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Dr. Timm Kehler zum Beschluss des EU-Parlaments zu Emissionsnormen für neue PKW und leichte Nutzfahrzeuge

Berlin, 4. Oktober 2018. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß von Neuwagen um 40 Prozent gesenkt werden – unter anderem mithilfe von Gastechnologien. Auch die Berechnungsgrundlage der CO2-Bilanz von Pkw soll neu aufgesetzt werden. Darauf hat sich das EU-Parlament am gestrigen Mittwoch in Straßburg verständigt. Damit haben die Abgeordneten den Vorschlag der EU-Kommission als unzureichend abgelehnt. Die Entscheidung der Parlamentarier kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS:

„Mit diesem Beschluss hat das Europaparlament Ehrgeiz bewiesen und gezeigt, dass es die Emissionen des Verkehrs wirksam bekämpfen möchte. Die Parlamentarier verschärfen mit ihrem Vorschlag nicht nur die Emissionsgrenzwerte. Sie sorgen an vielen Stellen auch dafür, dass mehr Realismus in die Betrachtung der CO2-Bilanz einkehrt. Eine Neuausrichtung der Bewertungskriterien ist dringend notwendig, denn trotz sinkender Flottendurchschnitte steigen die CO2-Emissionen des Verkehrs – in Deutschland im Vergleich zu 1990 sogar um vier Prozent. Nur wenn die Emissionen auf der Straße – und nicht nur auf dem Papier – sinken, wird Klimaschutz im Verkehr auch endlich wirksam.
Wir begrüßen daher, dass sich das Parlament für Emissionsmessungen im realen Fahrbetrieb ausspricht. Hier können Gasfahrzeuge punkten. Besonders erfreulich ist, dass bei leichten Nutzfahrzeugen ab 2025 eine „Well-to-Wheel“-Bilanz betrachtet werden soll. Damit berücksichtigt die CO2-Bewertung erstmals auch die Herstellung von Kraftstoffen. Dies kommt insbesondere Biogas und synthetischen Gasen zu Gute. Insgesamt ist das ein wichtiger Schritt hin zu einer fairen Bewertung der CO2-Bilanz und ein deutlicher Fingerzeig in Richtung Kommission, dass die bestehende Regulierungsmethodik zu überdenken ist. Bislang ist lediglich ein Prüfauftrag geplant, dessen Ergebnis bis 2026 vorgelegt werden soll. Entscheidend ist, dass daraus anschließend auch effektive Maßnahmen abgeleitet werden.
Zudem hat das Parlament erkannt, dass ein Wettbewerb zwischen verschiedenen potenziell CO2-neutralen Antriebstechnologien schneller zum Klimaziel führt als eine einseitige Fokussierung auf die E-Mobilität. Die Rolle von Biogas und synthetischen Kraftstoffen, die unter anderem durch das Power-to-Gas-Verfahren erzeugt werden, wurde vom Parlament als eine zu bewertende Maßnahme explizit hervorgehoben. Das ist ein echter Gewinn im Sinne von Technologieoffenheit.“ 

Craft Beer Werkstatt verwandelt Sparkassen-Arena in größtes Wirtshaus Niederbayerns

Über 2.800 Besucher (wissens-)durstig nach den Trends der Craft- und Spezialbiere

 

