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Bildtext: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich bei einem Besuch des kleinen Gotteshauses in Deutenkofen

 

Eine Kirche im Besitz des Bezirkes

1444 erbautes Gotteshaus Pauli Bekehrung in Deutenkofen wird liebevoll erhalten – Bezirkstagspräsident: „Eine Aufgabe, die uns am Herzen liegt“

 

Ein Bezirk, der Eigentümer einer Kirche ist – das ist eine ungewöhnliche Konstellation. In Deutenkofen, einer ehemaligen Hofmark in der Nähe von Adlkofen im Landkreis Landshut, unterhält der Bezirk Niederbayern den Lehr- und Beispielbetrieb für Obstbau. Aber auch ein schmuckes Gotteshaus, das früher zu den Gebäuden des Schlosses zählte und nach mehreren Verkäufen jetzt dem Bezirk gehört: die Filialkirche Pauli Bekehrung. Einmal im Monat wird dort Gottesdienst gefeiert.

Die kleine Kirche wurde 1444 erbaut. Schon eher gab es die Hofmark, die auf eine Geschichte zurückblicken kann, die die Jahrhunderte überdauert hat. Bereits 1027 soll in der zwei Stunden zu Pferde von Landshut entfernten Ortschaft ein Gerichtstag stattgefunden haben, so besagt es die Pfarrchronik aus dem 19. Jahrhundert. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich ist stolz darauf, dass der Lehr- und Beispielbetrieb für Obstbau des Bezirkes an einem Ort mit langer Geschichte angesiedelt ist, und legt viel Wert auf den Erhalt des Kirchleins: „Wir sehen es nicht nur als unsere Pflicht an, dieses schöne, kleine Gotteshaus für die nächsten Generationen zu bewahren, sondern tun das mit Freude. Wir sind uns dieser besonderen Aufgabe sehr bewusst, die wir gerne übernehmen. Besonders freue ich mich, dass einmal im Monat die Menschen zur heiligen Messe in unserer Kirche zusammenkommen.“

Aus dem Sünder Saulus wurde der heilige Paulus. Diese Bekehrung zeigt das Relief aus dem Jahr um 1500, das noch heute gut erhalten den Hochaltar ziert. Es ist dramatisch gestaltet und lädt zur genaueren Betrachtung ein. Erbauer des Kirchleins waren der Hofmarksherr von Deutenkofen Caspar Pfäffinger und seine Frau Elisabeth. Sie wählten Sankt Peter und Paul als Kirchenpatronen aus. Nachlesen können dies die gern gesehenen Besucher an einer Inschrift, die in Ziegel geritzt und die an der Sockelabschrägung an der Außenseite des Chores angebracht ist. Im Lauf der Jahrhunderte wurde aus der Kirche zu Peter und Paul schließlich Pauli Bekehrung.

Der Erbauer der Kirche war nicht irgendjemand. Hofmarksherr Caspar Pfäffinger zu Teyttenkofen, wie Deutenkofen früher geschrieben wurde, ging am Hofe ein und aus und war von 1433 bis 1444 ein Rat im Gefolge Herzog Heinrichs IV. Danach wurde er Erbmarschall in Bayern – ein bedeutender Vertreter des Hofes also, der sich nicht selten in Deutenkofen aufhielt. Die Kirche seiner Hofmark ließ der gläubige Christ gegenüber seiner damaligen Unterkunft errichten, um immer einen wachen Blick darauf haben zu können und sich dort zum Gebet zurückzuziehen.

Der Bau ist gut erhalten und wird liebevoll gepflegt. Gerade im Dezember sind erst wieder Arbeiten an der Außenmauer abgeschlossen worden. Das Langhaus ist fast quadratisch und hat eine flache Decke. Eine Besonderheit am Chor ist das Tonnengewölbe mit zwei Jochen und Stichkappen.  Wie es zu jener Zeit  Mode war, wurde  die Kirche 1730 barockisiert. Dafür verantwortlich waren Georg Siegmund von und zu Hegnenberg Dux und seine Frau Maria Anna. An beide erinnern Grabplatten mit ungewöhnlich langen Texten, die die Besucher in der Nordwand finden können. Die Altäre entstammen dem bayerischen Rokoko. Besonders füllen wird sich die Kirche schon bald, wenn am 23. Januar im Rahmen des Patroziniums der Kirche eine feierliche Messe gehalten wird. Auch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich schaut immer wieder gerne in dem Kirchlein vorbei, das unter seine Zuständigkeit fällt: „Es hat eine ganz besondere Atmosphäre und wir sind sehr stolz darauf.“

