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ERFOLGREICHE TEILQUALIFIZIERUNG IN DER BOOMBRANCHE LOGISTIK — Arbeitsargentur und bfz machen schnelle Fachkräfteausbildung für die Wirtschaft möglich

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Marcin Goczol (Zweiter von links) freut sich mit (von links) bfz-Seminarleiter Robert Grünfeld, bfz-Leiterin Ingrid Schmidt, Robert Maier, Geschäftsführer in der Agentur für Arbeit, und MIPA-Personalleiter Claus Sterl über seinen schnellen beruflichen Neustart.

 

Erfolgreiche Teilqualifizierung in der Boombranche Logistik

Arbeitsagentur und bfz machen schnelle Fachkräfteausbildung für die Wirtschaft möglich

 

Weil die niederbayerische Wirtschaft sehr gut läuft, hat sich die Logistik zur Boombranche entwickelt. Überall werden Logistiker gebraucht, um die Produktions- und Lieferströme am Laufen zu halten. Weil Logistikfachkräfte in der Region oft nur noch schwer zu finden sind, bietet der Hauptstandort Landshut der Beruflichen Fortbildungszentren (bfz) der bayerischen Wirtschaft die Teilqualifizierung (TQ) zur Fachkraft für Güterbewegung und Arbeitsschutz im Berufsfeld Fachlagerist an. In nur drei Monaten werden die Teilnehmer fit für den Einsatz in den Unternehmen gemacht – auch Bewerber aus dem Ausland. So wie Marcin Goczol: Der 35-jährige Deutsch-Pole hat den Kurs absolviert und sofort eine Stelle beim Lack- und Farbenhersteller MIPA SE in Essenbach bekommen. Am Freitag haben Goczol, bfz-Leiterin Ingrid Schmidt, Robert Maier, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, und MIPA-Personalleiter Claus Sterl über das erfolgreiche Praxisbeispiel informiert, wie Einheimische und Zuwanderer schnell und passend für den Arbeitsmarkt ausgebildet werden können.

Goczol war im Mai 2017 ursprünglich zur Anerkennungsberatung in das bfz Landshut gekommen, um sein polnisches Abiturdiplom in Deutschland anerkennen zu lassen. Weil sich in der Beratung herausstellte, dass er berufliche Erfahrung mit Lagertätigkeiten hat und gerne in diesem Bereich weiterarbeiten möchte, konnte er in den Lehrgang „Teilqualifizierung zur Fachkraft für Güterbewegung und Arbeitsschutz“ eintreten. Die Kosten dafür hat die Agentur für Arbeit übernommen. Dieser Kurs ist ein eigenständiger Abschnitt der Berufsausbildung zum Fachlageristen.

Nach nur drei Monaten Vollzeitunterricht in Theorie und Praxis hatte Goczol im vergangenen September den bundesweit anerkannten Abschluss in der Tasche. „Ich hatte schon mein Praktikum während des Kurses bei MIPA gemacht und bin nach der erfolgreichen Prüfung sofort übernommen worden“, sagte Goczol. Er hat bei der Prüfung als einziger Kursteilnehmer die Gesamtnote 1,0 erreicht und arbeitet nun als festangestellter Kommissionierer in Essenbach – ein Glücksfall für ihn, weil er im gleichen Ort lebt. Berufsbegleitend könnte er jetzt weitere TQ-Module belegen, bis die komplette Ausbildung zum Fachlagerist geschafft ist und er die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ablegen kann.

„Das ist eine absolute Win-Win-Situation für alle Beteiligten,“ so Robert Maier, Geschäftsführer in der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen. Durch die Qualifizierung können Arbeitnehmer den Berufseinstieg schaffen und haben die Möglichkeit, sich dann im Betrieb weiter zur Fachkraft fortzubilden. Auf der anderen Seite finden Arbeitgeber, die bei der Personalgewinnung und Fachkräftesicherung neue Wege gehen, so ihre Fachkräfte von morgen. „Das wird immer wichtiger, da es für viele Arbeitgeber in der Region auf dem herkömmlichen Weg zusehends schwieriger wird, geeignete Fachkräfte und Auszubildende zu finden.“

 

Die berufliche Aus- und Weiterbildung ist laut MIPA-Personalleiter Claus Sterl ein Dauerthema für das Unternehmen und ein wichtiger Punkt, um den Personalbedarf nachhaltig decken zu können. Für das seit Jahren anhaltende Unternehmenswachstum und die bevorstehende vollständige Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums am Hauptstandort Essenbach brauche die Firma qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. „Wir freuen uns über die Unterstützung durch verlässliche Partner wie das bfz Landshut, die es uns ermöglichen, auch in Zeiten der Vollbeschäftigung geeignete Bewerber zu finden.“

 

„Die Inhalte der Teilqualifizierung haben wir gemeinsam mit der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft entwickelt. Da können sich die Firmen darauf verlassen, dass die Absolventen auch wirklich das können, was in der betrieblichen Praxis verlangt wird“, sagte bfz-Leiterin Ingrid Schmidt. Die Teilnahmegebühren können bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter gefördert werden. Goczol ist begeistert: „Ich bin im bfz von tollen Lehrkräften bestens auf die Arbeit vorbereitet und bei MIPA sehr gut aufgenommen worden. Besser hätte es nicht laufen können.“ Auch sein Chef ist zufrieden: „Marcin Goczol ist beruflich wie persönlich voll integriert“, sagte Sterl. „Er kann getreu unserem Motto ‚Karriere heimatnah’ seiner Gemeinde treu bleiben und wir freuen uns auf die Zukunft mit ihm.“

Mehr Informationen zur Teilqualifizierung im bfz Landshut gibt es unter 0871/96 226 30 oder robert.gruenfeld@bfz.de.

 

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