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Ungewöhnlich lange Wartezeiten im Impfzentrum: OB Putz entschuldigt sich bei den Betroffenen

Terminüberbuchungen und eine Fehlkalkulation bei der Einsatzplanung waren die Gründe für die Schwierigkeiten.

Seit Monaten läuft der Betrieb im Impfzentrum der Stadt Landshut reibungslos, rund 16.000 Bürgerinnen und Bürger sind dort seit dem 27. Dezember 2020 mittlerweile zumindest einmal gegen das Coronavirus SARS-Cov-2 geimpft worden. Vor gut zwei Wochen wurden binnen acht Stunden sogar mehr als 1.000 Impfungen durchgeführt – ohne dass es dabei zu nennenswerten Wartezeiten gekommen wäre. Für ihre Arbeit heimste das Team um Leiter Thomas Schindler deshalb von allen Seiten großes Lob ein, nicht zuletzt von vielen Impflingen, die die perfekte Organisation hervorhoben. Am Samstag und Montagvormittag allerdings bildeten sich vor dem in der Messe-Kalthalle untergebrachten Impfzentrum jeweils lange Menschenschlangen, mancher Impfwillige musste eine Stunde und mehr auf seine Impfung warten. „Diese Unannehmlichkeiten sind natürlich sehr bedauerlich“, sagt Oberbürgermeister Alexander Putz. „Im Namen der Stadt Landshut möchte ich mich bei allen Betroffenen dafür entschuldigen.“

Wie es zu den Problemen kommen konnte, erläutert Thomas Schindler wie folgt: „Am Samstag gab es Terminüberbuchungen, es wurden also zu viele Bürgerinnen und Bürger für dieselbe Zeit eingeladen. Am Montag ist uns dann eine ärgerliche Fehlkalkulation bei der Einsatzplanung unterlaufen: Deswegen waren schlicht zu wenig Ärzte da, die die Aufklärungsgespräche führen konnten.“ Dadurch sei es dann zu den Verzögerungen und Wartezeiten gekommen. Bei vielen Impflingen hatten Schindler und seine Mannschaft sich übrigens bereits an Ort und Stelle persönlich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt. „Die meisten Leute haben sehr verständnisvoll reagiert. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, sagt der Impfzentrumsleiter. Dennoch müssten die Probleme natürlich intern aufgearbeitet und abgestellt werden. Das sei inzwischen auch geschehen, sagt Schindler: „Ich bin deswegen zuversichtlich, dass wir solche Schwierigkeiten künftig vermeiden und die Wartezeiten wieder kurz halten können.“

OB Alexander Putz nimmt Schindler und seine Mannschaft dagegen ausdrücklich in Schutz: „Was im Impfzentrum seit Monaten täglich abläuft, ist großartig. Die beinahe ausschließlich positiven Rückmeldungen, die ich in den vergangenen Wochen aus der gesamten Bürgerschaft bekommen habe, sprechen für sich“, so der Rathauschef. Dass es nun an zwei Tagen in Folge zu kleineren Pannen gekommen ist, sei zwar schade und vor allem für die Betroffenen auch ärgerlich. Dennoch müsse man die Vorkommnisse schon in ein vernünftiges Verhältnis setzen: „Manche Kommentare, die ich gerade in den Sozialen Medien lesen musste, waren sehr unfair und hatten mit berechtigter, sachlicher Kritik nichts zu tun. Teilweise waren sogar persönliche Beleidigungen unserer Beschäftigten dabei. Solche Ausfälle weise ich entschieden zurück. Denn im Impfzentrum wird insgesamt und auch trotz der beiden jüngsten Fehler hervorragende Arbeit im Dienst dieser Stadt und ihrer Bürger geleistet“, betont Putz. „Dafür haben Thomas Schindler und seine Mannschaft Respekt und Dank verdient – auch wenn einmal nicht alles wie am Schnürchen klappt.“

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