 

– mbs –

 

Fotos: Bezirk Niederbayern/Bäter

 

 

Stadt kauft Grundstück am Bernlochner-Areal

Damit stehen zusätzliche Flächen für die Planung des neuen Stadttheaters zur Verfügung

 

Das derzeit in ein Zelt ausgelagerte Stadttheater Landshut soll auch künftig im Bernlochnerkomplex beheimatet sein. Diese Grundsatzentscheidung hatte der Stadtrat bereits im Frühjahr getroffen; im Juli wurde der Auslobungstext für den Realisierungswettbewerb verabschiedet. Der nächste Schritt folgte am vergangenen Freitag im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Feriensenats: Dieser segnete den von der Stadt mit einer Privatperson geschlossenen Kaufvertrag über ein direkt an das Bernlochner-Gelände angrenzendes Grundstück einstimmig ab. Damit stehen zusätzliche Flächen für den Neubau des Stadttheaters zur Verfügung.

 

Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Oberbürgermeister Alexander Putz und die Verwaltungsspitze zeigten sich aber ebenso zufrieden wie die Senatsmitglieder. „In langen Verhandlungen mit dem Eigentümer haben wir ein Ergebnis erzielt, das mit den ursprünglichen Vorstellungen der Stadt gut vereinbar ist“, so Putz. Man erhalte ein Grundstück in bester Lage, das zudem neue Perspektiven für die Planungen des Stadttheaters eröffne. „Insofern war für uns alle klar, dass wir diese Gelegenheit ergreifen müssen. Das eindeutige Votum des Feriensenats spricht eine klare Sprache und ist auch als Bekenntnis zum Stadttheater zu verstehen, für das wir eine möglichst zeitnahe Rückkehr in den Bernlochner anstreben.“

 

Foto: Archiv klartext.LA

Bildtext: Die CSU-Bürgermeister im Landkreis Landshut vereinbarten mit Landtagsabgeordnetem Helmut Radlmeier (Sechster von links) und Bundestagsabgeordnetem Florian Oßner (Fünfter von rechts), weiterhin die kommunalen Interessen eng mit der Landes- und Bundespolitik zu verzahnen.

 

Kommunalpolitisches Spitzentreffen der CSU

Abgeordnete Radlmeier und Oßner diskutieren Anliegen der Landkreisbürgermeister

 

Die CSU-Bürgermeister aus dem Landkreis Landshut haben sich am Montag mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier und dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner in dessen Bürgerbüro in Landshut über aktuelle politische Schwerpunkte für die Kommunen und Menschen in der Region ausgetauscht. Im Fokus standen dabei die steigenden Kosten für die Entsorgung des Bodenaushubs von Baustellen, die Gewinnung von Bauland, die neue Breitbandförderung des Bundes und die pragmatische Umsetzung von EU-Richtlinien vor Ort.

Damit sich die ohnehin schwierige Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht noch weiter zuspitzt, hat der Kreisverband Landshut des Bayerischen Gemeindetages eine Resolution beschlossen, indem der Bund und der Freistaat dazu aufgefordert werden, die Pflicht zur immens teuren Entsorgung von kaum belastetem Bauschutt und Baustellen-Bodenaushub auf Deponien aufzuheben. „Diese Vorgabe hat dazu geführt, dass viele Baustellen vor allem auch in unserer Region für Kommunen, Planer, Bauherren und Bauunternehmer zu einem unkalkulierbaren Kostenrisiko geworden sind“, sagte Infrastrukturpolitiker Oßner. Um diesen unnötigen Baukostentreiber zu entschärfen, habe er das berechtigte Anliegen der Bürgermeister bereits mit Bayerns Bauministerin Ilse Aigner und deren Staatssekretär Josef Zellmeier besprochen.

