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Geschäft mit Blumen und Pflanzen boomt: Mehr Geld für Beschäftigte in Landshut gefordert

Schöner Beruf, aber schlecht bezahlt: Beschäftigte in der Floristik arbeiten meist zu
Niedriglöhnen, kritisiert die IG BAU – und ruft die Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen auf.

Geschäft mit Blumen und Pflanzen boomt:
Floristinnen in Landshut sollen profitieren

Gartenmärkte und Blumengeschäfte erleben in der Pandemie einen Ansturm – doch
wer Sträuße bindet und Pflanzen pflegt, arbeitet in Landshut meist zu Niedriglöhnen. „In
der Floristik liegt der Stundenlohn für gelernte Kräfte gerade einmal bei 11,27 Euro pro
Stunde. Von solchen Einkommen lässt sich kaum leben“, kritisiert Michael Matejka,
Bezirksvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Niederbayern. Der
Gewerkschafter fordert für die Beschäftigten deutlich mehr Geld. In der Branche
arbeiteten überwiegend Frauen, für die die geringe Bezahlung zum Armutsrisiko werde.
Nach Angaben der Arbeitsagentur zählt die Floristik in Landshut rund 40 Beschäftigte.
„In der Corona-Zeit kaufen mehr Menschen als sonst Blumen, Topfpflanzen oder Deko,
um es sich zuhause schön zu machen. Vor allem in den Gartencentern herrscht eine
große Nachfrage“, betont Matejka. Die Firmen ignorierten die gute Wirtschaftslage aber
bislang – und zogen einen Tarifabschluss für die Branche im Dezember vergangenen
Jahres überraschend zurück. Danach sollten die Einkommen ab Februar um drei
Prozent steigen. Für Azubis sah die Einigung ein Plus von 30 Euro pro Monat vor.
Die Gewerkschaft ruft den Fachverband Deutscher Floristen (FDF) dazu auf, an den
Verhandlungstisch zurückzukehren. Der bereits gefundene Kompromiss sei ein
wichtiger Schritt für die Floristik heraus aus dem Niedriglohnsektor. Mittelfristig müsse
sich die Bezahlung aber noch deutlich verbessern, fordert die IG BAU – „sonst finden
Blumenläden & Co. bald kein Personal mehr.“

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