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Erfolgreiche Premiere in Vilsbiburg

Erfolgreicher erster Einsatz des Impfbusses in Vilsbiburg: An der Stadthalle machten sich Richard Eder, Stadtbeauftragter der Malteser, Vilsbiburgs Bürgermeisterin Sybille Entwistle, Landrat Peter Dreier und der Diözesanbeauftragte der Malteser für Testen und Impfen, Maximilian Land, ein Bild von der Arbeit vor Ort (v. l.).

Rund 100 Personen wurden im Impfbus behandelt

Der Impfbus hat seine „Jungfernfahrt“ erfolgreich angetreten: In Vilsbiburg wurden heute rund 100 Personen gegen das Corona-Virus immunisiert. Dabei handelte es sich vornehmlich um Erziehungs- und Lehrpersonal, das mit dem Präparat von AstraZeneca geimpft wurde.

Auch Landrat Peter Dreier war gemeinsam mit Vilsbiburgs Bürgermeisterin Sybille Entwistle an der Stadthalle, um sich ein Bild vom ersten Einsatz des Impfbusses machen zu können. Er zeigte sich zufrieden mit dieser Möglichkeit, die Kapazitäten noch einmal erhöhen und so mehr Impfungen in die Fläche bringen zu können. „Eine wertvolle Ergänzung zu unserem Impfzentrum in Kumhausen, an dem weiter sieben Tage die Woche geimpft werden wird und die ganze Organisation abgewickelt wird.“

Neben den Impfungen vor Ort hat der Impfbus auch einige Impfdosen des Anbieters BioNTech nach Vilsbiburg gebracht, die auch an Patienten über 65 Jahre verimpft werden kann. In Abstimmung mit dem ärztlichen Leiter des Impfzentrums, Dr. Uwe Schubart, haben Hausärzte der Region diese Impfdosen abgeholt, um immobile Patienten über 80 Jahre zu impfen, die weiterhin der höchsten Priorisierungsgruppe angehören. Dies ist in den Augen des Landrats ein erster Schritt, um die Hausärzte besser in die Impfkampagne miteinzubeziehen. „Wir müssen das aber noch weiter ausbauen, um den Impffortschritt noch schneller voranzutreiben.“ Vor allem bei Personen, die wegen ihrer Vorerkrankungen eine Impfung benötigen, ist hier die langjährige Betreuung und das Vertrauensverhältnis zum Hausarzt ein wichtiger Faktor. Er hofft nun, dass die Bayerische Staatsregierung schnell die Rahmenbedingungen schafft, um die Impfungen auf eine noch breitere Basis stellen zu können. Insgesamt haben bisher rund 9 000 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Landshut mindestens eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten.

Seinen großen Dank richtete Dreier an die Stadt Vilsbiburg, die die Stadthalle zur Verfügung stellt und auch vor Ort Unterstützung leistet. Auch dankte er den Maltesern Landshut, die den Impfbus im Auftrag des Landkreises betreiben. Großen Respekt zollte er vor allem auch der Arbeit des Impfzentrums, die diese Impfung in der Fläche organisatorisch auf die Beine stellt: „Leider ist die Impfung gegen das Corona-Virus mit vielen Stolperfallen und Bürokratie verbunden. Aber unsere Mitarbeiter machen das Beste daraus und leisten wirklich großartige Arbeit in diesem schwierigen Feld.“

Die Premiere in Vilsbiburg war der erste Schritt: Der Impfbus wird jeden Tag an einem anderen Standort Halt machen. Der „Fahrplan“ sieht wie folgt aus:

Montags: Impfgebiet 1 am Standort Mehrzweckhalle Rottenburg. Deckt die Gemeinden Pfeffenhausen, Rottenburg und Hohenthann ab.

Dienstags: Impfgebiet 2 an der ESKARA Essenbach. Hier sind der Markt Essenbach sowie die Gemeinden Niederaichbach, Postau, Weng und Wörth zugeordnet.

Mittwochs: Impfgebiet 3 am Klosterparkplatz in Furth. Dieser Standort umfasst die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Weihmichl, Obersüßbach, Furth und Bruckberg.

Donnerstags: Impfgebiet 4 an der Goldbachhalle in Ergoldsbach, für die Einwohner der Gemeinden Neufahrn, Ergoldsbach und Bayerbach (bei Ergoldsbach).

Freitags: Impfgebiet 5 in der Stadthalle Vilsburg für die Bürger Vilsbiburgs.

Samstags: Impfgebiet 6 an der Grund- und Mittelschule Velden, für die Gemeinden Wurmsham, Velden und Neufraunhofen.

Sonntags: Impfgebiet 7 an der Grund- und Mittelschule Gerzen. Es umfasst mehrere Gemeinden im südlichen Landkreis Landshut: Bodenkirchen, Schalkham, Aham, Gerzen und Kröning.

Impfgebiet 8, das weiter am Impfzentrum in Kumhausen-Preisenberg sieben Tagen die Woche in Betrieb ist. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinden Kumhausen, Adlkofen, Tiefenbach, Vilsheim, Eching, Geisenhausen, Buch a. Erlbach, Baierbach, Altfraunhofen, Altdorf und Ergolding bleiben hier zugeordnet. 

Es werden nur die Personen geimpft, die im Vorfeld einen Termin zugewiesen bekommen haben. Spontane Anmeldungen vor Ort (auch mit ärztlichem Attest) sind nicht möglich und werden ausnahmslos abgewiesen. Die Zuweisung zum Impfbus erfolgt fest nach den PLZ-Bereichen der genannten Gemeinden, eine Impfung an einem anderen Standort wird zukünftig nicht mehr möglich sein. Auch wenn ein anderer Halt des Impfbusses näher am individuellen Wohnort liegen, kann nicht auf ein anderes Impfgebiet ausgewichen werden.

Grundsätzlich gilt: Jeder der sie sich gegen das Corona-Virus immunisieren lassen will, sollte sich auf der zentralen Plattform registrieren – unabhängig vom Alter, der beruflichen Situation oder seiner Krankenakte. Die selbständige Anmeldung unter www.impfzentren.bayern wird dringend empfohlen! Somit wird der organisatorische Auswand für die Verwaltung verringert und dem Bürger kommt mehr Komfort bei der Terminauswahl und durch Erinnerungsfunktionen zu Gute. Nur in Ausnahmefällen sollten Anmeldungen telefonisch vorgenommen werden (Tel. 0871 408-5560) möglich.

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