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FACHTREFFEN GEGEN DIE WOHNUNGSNOT — Kommunales Wohnungsbaugespräch am 11. Juli im Zeughaus Landshut

Fachtreffen gegen die Wohnungsnot

Kommunales Wohnungsbaugespräch am 11. Juli im Zeughaus Landshut

 

Die Bauinnung Landshut und der Bayerische Ziegelindustrie-Verband (BZV) veranstalten am Mittwoch, 11. Juli, um 17 Uhr im Zeughaus in Landshut ein Kommunales Wohnungsbaugespräch. Unter dem Motto „Bezahlbarer Wohnungsbau – nachhaltig, wohngesund und kosteneffizient“ diskutieren Claudia Zehentbauer, Obermeisterin der Bauinnung Landshut, BZV-Vorstand Thomas Bader, Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier mit Vertretern aus Kommunen, Politik und Wirtschaft über die Lage auf dem Wohnungsmarkt und in der Bauwirtschaft. Zusätzlich informieren Bauexperten in kurzen Vorträgen darüber, wie Kommunen günstigen Wohnraum mit hoher Qualität schaffen können.

„Wir haben in Landshut viele erfolgreiche Wohnbaugenossenschaften, die jederzeit bereit sind, weitere Wohnungen zu errichten, wenn die Stadt dafür Grundstücke zur Verfügung stellt“, sagt Bauinnungsobermeisterin Zehentbauer. Eine städtische Wohnbaugesellschaft sei keine Lösung. Denn obwohl es viele solche Gesellschaften in Deutschland gebe, sinke die Zahl der Sozialwohnungen bundesweit immer schneller – allein von 2010 bis 2016 sei sie von fast 1,7 Millionen auf nur noch 1,3 Millionen Wohnungen zurückgegangen. „Dem Sozialwohnungsbau in Landshut ist mit privaten Investoren und den hervorragend arbeitenden Wohnbaugenossenschaften mehr geholfen, als mit der teuren Gründung einer städtischen Gesellschaft.“ Die Stadt müsse vielmehr massiv Bauland ausweisen und versuchen, diese Flächen selbst in die Hand zu bekommen, um die extremen Preisspekulationen einzudämmen. „Nur so können Investoren dazu gebracht werden, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“ Laut Zehentbauer müssten in Landshut pro Jahr rund 200 Wohnungen mehr gebaut werden, als aktuell entstehen, um die Nachfrage trotz des hohen Zuzugs auf gleichem Niveau zu halten.

BZV-Vorstand Bader nennt den politischen Einfluss auf das Bauen immens. Die Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus 2001 und der Eigenheimzulage 2006 hätten wesentlich zur aktuellen Krise auf dem Wohnungsmarkt beigetragen. „Darum sind wir froh, dass die Staats- und die Bundesregierung nun erkannt haben, dass das gesellschaftliche Megathema Bauen nur mit Unterstützung der Politik gemeistert werden kann.“ Vor allem aus dem neu geschaffenen bayerischen Bauministerium erhoffe man sich neue Impulse. Mehr Stabilität für die Bauwirtschaft brächten zum Beispiel steuerliche Regelungen, die den Verkauf von Baugrund für Landwirte attraktiver machen. Außerdem solle den Bauherren die Entscheidung überlassen werden, mit welchen Technologien und Baustoffen die Energieeinsparvorgaben erreicht werden. „Das würde Genehmigungsverfahren beschleunigen, das Bauen günstiger machen und damit den angespannten Wohnungsmarkt zügiger entlasten.“

In der Diskussion um diese Punkte werden Oberbürgermeister Putz und Landrat Dreier ebenso Stellung nehmen wie die Bauexperten, die zuvor über kommunales Bauen informieren. Dr. Heike Piasecki, Leiterin der Münchner Niederlassung des Bauwirtschafsanalysten bulwiengesa, spricht zum Thema „Kostentreiber im Wohnungsbau in Bayern und was Kommunen selbst dagegen tun können“. Stefan Feigel vom Landshuter Architekturbüro Feigel-Dumps stellt anhand von Praxisbeispielen vor, wie anspruchsvoll und dennoch günstig gebaut werden kann. Und Helmut Spillmann, geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Kellhuber, zeigt Wege zum günstigen Wohnungsbau mit öffentlicher Förderung auf.

Weitere Informationen und Anmeldung für Interessierte aus Bauwirtschaft, Politik und Bauverwaltung bei Peter Hülsen, Bereichsleiter Politik & regionale Kommunikation des Bayerischen Ziegelindustrie-Verbands unter Telefon 089/746 616 30 oder per E-Mail unter p.huelsen@ziegel.com.

 

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