Weitere Anreize für mehr Bauland nötig

Die CSU-Bürgermeister begrüßten die neuen Initiativen von Bundes- und Staatsregierung zur Schaffung von mehr Wohnraum. Sie forderten aber weitergehende Maßnahmen, um mehr Bauland gewinnen zu können. Die steuerlichen und finanziellen Anreize für Grundstücksbesitzer zum Verkauf von Flächen müssten zum Beispiel weiter verbessert werden. Nur dann könnten flächendeckend neue Wohnungen entstehen und die Immobilienpreise zumindest etwas gedrückt werden. Konkret müsste auch das Reinvestitionsgebot für die Landwirte gelockert werden und die Risikorücklage sowie die Abschreibungsmöglichkeiten insgesamt für Investoren verbessert werden. Baupolitiker Oßner verwies dabei auf die laufenden Beratungen in Berlin zu diesen Punkten, welche zügig abgeschlossen werden sollen. „Zudem müsse auch verdichtet werden, sowie stärker in die Höhe und Tiefe in Zukunft gebaut werden dürfen, um den Flächenverbrauch auch in Grenzen zu halten“, so Oßner.

Die neue Förderrichtlinie des Bundes zum zügigeren und einfacheren Ausbau des schnellen Internets, die ab 1. August gilt, wurde von den Bürgermeistern und den Abgeordneten als wichtiges Signal für die Stärkung des ländlichen Raums gelobt. „Bei der Umsetzung ist nun ein gutes Zusammenspiel zwischen Bund und Freistaat notwendig“, erklärte MdL Radlmeier. Er sagte zu, sich auch in bereits laufenden Verfahren für eine umfangreiche finanzielle Unterstützung der Kommunen einzusetzen, damit Glasfaserkabel und das Gigabitnetz in die Fläche kommen. Auf die Neuerungen ging Oßner kurz ein. So werden in Zukunft nicht mehr die Anträge in Berlin gesammelt und dann bewertet, sondern sofort geprüft, was viel Zeit spart. Zudem ist es möglich, während eines laufenden Verfahrens noch Verbesserungen in der Förderung zu erhalten, falls die Kosten zwischenzeitlich gestiegen sind. Die Höchstfördersumme ist nun auf 30 Millionen Euro je Projekt verdoppelt worden.

MdB Oßner appellierte schließlich mit den Rathauschefs dafür, dass Deutschland bei der Umsetzung von EU-Richtlinien in nationale Vorgaben nicht „päpstlicher als der Papst“ sein solle. „Vernünftige Regelungen sind wichtig. Aber genauso wichtig ist auch, diese so zu gestalten, dass sie von den Behörden vor Ort praktikabel und im Sinne der Bürger ausgelegt werden können.“ Gerade am Beispiel des Hochwasserschutzes ist dies momentan ersichtlich.“ Diese klare Botschaft der Kommunen werde Oßner mit Nachdruck in Berlin vertreten.

 

Foto: Bragulla

Grunderwerbssteuer für erste selbstgenutzte Immobilie abschaffen


FDP-Bauexperten Sebastian Czaja und Sebastian Körber diskutierten über liberale Baupolitik

 

Gemeinsam mit dem niederbayerischen FDP-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl, Norbert Hoffmann, diskutierten vergangenen Freitag der Vorsitzende des Bundesfachausschusses Bau und Wohnen der Freien Demokraten, Sebastian Körber, und der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja, mit rund 30 Gästen im Augustiner in Landshut die aktuellen Herausforderungen der Bau- und Wohnpolitik.

Einig war man sich darin, dass die Gründung einer staatlichen Wohnbaugesellschaft, wie von der Staatsregierung beschlossen, nicht dazu geeignet ist, die Wohnungsnot in den Ballungs- und Boomregionen im Freistaat zu lindern. Ebenso stellten planwirtschaftliche Instrumente, wie die Mietpreisbremse, allenfalls ein untaugliches Herumdotktern an den Symptomen der hohen Mieten und Baukosten dar.

