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Kriminalitätsstatistik der Polizeiinspektion Rottenburg a.d. Laaber für das Jahr 2020

Geringfügig zunehmende Gesamtkriminalität bei überdurchschnittlicher Aufklärungsquote

Allgemeine Gesamtkriminalitätslage

In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) finden sich alle der Polizei bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte, unter Beschränkung auf ihre erfassbaren wesentlichen Inhalte. So sind alle Straftaten nach dem Strafgesetzbuch und dem Nebenstrafrecht enthalten, mit Ausnahme der Verkehrsdelikte.

Im Jahr 2020 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Rottenburg insgesamt 1096 Straftaten registriert. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 37 Straftaten bzw. +2,8 Prozent dar. Zum Vergleich – im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern ging die Zahl der Straftaten um 3,5 % zurück.

Bei 79,0 % (Vorjahr: 74,5 %) der begangenen Delikte  konnten die Täter ermittelt werden, was somit die  höchste Aufklärungsquote im Bereich der PI Rottenburg innerhalb der letzten 10 Jahre bedeutet. Zum Vergleich – die Aufklärungsquote in Bayern lag im Jahr 2020 bei 66,4 % und in Niederbayern bei 72,3 %.

Kriminalitätsbereiche im Einzelnen

Diebstahlskriminalität
Im Bereich der Diebstahlsdelikte wurden im Jahr 2020, ebenso wie im Vorjahr, insgesamt 161 Straftaten registriert.

Deutlich unterschiedliche Entwicklungen zeigen sich hierbei bei den Laden- und Fahrraddiebstählen. Während die Zahl der Ladendiebstähle auf 27 Delikte (+ 14 Fälle oder +81,5 % ) anstieg, reduzierten sich  die zur Anzeige gebrachten Diebstähle von Fahrrädern auf insgesamt 12 Delikte (- 9 Fälle oder – 42,9 %).

Im zurückliegenden Jahr ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der PI Rottenburg insgesamt 9 Wohnungseinbruchsdiebstähle, 3 Fälle mehr als noch im Jahr zuvor.

Körperverletzungsdelikte 
Rückläufige Straftaten sind bei den Körperverletzungsdelikten festzustellen. Deren Zahl reduzierte sich um 7,3 % von 173 Fälle im Jahr 2019 auf 160 Delikte im Vorjahr. 

Sachbeschädigungen
Merklich zurückgegangen sind die Fallzahlen bei den Sachbeschädigungsdelikten. So wurden im zurückliegenden Jahr 126 allgemeine Sachbeschädigungen angezeigt, 21 Fälle oder 14,3 9% weniger als noch im Jahr 2019. Die Zahl der Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen sank von 39 Delikten im Jahr 2019 auf 21 Fälle im Jahr 2020, also um 46,2 %.

Betäubungsmittelkriminalität
Im zurückliegenden Jahren wurden  insgesamt 49 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht, 21 Fälle oder 30 % weniger  als noch im Jahr 2019.

Betrugsdelikte
Eine überproportionale Zunahme ist jedoch bei den Betrugsstraftaten zu verzeichnen. Demnach stieg deren Zahl um 53,6 % von 125 Fälle im Jahr 2019 auf 192  Delikte im letzten Jahr an.  Der Großteil der Anzeigen ist wiederum der Internetkriminalität zuzuordnen.

Sonstige Straftaten
Nahezu unverändert stellt sich die Entwicklung bei den Straften nach dem Waffengesetz dar. Hier wurden im letzten Jahr 10 Fälle zur Anzeige gebracht, ein Delikt weniger als noch im Jahr 2019.

Das bereits im Jahr 2019 festgestellte hohe Niveau (11 Fälle) bei Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen gegenüber Polizeibeamten ist leider auch im zurückliegenden Jahr (12 Delikte) weiterhin gegeben.                                                                                                   

Zusammenfassung und Ausblick

Die Zunahme der Gesamtstraftaten ist primär auf die überdurchschnittliche Steigerung bei den Betrugsdelikten zurückzuführen.

Ansonsten bewegen sich die Zu- bzw. Abnahmen in den einzelnen Deliktsbereichen bei langfristiger Betrachtung im „normalen“ bzw. „akzeptablen“ Schwankungsbereich.

Demnach ist insgesamt gesehen, weiterhin eine gute und stabile Sicherheitslage im Verantwortungsbereich der Polizeiinspektion Rottenburg gegeben. Untermauert wird dies vor allem mit Blick auf die sogenannte Häufigkeitszahl. Diese liegt im Bereich der PI Rottenburg mit 25,8 Straftaten pro 1000 Einwohner deutlich unter dem niederbayerischen Durchschnitt von 33,7.

Die Polizeiinspektion Rottenburg wird auch weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um insbesondere negativen Entwicklungen zielgerichtete und wirksame polizeiliche Maßnahmen entgegenzusetzen.  Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die  Polizei weiterhin in ihren Bemühungen zu unterstützen und vor allem verdächtige Wahrnehmungen und Auffälligkeiten, die auf eine mögliche Straftat hindeuten, schnellst möglich mitzuteilen. 

Anlage: – 1- Übersicht 10-Jahres-Entwicklung

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