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Sportlerball in der ETSV 09

Wo Al Capone auch gerne gewesen wäre

Landshut – das wissen alle- ist eine Hauptstadt des Verbrechens. Dies bewahrheitete sich erneut beim Sportlerball des ETSV 09 am Samstag. Üble Gestalten – wohl mehrheitlich die Handballer- kamen in Sträflingskleidung direkt aus Alcatraz, manche sogar noch an ihre Bleikugel gekettet, welche sie eigentlich an der Flucht hätte hindern sollen. Und wer tummelte sich da noch auf der Tanzfläche – die Leichtathleten getarnt als Minions. Die gelben Einäuger sind bekannter Maßen Helfer von Bösewichtern. Und hinten versteckt, in der Bar, was wurde dort ausgeschenkt? Alkohol z.B. in Form von Vodka-Cola!

Die feine Gesellschaft vergnügt sich zu den Klängen der Band „Mirage“. Ob Pop, Rock, Disco oder Walzer – sie hatte wirklich für jeden etwas dabei. Tanzbegeisterte kamen voll auf ihre Kosten: Standardtänze und später auch individuelles Disco-Vergnügen. Fetzige Einlagen lieferten die „Pink-Panther“ von der Boogie-Woogie-Abteilung des Vereins. Glamour verbreiteten die phantasievollen Kostüme der Besucher, darunter bizarre Eisprinzessinnen mit einem Sternengeflecht über den Köpfen. Ganz im Stil der Chicagoer Verbrecherwelt spazierte so manche Dame mit Bubikopf, Zigarettenspitze und knielangem Kleid im Charleston-Schritt. Und mitten drinnen thronte der Pate: Lucky Luciano alias Karl Seidl mit Stetson auf dem Kopf und dunkler Sonnenbrille. Klar, dass viele der Damen mit dem König der Unterwelt ein Selfie machen wollten.

Abgesehen von der hohen Kriminalitätsrate war der Sportlerball des ETSV 09 eine wunderbare Gelegenheit, sich zu treffen, zu ratschen, zu lachen und zu tanzen. Man lässt das Vereinsjahr Revue passieren und schmiedet Pläne für die Zukunft. Und das alles bei bester Bewirtung. Was will das Ganoven-Herz mehr?

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