Vielmehr sei es nötig, an der Wurzel des Problems anzusetzen und Voraussetzungen dafür zu schaffen, schneller und vor allem auch günstiger bauen zu können. Der oberfränkische Spitzenkandidat zur Landtagswahl und Architekt, Sebastian Körber, betonte: „Der beste Mieterschutz ist ausreichend bezahlbarer Wohnraum!“ Daher müsse alles dafür getan werden das Bauen insgesamt wieder durch eine Reduktion von Vorschriften, Bürokratie und Standards günstiger gemacht werden, denn nur durch diese Ursachenbekämpfung könnten die Baukosten reduziert und damit das Wohnen und Mieten wieder erschwinglicher werden, so Körber weiter.

Um den Druck auf Ballungsräume abzumildern, sprach sich Sebastian Czaja für eine Stärkung der Infrastruktur insbesondere auch im ländlichen Raum aus: „Wer das, was er zum Leben und Arbeiten benötigt, vor der eigenen Haustüre findet, ist nicht gezwungen, in Großstädte abzuwandern.“ Zu einer zeitgemäßen Infrastruktur gehörten heute nicht nur eine entsprechende verkehrliche Anbindung, sondern zum Beispiel auch flächendeckend schnelles Internet sowie eine gute medizinische Versorgung, so Czaja weiter.

Für Bayern fordern die beiden Landtagskandidaten Hoffmann und Körber, die Grunderwerbssteuer für die erste selbstgenutzte Immobilie abzuschaffen, um die Wohneigentumsbildung als Schutz vor steigenden Mieten und Altersarmut zu stärken.

LANDSHUTER SPD-SPITZE SEHR ERFREUT UND ZUVERSICHTLICH – 3293 notwendige gültige Stimmen für „Pro Städtische Wohnungsbaugesellschaft erreicht“ – Stadtrat Steinberger verwundert über die verbale aggressive Konfrontation mit Landshuter Bürgern zum Thema

Führende Landshuter SPD-Leute mit der Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Anja König, der Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Patricia Steinberger und des SPD-Vorstandsmitglieds und Stadtrates Gerd Steinberger, gaben der Presse in der Gaststätte Zollhaus Auskunft über ihre Erkenntnisse und Erfahrungen, die sie während ihrer Aktion „Pro Städtische Wohnungsbaugesellschaft“ erhalten haben.

Zum Bürgerbegehren für eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft waren 3290 Unterschriften notwendig. Der Landshuter Stadtverwaltung wurden in den letzten Tagen 3293 Stimmen übergeben. Die SPD-Spitze ist darüber sehr erfreut und denkt mit Zuversicht an den hoffentlich positiven Ausgang des Entscheids am 14. Oktober im Zusammenhang mit der Landtagswahl, eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Voraussetzung sei hierfür ein positiver Bescheid des Feriensenats.

„Die fleißigsten Sammler von Unterschriften sitzen neben mir“, so Patricia Steinberger bei ihren einführenden Worten. Anja König war Tag und Nacht unterwegs Unterschriften für das Bürgerbegehren zu sammeln. Sie war die Person, die die meisten Schuhsohlen durchgelaufen hat. Gerd Steinberger sind speziell am Wochenmarkt die Unterschriftswilligen die Türe eingelaufen und sind Schlange gestanden. Nachdem Stadtrat Steinberger den Bürgerinnen und Bürgern erklärt hatte um was es hier eigentlich geht, hätten sich ganze Gruppen gebildet um zu unterschreiben. Die Scheu davor zu unterschreiben war verflogen und im Nu waren fünf-sechs Unterschriften hintereinander zu verzeichnen. Interessant war, dass besonders Bürgerinnen und Bürger aus den Nachbargemeinden ein besonderes positives Empfinden für diese „gute Sache“ hatten.

Nicht verschweigen möchte allerdings Steinberger, dass es auch einen kleineren Teil der Passanten gab, der durchaus sehr feindselig dem Bürgerbegehren gegenüber stand. Die Leute, die selber keine Wohnung brauchen, waren nach Aussage von Steinberger die Zugänglichsten. „Eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft ist längst überfällig“, meinten viele Interesssenten. Gerade eine Funktionärin aus der CSU hatte Steinberger besonders angegriffen. Sie meinte, sie hätte ja ihre Wohnung und den Kindern wird sowieso eine Eigentumswohnung gekauft. Diese Erfahrung war für Steinberger erschütternd, dennoch waren die positiven Wahrnehmungen bei weitem überwiegend. „Wir von der SPD sind immer gegen eine Wand gelaufen mit diesem Thema Städtische Wohnungsbaugesellschaft“, aber endlich ist dieses Bürgerbegehren durch, resümierte Gerd Steinberger und darauf sind wir sehr stolz.