Alle Hände voll zu tun hatten am Wochenende die Aussteller und Messeorganisatoren der 2. Craft Beer Werkstatt – Niederbayerns größter Craftbeer-Messe. Über 2.800 Besucher strömten am Freitag und Samstag in die Sparkassen-Arena, um die über 200 Biere der 38 Brauereien zu kosten. Als am ersten Tag der Schirmherr der Messe, Landrat Peter Dreier, die Craftbeer Messe eröffnete, sah man ihm seinen Stolz durchaus an. Es sei ihm eine große Ehre, dass er auch im zweiten Jahr der Messe die Schirmherrschaft übernehmen dürfe, so Dreier. „Ich bin sehr heimatverbunden – und Bier gehört zur Heimat. Ich freue mich, dass wieder so viele Brauereien dabei sind und ihre Handwerkskunst herzeigen“, so der Landrat weiter. Und hergezeigt wurde jede Menge: klassische Biere kleiner und mittelständischer Brauereien sowie Ausgefallenes und Neues aus der Craftbier-Szene. Eines war dabei aber wichtig: Bei allen Brauern der Messe wird noch mit der Hand gebraut, große Konzernbrauereien waren tabu. „Ziel der Messe ist es, den kleineren und mittelständischen Brauereien eine Plattform zu bieten“, so Hans-Peter Vögl von Getränke Fleischmann. Diese Plattform wurde an beiden Tagen von den Besuchern dankend angenommen. Nach einem gemütlichen Start am Freitag gab es am Samstag kein Halten mehr, und so bildete sich bei der Öffnung der Halle um 16 Uhr direkt eine lange Schlange am Einlass. Trotzdem kam jeder schnell zu seinem Lieblingsbier und einem Ratsch mit den Brauern.

Hervorragend angenommen wurde auch der neugeschaffene Foodtruck-Bereich. Auf der Freifläche, im Anschluss der Halle, wurden die Messebesucher von acht verschiedenen Foodtrucks mit dem passenden Essen zum guten Bier verköstigt.

Auch die Bierbühne, auf der ganztags ein interessantes und abwechslungsreiches Vortrags- und Unterhaltungsprogramm stattfand, erwies sich als Publikumsmagnet. Und so musste man an beiden Tagen schnell sein, um einen freien Sitzplatz zu ergattern. Biersommeliers verköstigten die Besucher und hatten witzige und interessante Anekdoten der Bierwelt parat. Auch Kabarettist und Schauspieler Markus Langer ließ es sich nicht nehmen, die Craft Beer Werkstatt zu besuchen, um über seine Kunstfigur Sepp Bumsinger zu sprechen, Autogramme zu schreiben und Selfies mit den Besuchern zu machen. Alle in den Schatten gestellt hat jedoch eine Frau, die ein echtes Unikat ist: Schwester Doris von der Klosterbrauerei Mallersdorf. Sie ist die weltweit einzige bierbrauende Klosterschwester und könnte mit ihren Geschichten und launigen Kommentaren locker einen ganzen Abend füllen. War Schwester Doris auf der Bühne, war kein Durchkommen mehr und die Lacher in der Halle garantiert.

„Das Bühnenprogramm ist einer der Punkte, die wir im Vergleich zum Vorjahr neu eingeführt haben“, so Hans-Peter Vögl. Und weiter: „Wir freuen uns sehr, dass diese Neuerung so gut angenommen wird!“ Nach der ersten Craft Beer Werkstatt im Vorjahr hatten die Verantwortlichen bereits Optimierungen angekündigt. Dabei wurde eng mit den Ausstellern zusammengearbeitet und am Konzept für 2018 gefeilt. Die Veränderungen wurden von den Besuchern dankend angenommen.

„Der Freitag war ein guter Start, am Samstag wurden wir fast überrannt“, strahlten die Verantwortlichen von Getränke Fleischmann am Ende der Messe. Bereits nach einer Stunde waren am Samstag 700 Besucher in der Halle und die Zapfhähne standen auf Dauerbetrieb. Gegen 18 Uhr waren bereits alle 5.000 Tastingläser im Umlauf, das Spülpersonal im Dauereinsatz, der Berg benutzter Gläser nicht kleiner werdend. Verdursten musste jedoch keiner. Dank einer schnellen Logistik und motivierten Fleischmann-Mitarbeitern wurde kurzerhand eine zusätzliche Gläserspülmaschine organisiert und das Sakko gegen die Spülschürze getauscht.

Denn mit einem frischen Glas schmeckt ein Bier doch am allerbesten!

Trotz einer vollen Halle ging die Veranstaltung ohne Zwischenfälle über die Bühne und so konnten die Verantwortlichen eine erste positive Bilanz ziehen. In den kommenden Tagen würde man die Besucher- und Ausstellerumfragen auswerten und sich dann Gedanken bezüglich der 3. Craft Beer Werkstatt machen.