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Leichter Wohnraum schaffen – Neue Bauordnung bringt Erleichterungen

(v.l.): Wie hier in der Landshuter Daimlerstraße – angestoßen durch die Stadträte Helmut Radlmeier und Rudolf Schnur (beide CSU) – könnte es künftig in vielen Häusern laufen: Durch den Ausbau des Dachgeschosses wird neuer Wohnraum geschaffen. Erleichtert wird das durch die neue Bayerische Bauordnung. Foto: Klartext.la

Landshut/München. Der Bayerische Landtag hat eine neue Bauordnung beschlossen. Bauen soll künftig schneller und einfacher werden. Auch der Ausbau von Dachgeschossen wird erleichtert. Dies hatten die CSU-Stadträte Helmut Radlmeier und Rudolf Schnur schon 2016 in Landshut angeregt.

In einem Dringlichkeitsantrag an den Landshuter Stadtrat hatten Radlmeier und Schnur im Oktober 2016 gefordert, dass durch Umbau und Umnutzung leerstehender Dachgeschosse rasch zusätzlicher Wohnraum in der Stadt geschaffen wird. Anhand eines Objekts in der Daimlerstraße zeigten sie damals in der Praxis das große Potenzial im Stadtgebiet auf. „Man muss nicht immer in die Breite wachsen, wenn Möglichkeiten in der Höhe da sind“, so Radlmeier und Schnur.

Da in vielen Regionen im Freistaat Wohnraum knapp und damit teuer wird, hat der Bayerische Landtag beschlossen, dass der Ausbau von Dachgeschossen vereinfacht wird. „Beim Aufstocken von Gebäuden entfällt künftig die Aufzugspflicht, wenn der Einbau eines Aufzuges unverhältnismäßig aufwändig wäre“, so Landtagsabgeordneter Radlmeier. Außerdem wird der Dachgeschossbau im unbeplanten Innenbereich genehmigungsfrei. Damit wird er erleichtert, ohne dass an der Sicherheit gespart wird: Brandschutz und Standsicherheit müssen weiterhin nachgewiesen werden. „Die Änderungen helfen uns in Landshut, neuen Wohnraum zu schaffen“, ist Schnur, Vorsitzender der CSU/LM/JL/BfL-Fraktion im Landshuter Stadtrat, überzeugt.

In Kraft treten wird die neue Bauordnung zum 01. Februar 2021. Kernpunkte der Reform sind die Digitalisierung der Bauämter, die Überarbeitung von Abstandsflächen sowie die sog. Genehmigungsfriktion. Durch letztere sollen Baugenehmigungen beschleunigt werden: Maximal drei Wochen haben Bauämter künftig Zeit, fehlende oder unvollständige Unterlagen vom Antragsteller einfordern. Wird der Antrag nach weiteren drei Monaten nicht bearbeitet, so gilt er automatisch als genehmigt. „Schneller, einfacher und kostengünstiger soll das Bauen in Bayern dadurch werden“, fasste Radlmeier zusammen.

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