Anja König berichtete von Wohnungen, die sie selber besucht und mit eignen Augen bei ihrer Unterschriftensammlung gesehen hatte, die den heutigen Maßstäben nicht mehr genügen und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt nicht mehr zumutbar sind. In der Küche einer Wohnung steht ein Pflegebett, da sich aus Platzmangel keine andere Möglichkeit bietet. Darüber hinaus seien viele Wohnungen verschimmelt. Dazu kommt, dass viele Eigentümer aus welchen Gründen auch immer, noch nie  saniert haben. „Gäbe es noch ein Wohnungsaufsichtsgesetz, so wären viele Menschen obdachlos“, meinte König. Es handle sich hier nicht um Hartz-IV-Empfänger sondern um Menschen, die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind und sich daher keine bessere Wohnung leisten können. „Auf dem Immobilienmarkt klafft die Schere immer weiter auseinander“, so König. Es gäbe in der Stadt Landshut nur Bruchbuden oder Luxuswohnungen, so wie es eine Zeitungsschlagzeile einmal beschrieb. Das sind die wahren Verhältnisse in der Stadt Landshut.

Stadtrat Gerd Steinberger machte der Stadt den großen Vorwurf, in dieser Sache bis heute untätig gewesen zu sein. Die Planungen gingen immer sehr langsam voran, was den Wohnungsbau in der Stadt betrifft. Die Wohnungen die die Stadt baut, sind lediglich ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein.

Stadtrat Steinberger macht hier dem neuen Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Alexander Putz große Vorwürfe. Es stecke reine Taktik dahinter, die Fertigstellung der neuen Wohnungen bis ins Wahljahr 2020 hinauszuzögern, um dann die politischen Früchte einfahren zu können.

Steinberger nahm nochmals besonders OB Putz aufs Korn. „Herr Putz lässt immer verlauten sich neutral zu verhalten, aber von seiner politischen Einstellung her bleibt er ein Neoliberaler und ist damit weit weg von uns!“

Ein Resümee zog die SPD-Vorsitzende Patricia Steinberger: „Wer ein soziales Gewissen hat, der muss am 14. Oktober für die Wohnungsbaugesellschaft stimmen, denn eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft würde das Problem der Wohnungsnot in Landshut auf alle Fälle entschärfen!“

 

-hjl-

 

Foto: h.j.lodermeier

Bildtext: Oberbürgermeister Alexander Putz (links), die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller und Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in Landshut aus.

 

Parlamentarischer Staatssekretär Pronold besucht OB Putz

SPD-Politiker will sich um Fördermittel des Bundes für Sanierung des Eisstadions bemühen – Bessere Finanzausstattung der Kommunen als gemeinsame Forderung

 

Der niederbayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold wurde im März nach der Neuauflage der Großen Koalition erneut zum Parlamentarischen Staatssekretär berufen und unterstützt seitdem Ministerin Svenja Schulze (SPD) im Bundesumweltministerium vorrangig in Belangen des Wasserschutzes sowie der Abfallpolitik. Am vergangenen Freitag stattete Pronold Oberbürgermeister Alexander Putz einen Besuch im Rathaus ab, um sich mit ihm über die aktuellen Entwicklungen in der Stadt Landshut auszutauschen. Initiiert wurde das Gespräch von der örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller, die sich ganz besonders darüber freut, dass durch die erneute Ernennung von Pronold der „kurze Draht“ für die niederbayerische Politik ins Umweltministerium erhalten bleibt.

