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„Eine Leuchtturm-Einrichtung“

Abgeordneter Radlmeier besucht Schulstiftung Seligenthal

Über die Schulstiftung Seligenthal und die Herausforderungen, vor denen die Stiftung steht, sprachen der Vorstandsvorsitzende der Schulstiftung, Fritz Wittmann (l.), und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU).

Landshut. Raummangel, Finanzierung-Fragen oder Sanierungs-Maßnahmen: „Der Schulstiftung Seligenthal stehen einige Herausforderungen ins Haus“, so deren Vorstandsvorsitzender Fritz Wittmann. Mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) besprach Wittmann, was demnächst im Bildungszentrum Seligenthal ansteht. 

Rund 2.500 Schülerinnen und Schüler besuchen das Bildungszentrum Seligenthal. „Vom Kindergarten bis zum Abitur bietet Seligenthal alles“, hielt Wittmann fest. Insgesamt sieben Einrichtungen bilden das Bildungszentrum. So groß wie das Angebot sei auch die Nachfrage: „Für das Gymnasium mussten wir die Eingangsklassen auf fünf begrenzen. Für mehr reicht der Platz nicht aus. Wir platzen aus allen Nähten – und das, obwohl man bereits Räume mehrfach nutzt“, schilderte Wittmann, der seit August 2020 der Stiftung vorsteht. 

In absehbarer Zeit müsse das Nebengebäude des Bildungszentrums generalsaniert werden. Damit stelle sich auch die Frage der künftigen Nutzung. „Wir überlegen uns zusammen mit der Regierung von Niederbayern, wie man das Nebengebäude am besten nutzen kann“, so Wittmann. Geplant ist eine Verlagerung der Wirtschaftsschule Seligenthal in das Nebengebäude. Derzeit erarbeite man dafür das Raumprogramm.

Unterstützung durch Freistaat

Auch die Finanzierung des Projekts sei noch offen. Klar sei aber, dass es für die Stiftung ein finanzieller Kraftakt werde, zumal Seligenthal – wie alle kirchlichen Schulen – vor finanziellen Herausforderungen stehe. Denn je mehr Menschen aus der Kirche austreten, desto geringer fallen die Kirchensteuereinnahmen aus. „Die Finanzierung wird für von Kirchen getragenen Schulen deshalb immer schwieriger“, meinte Wittmann.

Daher sei die staatliche Unterstützung so wichtig. Gerade im Bereich der Digitalisierung habe das bisher „super geklappt“, so Wittmann. Die vom Freistaat finanzierte Ausstattung sowohl der Lehrer als auch der Schüler mit Laptops ging „ruck zuck“. „Es freut mich, dass die Mittel in Seligenthal angekommen sind. Bund und Freistaat haben für die Lehrerdienstgeräte über 92 Millionen Euro bereitgestellt. Mit mehr als 107 Millionen Euro konnten Laptops und Tablets für Schüler beschafft werden“, führte Landtagsabgeordneter Radlmeier aus. 

Jeder Euro hilft

„Jeder Euro tut uns gut“, hielt Wittmann fest. Der Vorstandsvorsitzende der Schulstiftung dankte dem Abgeordneten auch für seinen persönlichen Einsatz bei der Erhöhung des Schulgeldersatzes. Einen Teil des Schulgeldes an privaten Schulen übernimmt der Freistaat. Wittmann hatte sich Ende vergangenen Jahres an Radlmeier gewandt und hier um Unterstützung gebeten. Innerhalb weniger Wochen konnte Abhilfe geschaffen werden: „Auf Initiative der Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag wurde der Schulgeldersatz auf 110 Euro pro Schüler und Monat erhöht. Dafür stellen wir allein im aktuellen Haushalt 5,5 Millionen Euro zur Verfügung, um die Situation der Schulen in privater Trägerschaft zu verbessern“, erläuterte Radlmeier. „Das ist wirklich schnell gegangen und wichtig für uns“, blickte Wittmann zurück.             

Etwas mehr Tempo wünschte sich Wittmann dagegen an anderer Stelle: Zwischen der Bewilligung von Mitteln etwa für Sanierungen und deren Auszahlung vergehe viel Zeit. Die Gelder müsse bis dahin die Stiftung übernehmen und fehlten an anderer Stelle. „Die Abfinanzierung sollte schneller gehen“, waren sich Wittmann und Radlmeier einig. Der Landtagsabgeordnete sagte zu, sich erneut dafür einzusetzen. „Das Bildungszentrum Seligenthal ist eine Leuchtturm-Einrichtung in der Region. In naher Zukunft hat die Schulstiftung eine Reihe von Herausforderungen zu meistern. Dabei unterstütze ich als Landshuter natürlich gern“, so Radlmeier.

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