man nicht – die Mauertoten, die Flüchtlinge, die Häftlinge. Stattdessen wächst eine neue DDR-Verklärung heran, die den Opfern Hohn spricht.
25 Jahre Mauerfall – ein Fest und gleichzeitig ein Grund zum innehalten.
Zu der Melodie des Deutschlandliedes wurde eine umfangreiche und gut vorbereitete Lichtbildschau geboten.

Einladung 25 Jahre Mauerfall