 

Oberbürgermeister Putz nutzte die Gelegenheit, um dem Staatssekretär die gegenwärtigen Aufgaben zu erläutern, denen sich die Stadt stellen muss. Als besonders drängend bezeichnete der Rathauschef dabei die Verkehrsproblematik und die daraus resultierenden Belastungen der Bürger in der Region Landshut. Die Schwierigkeiten sollen durch einen dreigliedrigen Plan gelöst werden. Dazu gehört der Ausbau des Straßensystems: Einen wesentlichen Beitrag werde der Bund durch den zügigen Bau der sogenannten Ost-Süd-Umfahrung Landshuts als Weiterbau der B15 neu leisten. Darüber hinaus gelte es, die nach einem erfolgreichen Bürgerbegehren geplante Westtangente möglichst rasch zu realisieren. Der zweite zentrale Punkt ist für Putz der Ausbau des ÖPNV-Angebots, der im vergangenen Jahr ebenfalls durch einen erfolgreichen Bürgerentscheid auf den Weg gebracht wurde. Als dritte Säule strebt der OB schließlich weitere Verbesserungen in der Gestaltung Landshuts als „Fahrradfreundliche Kommune“ an. Wesentlich dafür sei beispielsweise die geplante neue Geh- und Radwegverbindung von Ergolding über Mitterwöhr Richtung Hochschule und Kaserneneck, die in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Ergolding gebaut werden soll. „Diese Geh- und Radwegverbindung stellt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar. Wir können uns alle darüber freuen, dass eine solche unumstrittene Lösung gefunden werden konnte“, sagte Putz.

 

Das dynamische Bevölkerungswachstum in der Region bringt für Landshut aber nicht nur eine Reihe von verkehrspolitischen Herausforderungen mit sich. Auch in Bildung und Betreuung muss kräftig investiert werden. Beispielsweise in die Umsetzung des Schulentwicklungsplans, der den Neubau von zwei Grundschulen und einer Realschule vorsieht. Hohe Priorität genießt laut Putz auch das Thema „bezahlbares Wohnen“. Hier werde die Stadt in den nächsten Jahren verstärkt aktiv werden. „Diese Aufgaben werden uns nicht nur finanziell, sondern auch operativ alles abverlangen“, betonte Putz. Mit Pronold und Müller war sich der OB darin einig, dass für eine zeitnahe Umsetzung aller Projekte auch mehr Bundesmittel und eine bessere Finanzausstattung der Kommunen durch den Freistaat Bayern notwendig sein werden.

 

Auf eine Finanzspritze des Bundes spekuliert Putz auch für ein anderes städtisches Großprojekt: die anstehende, umfassende Sanierung samt Dacherneuerung des Eisstadions am Gutenbergweg. Städte wie Straubing und Deggendorf hätten für entsprechende Maßnahmen bereits Zuwendungen in Millionenhöhe aus der Sportstättenförderung erhalten, so Putz. „Warum sollte das für Landshut dann nicht ebenso möglich sein?“ Mit seinem Anliegen stieß der Oberbürgermeister bei Staatssekretär Pronold auf offene Ohren: Der SPD-Politiker versprach, hierfür sein Netzwerk in Berlin zu nutzen und sich für das Landshuter Eisstadion einzusetzen.

 

Foto:

Stadt Landshut

 

Die Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion: Dr. Max Fendl, Maximilian Götzer, Wilhelm Hess, Manfred Hölzlein, Anke Humpeneder-Graf, Dr. Dagmar Kaindl, Ingeborg Pongratz, Helmut Radlmeier, MdL, Lothar Reichwein, Gertraud Rößl, Rudolf Schnur, Gaby Sultanow, Philipp Wetzstein, Ludwig Zellner.

BERICHTSANTRAG zum Wohngebiet „Westlich des Hauptbahnhofes“

1. Wann ist der Verkauf des Geländes geplant, d.h. welchen Zeitplan verfolgt die Stadt, um die Errichtung von Wohnraum zeitnah zu ermöglichen?

2. Welche Art von Wohnbebauung ist geplant?

3. Wird Erbbaupacht oder Verkauf angedacht?

4. Welche Art von Wohnungen sollen entstehen? Eigentumswohnungen, günstige Mietwohnungen durch die Stadt als kommunales Wohnungsunternehmen oder Genossenschaften, nach den Regeln des Einheimischenmodell usw.

Bei verschiedenen Aspekten wäre die prozentuale Aufteilung von Interesse.

Die Flächenreserve im kommunalen Eigentum eröffnet Gestaltungsoptionen und schafft die Basis für die schnelle, kostengünstige Bereitstellung für eine am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklung und die dazu erforderlichen Flächen. DieLiegenschaftspolitik der Stadt sollte nicht aus der Hand gegeben werden, um als Instrument für die Entwicklung und die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes agieren zu können.

