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Nähen für den guten Zweck: Spendenaktion von „Nähen hilft! e.V.“

Der Verein Nähen hilft! e.V. überreicht die selbst erstellen Therapiematerialien an das Bezirksklinikum Mainkofen und freut sich über die finanzielle Wertschätzung durch den Förderverein.

Mainkofen. Der Verein „Nähen hilft!“ Patientinnen und Patienten bei ihrer Rehabilitation durch handgemachtes Lern- und Übungsmaterial.

Was mit dem einfachen Maskennähen begann, wurde zu einem Erfolgsprojekt weiterentwickelt. Der Verein Nähen hilft! aus dem Landkreis Dingolfing- Landau besteht seit 2020 aus rund fünfzig ehrenamtlichen Näherinnen, die vorwiegend Produkte für krankenhausnahe Einrichtungen und Menschen mit Behinderungen erstellen. So werden beispielsweise Brustkrebskissen, Krankenhauströster, Produkte zur Unterstützung der kindlichen Gehirntumorforschung, wärmende Kleidungsstücke für Obdachlose, Katheter Beutel für die Kinderonkologie und viele weitere Produkte erstellt und gespendet.

Dieses Mal überreichten Nadja Bauer-Beutlhauser und Irene Rüdel vom Verein Nähen hilft! die fertiggestellten Produkte für das Neurologische Zentrum Mainkofen. Für die Frührehastation sollte etwas ganz Spezielles angefertigt werden. Ein Herzensprojekt, welches durch die Mitglieder in über 500 Arbeitsstunden mit Begeisterung zur Detailarbeit umgesetzt wurde.

130 verschiedene Produkte wurden dafür in mühevoller Handarbeit erstellt. Vom einfachen Fühlhandschuh, über Memory-Plaids, unterschiedlichstes Nestelmaterial bis hin zu Lernrahmen, die in Einzeltherapien verwendet werden können. Alle Produkte haben eines gemeinsam, sie regen die Sinne an, helfen Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen wie Schlaganfall, Gehirnblutungen und weiteren neurologischen Diagnosen, die Dinge wieder zu lernen. Ein Setzkasten aus Klein- und Großbuchstaben, eine Uhr mit Klettziffern: Alles um den Patientinnen und Patienten, die das Schreiben und Lesen neu erlernen müssen, mit Hilfe von Haptik und visuellen Reizen zu animieren. „Ich kenne die Station aus eigenen Erfahrungen sehr gut und weiß was Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal, die Therapeuten und vor allem die Patientinnen und Patienten hier beim „Neuerlernen“ leisten. „All die Produkte wurden mit viel Liebe und in der Hoffnung gefertigt, dass viele davon profitieren. Sie sollen spüren, dass an sie gedacht wird“, so die Vorsitzende Nadja Bauer-Beutlhauser. Irene Rüdel erstellte die Schnittmuster in engem Austausch mit dem Therapeuten-Team und mit Hilfe von Nähanleitungen konnten viele hilfreiche Dinge entsprechend den Anforderungen umgesetzt werden. „Gerne helfen wir auch weiterhin, wenn wir zur Genesung beitragen können“, versicherte sie.

Eine Überraschung für den Verein dürfte es jedoch gewesen sein, dass der „Verein der Freunde und Förderer der Neurologischen und Psychiatrischen Kliniken Mainkofen e.V.“ dieses großartige Engagement auch unbedingt in Zahlen honorieren wollte. 500 Euro wurden zur Freude der Vorsitzenden überreicht. „Die Überraschung ist Ihnen wirklich gelungen! Wir machen das alle sehr gerne. Normalerweise finanziert sich der Verein auch aus Verkaufsaktionen mit Dekorationsartikel und anderen nützlichen Produkten. Spenden sind da natürlich eine großartige Möglichkeit die Materialien und Stoffe zu finanzieren, die wir den ehrenamtlichen Näherinnern zur Verfügung stellen“, so die Vorsitzende.

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