Für die CSU-Fraktion

Dr. Dagmar Kaindl

Rudolf Schnur

 

Fachtreffen gegen die Wohnungsnot

Kommunales Wohnungsbaugespräch am 11. Juli im Zeughaus Landshut

 

Die Bauinnung Landshut und der Bayerische Ziegelindustrie-Verband (BZV) veranstalten am Mittwoch, 11. Juli, um 17 Uhr im Zeughaus in Landshut ein Kommunales Wohnungsbaugespräch. Unter dem Motto „Bezahlbarer Wohnungsbau – nachhaltig, wohngesund und kosteneffizient“ diskutieren Claudia Zehentbauer, Obermeisterin der Bauinnung Landshut, BZV-Vorstand Thomas Bader, Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier mit Vertretern aus Kommunen, Politik und Wirtschaft über die Lage auf dem Wohnungsmarkt und in der Bauwirtschaft. Zusätzlich informieren Bauexperten in kurzen Vorträgen darüber, wie Kommunen günstigen Wohnraum mit hoher Qualität schaffen können.

„Wir haben in Landshut viele erfolgreiche Wohnbaugenossenschaften, die jederzeit bereit sind, weitere Wohnungen zu errichten, wenn die Stadt dafür Grundstücke zur Verfügung stellt“, sagt Bauinnungsobermeisterin Zehentbauer. Eine städtische Wohnbaugesellschaft sei keine Lösung. Denn obwohl es viele solche Gesellschaften in Deutschland gebe, sinke die Zahl der Sozialwohnungen bundesweit immer schneller – allein von 2010 bis 2016 sei sie von fast 1,7 Millionen auf nur noch 1,3 Millionen Wohnungen zurückgegangen. „Dem Sozialwohnungsbau in Landshut ist mit privaten Investoren und den hervorragend arbeitenden Wohnbaugenossenschaften mehr geholfen, als mit der teuren Gründung einer städtischen Gesellschaft.“ Die Stadt müsse vielmehr massiv Bauland ausweisen und versuchen, diese Flächen selbst in die Hand zu bekommen, um die extremen Preisspekulationen einzudämmen. „Nur so können Investoren dazu gebracht werden, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“ Laut Zehentbauer müssten in Landshut pro Jahr rund 200 Wohnungen mehr gebaut werden, als aktuell entstehen, um die Nachfrage trotz des hohen Zuzugs auf gleichem Niveau zu halten.

BZV-Vorstand Bader nennt den politischen Einfluss auf das Bauen immens. Die Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus 2001 und der Eigenheimzulage 2006 hätten wesentlich zur aktuellen Krise auf dem Wohnungsmarkt beigetragen. „Darum sind wir froh, dass die Staats- und die Bundesregierung nun erkannt haben, dass das gesellschaftliche Megathema Bauen nur mit Unterstützung der Politik gemeistert werden kann.“ Vor allem aus dem neu geschaffenen bayerischen Bauministerium erhoffe man sich neue Impulse. Mehr Stabilität für die Bauwirtschaft brächten zum Beispiel steuerliche Regelungen, die den Verkauf von Baugrund für Landwirte attraktiver machen. Außerdem solle den Bauherren die Entscheidung überlassen werden, mit welchen Technologien und Baustoffen die Energieeinsparvorgaben erreicht werden. „Das würde Genehmigungsverfahren beschleunigen, das Bauen günstiger machen und damit den angespannten Wohnungsmarkt zügiger entlasten.“

In der Diskussion um diese Punkte werden Oberbürgermeister Putz und Landrat Dreier ebenso Stellung nehmen wie die Bauexperten, die zuvor über kommunales Bauen informieren. Dr. Heike Piasecki, Leiterin der Münchner Niederlassung des Bauwirtschafsanalysten bulwiengesa, spricht zum Thema „Kostentreiber im Wohnungsbau in Bayern und was Kommunen selbst dagegen tun können“. Stefan Feigel vom Landshuter Architekturbüro Feigel-Dumps stellt anhand von Praxisbeispielen vor, wie anspruchsvoll und dennoch günstig gebaut werden kann. Und Helmut Spillmann, geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Kellhuber, zeigt Wege zum günstigen Wohnungsbau mit öffentlicher Förderung auf.

Weitere Informationen und Anmeldung für Interessierte aus Bauwirtschaft, Politik und Bauverwaltung bei Peter Hülsen, Bereichsleiter Politik & regionale Kommunikation des Bayerischen Ziegelindustrie-Verbands unter Telefon 089/746 616 30 oder per E-Mail unter p.huelsen@ziegel.com.

 

Bildtext: Im Beisein des Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (2.v.r.), Bezirksrätin Martina Hammerl und Essenbachs 1. Bürgermeister Dieter Neubauer (l.) ehrte Ortsvorsitzender Karl-Josef Wenninger (r.) im Namen der CSU Essenbach verdiente Mitglieder.

 

Verträgliches Wachstum

„Mehr Wohnraum muss geschaffen werden“, machte Helmut Radlmeier auf der Jahreshauptversammlung der CSU Essenbach deutlich. Bürgermeister Dieter Neubauer berichtete über die Gemeindeentwicklung. Ortsvorsitzender Karl-Josef Wenninger ehrte Mitglieder des Ortsverbandes für ihre lange Treue.

 

Der Vorsitzende des CSU Essenbach, Karl-Josef Wenninger, konnte zur diesjährigen Ortshauptversammlung im Gasthaus Bergmüller in Mettenbach den Stimmkreisabgeordneten Helmut Radlmeier, Bezirksrätin Martina Hammerl und 1. Bürgermeister Dieter Neubauer begrüßen.

 

In seinem Beitrag ging Radlmeier auf die gute wirtschaftliche Lage der Region ein. „Die Region Landshut wächst. Auch in anderen Teilen Niederbayerns herrscht fast Vollbeschäftigung, die Konjunktur brummt. Aufgrund seiner Lage, der guten Anbindung und der Landschaft ist die Region und vor allem die Gemeinde Essenbach ein beliebter Wohnort. Deshalb muss neuer Wohnraum geschaffen werden“, machte Helmut Radlmeier deutlich. Der Abgeordnete lobte dabei die Bemühungen der Marktgemeinde Essenbach ausdrücklich. Mit neuen Baugebieten schaffe sie Wohnraum für die heimische Bevölkerung.

 

Thema Konverterstandort

 

Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer ging im Detail auf die Schaffung von Wohnraum ein: In Mettenbach werde derzeit Bauland erschlossen. In Essenbach und bald auch in Mirskofen und Altheim laufe die Bauleitplanung für neue Wohngebiete. Der Bedarf in der 12.000-Einwohner-Gemeinde sei groß. Ziel sei es, in einem verträglichen Maß zu wachsen. „Die Infrastruktur muss immer mitwachsen“, bekräftigte der Bürgermeister. In diesem Zusammenhang erläuterte Neubauer den aktuellen Haushalt. Ein großer Ausgabenposten werde die Straßen- und Kanalsanierung in der Gemeinde sein. Rund 1,8 Millionen Euro nehme man hier in die Hand. Insgesamt umfasse die reine Investitionstätigkeit der Marktgemeinde rund 10,4 Millionen Euro.

 

Neben dem Haushalt sprach Neubauer aktuelle Entwicklungen, wie den provisorischen Anschluss der B15neu an die Autobahn und die geplante Gleichstromtrasse SuedOstLink an. Hier arbeite man weiter zusammen daran, dass sowohl für die Trassierung als auch für den Konverter-Standort eine gute Lösung gefunden werde. Beim Konverter waren sich Neubauer und Radlmeier einig, dass er am Kraftwerksgelände errichtet werden müsse. Das sei die sinnvollste Lösung.

 

Mitglieder geehrt

 

Ebenfalls auf dem Programm standen die Ehrungen verdienter Mitglieder. Für 35 Jahre Mitgliedschaft bei der CSU Essenbach konnte Ortsvorsitzender Karl-Josef Wenninger Wolfgang Gremmer, Franz Kopp, Josef Neumeier, Heinz Nowak und Martin Reisinger ehren. Max Sonnauer wurde für 40 Jahre, Sebastian Fleischmann für stolze 45 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.